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Peloponnes: Der schönste Platz der Welt

Es sind Visionen und Träume die Dinge entstehen lassen. Manchmal geht es schnell, meistens fordert die Realisierung allerdings Zeit. So wie auch bei dem Projekt "The Westin Resort Costa Navarino" in Griechenland.

Zunächst einmal: ja, die Anreise in das Resort kann beschwerlich sein. Nämlich genau dann, wenn die "falschen" Flugtage in Betracht gezogen werden. Per Flugzeug geht es dann im ungünstigsten Fall über Athen. Und von dort geht’s nur noch mit dem Wagen weiter. Fahrzeit: gute drei Stunden. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit über Kalamata mit Aegean Airlines zu fliegen. Da die Flüge aber nicht zwingend täglich gehen, sollte eine An- beziehungsweise Abreise entsprechend justiert werden.

Doch sind diese Hürden erst mal genommen, wird man als Gast des "The Westin Resort Costa Navarino" mit allerhand Luxus und Annehmlichkeiten belohnt. Eine breitgefächerte Kulinarik wird gepaart mit Aktivitäten wie Tennis oder Golf - und mit einer Menge Historie und Tradition. Denn die Region Peloponnes ist nicht nur ein schöner Ort, sondern erzählt eine Jahrtausende alte Geschichte.

Im
Im "The Romanos" des Resorts: Royal Villa Koroni mit Ausblick.

 

Kalamata und Pylos

Ein Teil der Geschichte zeigt sich zunächst in dem vermeintlichen An- und Abreisepunkt auf der Peloponnes, mit der Stadt Kalamata. In der Antike war die Stadt bekannt unter dem Namen Pharai und wurde bereits von Homer, dem (vermeintlichen) Autor der Ilias und der Odyssee, erwähnt. 294 v. Chr. wurde die Stadt durch den athenischen Strategen Konon, der durch den Peloponnesischen Krieg zu Ruhm kam, dem Boden gleich gemacht. Das später daraus entstandene Kalamata ist heute mit 70.000 Einwohnern das Zentrum Messiniens, einem der fünf Bezirke der Peloponnes, und bildet mit dem größten Hafen der Region einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dreh- und Angelpunkt.

Im nordwestlichen Teil der Stadt, oberhalb des Flusses Nedonas, befindet sich die berühmte Burg von Kalamata. Zur byzantinischen Periode gegründet, war die Burg zunächst als Schutzfestung konzipiert. Um 1825 wurde die geschichtsträchtige Burg von der Armee von Ibrahim zerstört. Als Folge eines Erdbebens von 1986 sind einige Teile der Burg einsturzgefährdet und können heute nicht mehr besichtigt werden. Nichtsdestotrotz ist die historische Altstadt von dort gut zu sehen und gibt einen schönen Überblick. Von dort kann man an klaren Tagen in süd-östlicher Richtung mit Glück auch den höchsten Berg der Peloponnes, Taygetos (2407 Meter), sehen.

Nur wenige Kilometer von Kalamata entfernt befindet sich das Küstenörtchen Pylos. Die etwa 5000 Einwohner zählende Stadt unterlag bedingt durch ihre Lage direkt an der Küste diversen Angriffen von Invasoren. Die Festung von Pylos (Niokastro) wurde bereits 1573 durch die Osmanen erbaut, um die Kontrolle über die südliche Einfahrt der Bucht von Navarino zu gewährleisten. Über die Jahrhunderte stritten sich die Osmanen mit den Venezianern um die Festung, ehe es nach dem Zweiten Weltkrieg eine Zeitlang als Gefängnis genutzt wurde. Heute ist die Festung ein Besuchermagnet. Das weitläufige Gelände zeigt diverse Artefakte wie Kanonenkugeln und historische Bauruinen. Von der oberen Brüstung der Festung hat der Besucher einer wunderschönen Blick über die Region und Teile des Meeres.

Vassilis und eine Vision

Etwa 80 Kilometer nördlich von Pylos, wurde 1936 Vassilis C. Constantakopoulos geboren. Ein Mann, der in den folgenden Jahrzehnten die Landschaft und Teile der Gesellschaft entscheidend prägen sollte. Schon mit 18 machte sich der Grieche auf die Welt zu entdecken und fuhr 21 Jahre zur See. Nach seiner Rückkehr 1974 gründete er die "Costamare Shipping Company", die zu einer der größten Container-Gesellschaften wurde. Heute besitzt die Reederei 58 Schiffe.

Vassilis C. Constantakopoulos als Statue vor dem Clubhaus.
Vassilis C. Constantakopoulos als Statue vor dem Clubhaus.

 

Doch nicht alleine die Reederei war Lebensmittelpunkt von Constantakopoulos. Ein Hauptanliegen des Griechen war es, ein in die Natur der Region integriertes Mega-Resort zu bauen. Er selbst sagte über die Region, sie sei "der schönste Platz der Welt". Und eben hier kaufte der Reeder in 20 Jahren etwa 1200 Grundstücke, um auf über 12 Quadratkilometern (s)einen Traum zu realisieren. "Costa Navarino ist nicht irgendein Job. Es war viel Ärger und harte Arbeit, dies alles zu realisieren. Aber so ist das mit Träumen", sagte Constantakopoulos einst.

