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Irland: Von Lava und Lachs

Es gibt Augenblicke, die lassen erschauern. Dabei spielt es keine Rolle, ob mit oder ohne Vorwarnung. Wer den Giant’s Causeway betritt, erhält eine Ahnung der Dimensionen des gigantischen Vulkanausbruchs, der sich dort vor rund 60 Millionen Jahren abgespielt haben muss.

Durch die gewaltige vulkanische Eruption entstanden überwältigende Relikte, von oben betrachtet sehen diese rund 37.000 Basaltsäulen wie Pflastersteine aus. Sie sind jeweils in den Seitenlängen etwa 30 Zentimeter breit aber gigantische 25 Meter hoch. Die Spuren des vom Meer umspülten Relikts aus prähistorischer Zeit reichen von der Küste Antrims bis zu den vor Schottland gelegenen Inneren Hebriden.

Der Riese Finn McCool

Viele Legenden und Sagen ranken sich um dieses eindrucksvolle Naturwunder. Die bekannteste und zugleich romantischste Geschichte handelt vom Riesen Finn McCool. Um zu seiner Geliebten auf der etwa 20 Kilometer entfernten schottischen Insel Staffa zu gelangen, soll Finn McCool, Kommandant in der Armee des Königs von Tara, den Damm eigenhändig errichtet haben.

Das große und sehr gut ausgestattete Besucherzentrum, oberhalb des Damms, zeigt kenntnisreich und viel über die Entstehung der Basaltsäulen. Anschaulich und pädagogisch hervorragend präsentiert, werden durch lehrreiche und schön bebilderte Filme die Geheimnisse um diese faszinierende Landschaft dargestellt. Erstmals wurde der Giant’s Causeway 1693 dokumentiert. Oft wird Irlands erster UNESCO Weltnaturerbe-Standort auch als das "Achte Weltwunder" bezeichnet. Neben diesem magischen Ort, der zu den zehn beeindruckendsten Landschaften der Welt gehören soll, besticht die Küstenstraße durch viele weitere atemberaubend schöne und abwechslungsreiche Bilder.

Ehemals Lachsfang

Noch fast in Sichtweite der Straße des Riesen befindet sich die Hängebrücke von Carrick-a-Rede. Fischer gelangten darüber zu der vorgelagerten Insel, um wandernde Lachse zu fangen.

Bis 2002 wurden dort noch kommerziell Lachse gefangen. Nachdem aber der Ertrag von 300 Fischen pro Tag auf 200 Fische pro Jahr zurückging, wurde der Betrieb eingestellt. Historische Aufzeichnungen aus dem Jahr 1803 besagen, dass es in den umliegenden Dörfern 82 Fischer, 21 Lachsfischer und zehn Fischträger gab.

Atlantischer Lachs wurde in dieser Gegend seit 1620 gefischt. Wegen des oft heftigen Seegangs konnte man sich zum Erreichen der Insel nicht auf ein Boot verlassen und baute schon 1755 eine erste Hängebrücke mit einem einfachen Handlauf und weit auseinander liegenden Bohlen. Heute kommt man wesentlich sicherer und komfortabler über diese 20 Meter lange Brücke. Bei ihrer Rückkehr aus den Nahrungsgebieten im Atlantik schwimmen die Lachse die Flüsse hinauf zu ihren Geburtsorten, um zu laichen.

Auf einem etwa einen Kilometer langen Spaziergang zu der Brücke erfahren die Touristen allerlei über den Lachsfang und ihrer Entstehungsgeschichte. Geht es schließlich an das Überqueren, erfordert das meist starke Nerven. Selbst bei Sonnenschein und Windstille ist es ganz schön wackelig und nicht jeder wagt den Weg in luftiger Höhe zu der kleinen Vulkaninsel
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Weitere Informationen finden Sie unter: www.ireland.com

Fotos: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 20/08/2016

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Autor

Carola Faber

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