Ernesto Neto interpretiert den Ornellaia 2014 "L’Essenza"

Das 2009 aus der Taufe gehobene Projekt Vendemmia d'Artista (Künstlerlese) beauftragt für jeden Ornellaia-Jahrgang einen renommierten zeitgenössischen Künstler damit, dessen einzigartigen Charakter zu interpretieren.

In diesem Jahr hatte Ornellaia den brasilianischen Künstler Ernesto Neto gebeten, die Etiketten für den Ornellaia-Jahrgang 2014 "L’Essenza” zu gestalten (http://www.ornellaia.com/it/vendemmia-d-artista).

Bei der Benefizauktion von Sotheby's im New Yorker Guggenheim-Museum wurden neun einmalige Lose mit Sonderflaschen der diesjährigen Vendemmia d'Artista aufgerufen. Der Gesamterlös geht ausnahmslos an die Eventlocation.

Mit den bisherigen Editionen hat das Projekt mehr als 1 Mio. Euro eingenommen, die ebenfalls vollständig an Stiftungen und Museen zur Förderung der Kunst jedweder Richtung gespendet wurden: vom Museo Poldi Pezzoli in Mailand über die Neue Nationalgalerie in Berlin, das Whitney Museum in NY, das Royal Opera House in London, die H2 Foundation in Hong Kong und Shanghai, bis zur Kunstgalerie AGO in Toronto, der Fondation Beyeler in Basel und dem Hammer Museum in LA.

Der Künstler ummantelte eine nummerierte Serie großformatiger Ornellaia-Flaschen und erklärte seine gestalterische Interpretation des Jahrgangs mit seiner aktuellen künstlerischen Auseinandersetzung: die Erkundung des Schamanismus als Wissenschaft, die Naturphänomene und das indigene Kunsthandwerk. 2014 erforschte Neto zusammen mit Mitgliedern des Stammes der Huni Kuin den künstlerischen Aspekt von Ritualen und schamanischen Traditionen. Das spirituelle Leben des Stammes, ihr Wunsch nach Einklang mit der Natur sowie ihr überliefertes Wissen um die Energien des Planeten hinterlassen in Netos Werk ein neues Verständnis für die Kraft der Natur und die dahinterliegenden Dynamiken. Seine aktuellen Arbeiten sind inspiriert von den Traditionen und Riten der Schamanen, sie erzählen von Transformation und zeigen vielfach die gesellschaftliche und ökologische Verbundenheit auf.

Axel Heinz, Direktor und Weinmacher von Ornellaia beschreibt den Charakter der Lese 2014 als "Die Essenz” - "Wenn man vor einem schwierigen Jahrgang steht und versuchen möchte, einen großen Wein zu schaffen, geht es einzig und allein darum, die Essenz hervorzuholen. Der Jahrgang 2014 war eine angenehme, unerwartete Überraschung: trotz der heftigen Regenfälle und niedrigen Temperaturen während der Reifephase war das Klima in den Monaten September und Oktober ideal, um die Trauben spät ausreifen zu lassen und ihnen somit ein Maximum an Lebhaftigkeit und Frische zu verleihen. Folglich entschied man sich für eine äußerst sorgfältige, akkurate Lese, bei der nur die ganz gesunden und voll ausgereiften Beeren gepflückt wurden. Was an diesem Jahrgang besonders überrascht, ist die sehr hohe Tanninqualität am Gaumen: seidig, raffiniert, ohne Kanten.

Foto: Ornellaia

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Zuletzt bearbeitet am 30/04/2017

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