Einige Bereiche seines Traums sind realisiert und haben mit Navarino Bay, Beach, Blue und Hills bereits ihren Platz in Costa Navarino eingenommen. Wenn auch noch nicht alles finalisiert ist. Navarino Bay ist ein 140 Hektar großes Areal, das eine zwei Kilometer lange Seeseite hat. Entlang der "Bay-Area" liegt der "Bay Course", ein von Robert Trent Jones Jr. konzipierter 18-Loch-Golfplatz. Angrenzend befindet sich Navarino Beach. Der Teil des Resorts bietet Naturlandschaft wie zum Beispiel die "Gialova Lagoon". Die Lagune ist ein wirklich wunderschöner Badebereich, der eingesäumt von Klippen, mit feinem Sandstrand über ein großes Areal einlädt in das seichte Wasser zu springen.

Navarino Blue ist ein 210 Hektar großer Bereich an der Bucht von Messina. In diesem Bereich ist ein 5-Sterne-Familienresort geplant, dass sich in der Nähe eines archäologischen Bereichs des Gebietes befindet. Mit Navarino Hills ist in der Nähe von Kynigos ein 500 Hektar großes Gebiet al "eco destination" vorgesehen.

Golf und Meer

Eine der großen Golf-Ikonen Deutschlands, Bernhard Langer, wurde bei der Planung und Realisierung des "Dunes Course" zu Rate gezogen. Langer, der bereits im zarten Alter von 15 Pro wurde und zwei Jahre später mit 17 (1974) die German National Open gewann, ist begeistert von dem Golfplatz "Dunes". "Dies ist ein wundervoller Platz, direkt an der See. Die Leute sind freundlich, der Platz ist hervorragend gepflegt", so Langer. Auf die Frage, wo die Schwierigkeiten bei der Planung eines Golfplatzes liegen, antwortet er: "Ich habe auf Plätzen in der ganzen Welt gespielt. Einige waren langweilig, andere zu schwer zu spielen oder einfach nicht schön. Die Kunst ist es, etwas für das Auge zu kreieren, es muss Spaß machen, anspruchsvoll für jedes Level und fair sein".

Der Dunes Course: einmaliger Ausblick während des Spiels.
Der Dunes Course: einmaliger Ausblick während des Spiels.

 

Und das hat Langer durchaus geschafft. Griechenland mausert sich, gerade hier in Costa Navarino, zu einer interessanten Golf-Alternative für kalte Monate. Die Aussicht während des Spiels ist wirklich phänomenal, das Meer ist ein ständiger Begleiter auf dem Rundgang. Der Platz ist für Anfänger und Pros geeignet. Es gibt schwierige Passagen mit Bunkern, aber auch einfach zu spielende Bereiche.

Und ein paar Meter weiter Richtung Meer sind wirklich alle Aktivitäten die mit dem Wasser oder Strand zu tun haben machbar. Tauchen, am Strand Volleyball spielen, Yachting und vieles mehr wird vom Resort angeboten. Und dies erscheint auch notwendig. Denn das Resort wächst und wächst. Die erste Phase des Projektes "Costa Navarino" gilt als abgeschlossen. Mit dem "The Westin Resort Costa Navarino" und dem "The Romanos, A Luxury Collection Resort" wurden zwei 5-Sterne-Hotels erschaffen. Seit 2010 ist das Resort geöffnet, Reeder Constantakopoulos konnte somit ein Jahr vor seinem Tod zumindest noch den Startschuss miterleben.

Neben den beiden Golfplätzen wurde auch ein 55 Hektar großes Weinfeld realisiert, sowie zwei Wasserreservoirs mit einem Fassungsvermögen von 700.000 Litern. Gerade in dieser Gegend eine absolute Notwendigkeit. In der zweiten Phase des Projekts, dass ein Investitionsvolumen zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro besitzen soll, werden die Bereiche "Waterfront", "Bay" und "Hills" weiter ausgebaut und um ein Ultra-Luxushotel, einem weiteren Golfplatz und dining & shopping areas erweitert.

Für Wassersportler: Tauchen vor der Küste.
Für Wassersportler: Tauchen vor der Küste.

 

Das Costa Navarino dürfte für den gesamten Mittelmeerraum ein Benchmark werden, soviel ist jetzt schon absehbar. Man darf gespannt sein, was noch alles realisiert wird und wie – eine Prämisse ist der nachhaltige Umgang mit der Natur – dies alles umgesetzt werden kann. So oder so: Nicht nur Costa Navarino, sondern ganz Peloponnes ist eine Reise wert!

Weitere Informationen unter: http://www.westincostanavarino.com

Fotos: Michael Schabacker, The Westin Resort Costa Navarino

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Zuletzt bearbeitet am 19/08/2016

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