Wenn einem so viel Gutes widerfährt...

... das ist schon einen... Reserva del Mamut wert. So, oder so ähnlich, dürfte es klingen, wenn man die Abwandlung alter Werbemuster in die Neuzeit vollzieht. Verdammt lang her...

Einst, die bundesrepublikanischen 1980er Jahre waren geprägt von in die Luft fliegenden HB-Männchen und Asbach Uralt Werbung, hatte die Iberische Halbinsel durchaus, heute nachvollziehbar, Interessantes "geplant". "Nein", geplant sei es dann eben doch nicht gewesen. "Wer hätte das schon ahnen können", erzählte Matias Llobet, Master Destiller des spanischen Unternehmens Torres der illustren Schar Interessierter in Hamburgs Fontenay jüngst. Am 4. November 1985 zog es Llobet in die Reihen des Unternehmens, just in dem Jahr, als eben der heutige Reserva del Mamut seine Geburtsstunde erlebte. Hätte er gewusst, dass sich der durch seine Nüstern ziehende Duft, der sich final 2018 zu einem Spitzenprodukt geformt hat und sich dem alkoholischen Globalismus nunmehr anfügt – er hätte den Moment sicher noch intensiver erlebt als er ohnehin schon in seinen Erinnerungen existiert.

Vorhang auf

Zur Enthüllung des Reserva del Mamut, der in einer Glasvitrine hinter einem dunklen Tuch das Tageslicht erwartete, reichte der Master Destiller ein Gläschen des Brandys, nicht ohne Stolz in der Brust zu erwähnen, dass es von eben diesem Tropfen lediglich 999 Flaschen gibt. 999 Flaschen, die von ihm eigens handsigniert wurden. Diese Strapazen des Signierens dürften mit der "Mamut"-Tour durch diverse Metropolen und der Vorstellung des Brandys nicht vergleichbar, aber durchaus ein Fingerzeig dafür sein, dass es hier um ein Produkt geht, dass seinesgleichen suchen dürfte.

42 Volumenprozent offeriert dieser mehr als interessante Brandy, goldbraun mit leichten Noten der Schärfe und als samtig-weicher Gaumenschmeichler kommt er daher. Und so ungewöhnlich dieses Produkt ist, so ungewöhnlich ist auch die Herkunft des Spirits Global Directors, der ebenfalls zur Präsentation in Hamburgs Luxushotel erschien. Denn Michael La Terrière ist, entgegen seines Namens, nicht Spanier, sondern Schotte. Geboren in der Nähe von Edinburgh, zog es La Terrière in den Nord-Osten Spaniens um die Produkte von Torres weltweit zu promoten. "33 Jahre nach der Fassabfüllung, in der 5. Generation und nach wie vor familiengeführt, können wir von Torres hier nun diesen außergewöhnlichen Brandy präsentieren", so der Spirits Global Director. "Ein Produkt, dass aus lediglich drei Fässern entspringt, sich auszeichnet durch eine intensive Farbe und die enorme Fruchtigkeit", so La Terrière.

Flüssiges und gedrucktes Gold

Der Reserva del Mamut ist schon allein von der optischen Präsenz kein Allerweltsgeist. Obschon die Flasche – betrachtet man die gläsernen Meisterwerke aus dem Cognac – eher verhalten klassisch daherkommt, ist die Wertigkeit dennoch mehr als sichtbar. Sie ist aus Kristallglas geformt, das Frontetikett wurde verziert mit 22 Karat Gold. "Tiefgolden, so würde ich die Farbe beschreiben", attestiert auch Llobet die Optik des Brandys. Und so golden das Gesamtprodukt erscheint, so golden ist auch der Preis. Für stolze 1.400 Euro kann eine Flache des Reserva del Mamut erworben werden. Ein angenehmes – aber kostspieliges Unterfangen.

Foto: Michael Schabacker

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Zuletzt bearbeitet am 13/07/2018

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