Prince de Galles Paris: Stéphanie le Quellec zaubert in La Scène

Auch in Paris gehörten die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu den sogenannten wilden. Erst im ausklingenden Jahrzehnt, unmittelbar vor den Wirren der Rezession, gab es einen Wunsch, die Harmnoe in der Stadt wiederzuentdecken und die oft wechselnden, schwindeleregenden Parties suchten nach neuen institutionellen Rahmen, um sich auch für die Zukunft fortschreiben zu können.

Der Art Deco trieb erste Blüten und die Künste im Rahmen einer aufkeimenden Moderne erreichten neue Ufer, die ihnen Weltgeltung für die Ewigkeit verschaffen sollten. Eine neue Ästhetik schuf sich ihren Weg und der Wert der Freiheit, auch in den Künsten, wurde höher geschätzt denn je. Es war der fruchtbare Boden, auf dem sich Autoritäten wie Coco Chanel, Pablo Picasso, Gertrude Stein, Scott Fitzgerald, Serge Diaghilev oder Ernest Hemigway in der Stadt der Liebe und des Lichts verdient gemacht haben.

Churchill und die Dietrich als Gast

Auf dem Höhepunkt dieser Entwicklung entschied sich der Geschäftsmann André Millon, das Prince de Galles in Auftrag zu geben. In Anlehnung an den Stil der grossen Art Deco Ausstellung 1925 war die Marschrichtung skizziert. Drei Jahre später war es dann soweit und der modernste Palast an der Seine öffnete seine Pforten.

Sir Winston Churchill, Laurel und Hardy, Lily Pons oder Marlene Dietrich wählten hier ihr Domicil. Die deutsche Schauspielerin musste gar das Hotel 1939 aprupt verlassen und sämtliche privaten Gegenstände zurücklassen. Bis in die jünsgte Zeit wählen vor allem Künstler das vor der Starwood Luxury Collection geleitete Haus, um sich vor der Öffentlichkeit  diskret zurückzuziehen.

Mit der umfassenden, unter Leitung von Pierre Yves Rochon verantworteten Renovierung, bietet das  rundum erneuerte Prince des Galles seit knapp zwei Jahren seine Dienste wieder dem Publikum an. In Anlehnung an das historische Art Deco Erbe fühlt sich der Gast unmittelbar an die glorreiche Historie des Hauses erinnert. Von besonderem Reiz sind die Suiten des Hauses, alle Zimmer und Suiten sind mit Replikaten der Künstlerin Lolita Lempicka ausgestattet.

Im Prince de Galles Paris: stilvolle Rückzugsmöglichkeiten.
Im Prince de Galles Paris: stilvolle Rückzugsmöglichkeiten.

 

La Scène mit einem Michelin Stern

Mit der Übernahme des neuen Restraurants La Scène durch die erst 33-jährige Stépahnie Le Quellec (zuvor Four Seasons George V und Four Seasons Terre Blanche) herrschst ein frischer Wind im "Goldenen Dreieck" der Stadt zwischen den Champs-Elysée, der Avenue Montaigne und der Avenue George V. Das ganz in weiss gehaltene Restaurant (1 Michelin Stern) setzt einen hervorragenden Kontrapunkt zur gemütlichen Bar gleich neben an und dem offenen Innenhof, dessen Originalmosaike aus dem Jahr 1928 noch sämtlich erhalten sind und der als Extension des Barbereichs fungiert.

Die offene Küche und die minimierte Farbgebung im Restaurant schaffen Vertrauen und lenken die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche. "I want to demystify luxury gastronomy, make it friendly, welcoming and less intimidating, without extracting any of the magic, charme or elegance" so le Quellec, die auch Mutter zweier Kinder ist. Und genau hier positioniert sich das La Scène angenehm mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis an der Seite der etablierten Spitzengastronomie in Paris.

www.princedegallesparis.com

Fotos: Starwood

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Zuletzt bearbeitet am 19/08/2016

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