Le Meurice Paris – Zu Gast bei der Marquise de Pompadour

Das Le Meurice an der Rue de Rivoli und direkt gegenüber den Tuillerien gelegen, kann gleich mit einer ganzen Reihe von neuen Entwicklungen punkten. Das Niveau von Suiten, Restaurants und Spa stehen mit an der Spitze der Seine Metropole.

Eines ist unbestritten: In der Luxushotellerie heißt das Motto Evolution, weniger Revolution. Jede Änderung oder Erneuerung bestehender Konzepte oder Artefakte bedarf der sorgfältigen Prüfung, inwieweit neue Zielgruppen angesprochen und gewonnen werden können, ohne aber die etablierten Stammgäste zu verärgern oder zu verlieren.

Keine Zukunft ohne Herkunft nannte es der deutsche Philosoph Odo Marquard und bezog sich damit auf die Entwicklung der Zukunft aus der Vergangenheit heraus. Seit dem das Le Meurice im Jahr 1835 erstmals seine Pforten öffnete, war es stets das Hotel der Kunst und Künstler der Metropole. Die Nähe zur Kunst und die Finesse eines französischen Lebensstils machen im Grunde die DNA dieses offiziell als Palast der ersten Stunde geadelten Hotels der Dorchester Collection aus. Bis heute steht Salvador Dali als der unsichtbare Schutzpatron des Hauses für die solitäre Stellung des Meurice. Der spanische Maler wohnte sechs Wochen pro Jahr in den großen Suiten des ersten Stockes mit der schönsten aller Pariser Aussichten direkt auf die Tuillerien.

Da liegt es auf der Hand, dass bereits vor Jahren Philippe Starck gebeten wurde, im surrealistischen Stil von Dali die öffentlichen Räume des Erdgeschosses zu gestalten. Das Bistrorestaurant Le Dali wurde erst vor wenigen Wochen erfolgreich einem Facelift unterzogen, ebenso wie das "restaurant gastronomique" von Alain Ducasse. Beide gehören zu den attraktivsten Pariser Restaurantalternativen und ergänzen sich in ihrer Positionierung perfekt.

Ein Besuch der Sterne Küche muss meist lange im Voraus geplant und reserviert werden, doch dazu sind heut zu Tage die meisten Restaurantbesuche viel zu spontan. Daher wurde durch das Dali-Restaurant keine hausinterne Konkurrenz, sondern eine sinnvolle Ergänzung zum etablierten Konzept aufgebaut, die bereits seit der Minute ihrer Eröffnung vom lokalen Pariser Publikum geliebt wird. Ab diesem Sommer fokussiert die Küche des "Dali" im Besonderen auf mediterrane Noten. Neu zudem ist der Sunday Brunch, der sonntags von 12.30 bis 14 Uhr in beiden Restaurants angeboten wird.

Das Le Dali Restaurant.
Das Le Dali Restaurant.

 

Ebenfalls seit einigen Jahren arbeitet das Haus an der umfassenden und kontinuierlichen Renovierung aller Zimmer und Suiten. Charles Jouffre wurde gebeten, den Zimmern eine wärmere Atmosphäre zu geben. Der Renovierungsprozess ist nun abgeschlossen und gipfelt in der Ausstattung der großen Suiten im ersten Stock des Meurice; hier, wo auch Dali regelmäßig gewohnt hat. Die Böden aller Zimmer sind mit Parkett ausgelegt, die verarbeiteten Stoffe in rot, grün und grau Tönen gehören sicher mit zum Edelsten, was Paris an Suiten im Fünf-Sterne Segment zu bieten hat. Eine Investition, die sich lohnt und Bestand haben wird.

Neue Suite Pompadour fertiggestellt

Aber auch in den übrigen Etagen des Meurice ist die Renovierung ausgesprochen glücklich von statten gegangen. Abgesehen davon, dass jede Etage einem bestimmten Farbton vorbehalten ist, so dass der Gast auch eine Wahl hat, fällt vor allem ins Gewicht, dass die neuen Möbel wie Sofas oder Sessel zeitgemäßer erscheinen als das alte Mobiliar. Da schon die Raumstruktur aus dem frühen 19. Jahrhundert stammt, wirken die neuen Möbel leichter, als wenn auch hier der Schwerpunkt ausschließlich in der Vergangenheit gelegt würde.

Ein besonderes Kleinod ist die jüngst eröffnete Suite Pompadour. Die Ateliers von Charles Jouffre haben in Anlehnung an die große Visionärin, Liebende und Kunstpatronin des 18. Jahrhunderts eine drei Zimmer Suite geschaffen, die atemberaubend schön gelungen ist. Das Dekor ist zwar in den Träumen des 18. Jahrhunderts verhaftet, doch leichte Anlehnungen im Mobiliar an eine mehr zeitgemäße Interpretation greifen bewusst die visionären Gedanken der Marquise de Pompadour auf. Klassizismus und Moderne reichen sich brüderlich die Hand.

Suite Pompadour.
Suite Pompadour.

 

Neu ist zudem, dass das Meurice die Produktion von Bettwäsche und Badezimmerausstattung dem französischen Nobellabel Garnier Thiebaut anvertraut hat und nun zu den feinsten Alternativen aller Pariser Palasthotels überhaupt gehört.

Valmont Spa erfolgreich erweitert

Ein weiteres Schmuckstück in der Entwicklungsarbeit mit dem Innenarchitekten Charles Jouffre ist der neue Spa Valmont. Schon seit einigen Jahren konzentriert sich das Meurice auf die Schweizer Nobelmarke, neu sind allerdings die Einrichtung und eine Boutique mit direkten Zugang in der Rue de Castiglione.

Es hat sich viel getan in den letzten Jahren im Le Meurice. Bis heute zählt das Haus zu den großen Service- und Qualitätsankern der Luxushotellerie in Paris und weltweit. Was wir wohl von den anstehenden kommenden Jahren erwarten dürfen? Sicher ist eines: wir bleiben gespannt.

Weitere Informationen unter: https://www.dorchestercollection.com/en/paris/le-meurice/

 

Impressionen:

 

Lage Le Meurice:

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Fotos: Dorchester Collection, Niall Clutton, Francis Amiand, Pierre Monetta, Guillaume de Laubier

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Zuletzt bearbeitet am 15/09/2017

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