Europas größte Hotelsuite

Die größte Hotelsuite Europas ist für viele Reisende zugleich auch eine der schönsten. Das Principe di Savoia in Mailand bietet mit der Presidential Suite auf 500 Quadratmetern Fläche italienische Finesse und einen Luxus, der nicht nur gekrönte Häupter ansprechen soll.

Seit seiner Eröffnung im April 1927, war das Principe bis heute immer für eine Überraschung gut. Seinerzeit weit nördlich von all jenem gelegen, was die Milanesen als den Nabel der Welt ansahen (alles im Herzen der Stadt gelegene zwischen der Piazza del Duomo und der Piazza della Scala), übersah so mancher die geniale Lage des neuen Hotels. Von der ersten Stunde an fokussierte das noble Haus den (inter-) nationalen Business-Reisenden ebenso wie den Touristen aus den benachbarten Ländern Europas; und diese pflegten nun einmal mit der Bahn anzureisen.

Die Stazione Centrale ist fußläufig zu erreichen und einen strategisch günstigeren, zumal auf einer kleinen Anhöhe umgeben von Bäumen und großzügigen Gartenanlagen gelegenen Ort, hätte man sich für ein Luxushotel mit heute 401 Zimmern und Suiten kaum denken können. Die Scala, vielleicht die größte Attraktion der Stadt, ist mit dem Wagen in zehn Minuten zu erreichen und Arturo Toscanini stand noch zur Eröffnungszeit am Pult des sagenhaften Operntempels (bis zum Jahr 1928).

Größter Pluspunkt aber war und ist die Nähe zum Industriegelände der Stadt. Heute verfügt Mailand über weltweit die zweitgrößten Messeflächen. Nur Hannover ist als Messestandort noch bedeutender. Ein Blick auf die ersten Werbeanzeigen lässt bis in unsere Tage erkennen, wohin der Hase laufen sollte: Obwohl der Name des Architekten, Cesare Tenca, erwähnt wurde, stand eine Auflistung aller Zimmerpreise im Mittelpunkt ohne zu vergessen, dass "Direktwahltelefone in jedem Raum" zur Grundausstattung gehörten. So konnten Geschäftsanrufe in jedes Zimmer geführt werden, seinerzeit ein willkommenes Novum für die Stadt.

Seit der ersten Stunde war das Principe ein Erfolg, der sich schnell bis zu gekrönten (und ungekrönten) Häuptern herumsprach. Da die Scala leicht erreichbar war, wurde das Haus zudem zunehmend von Künstlern empfohlen und die Kundschaft diversifizierte sich. Italiens berühmtester Literat der Zeit, Gabriele d’Annunzio, hat das Principe schnell in sein Herz geschlossen, andere Künstler und Intellektuelle folgten. Die High Society wusste um eine neue Adresse: der Herzog von Windsor und Erich Maria Remarque, Charlie Chaplin und Josephine Baker, Evita Peron und Maria Callas, Aga Khan und Aristoteles Onassis wurden rasch Stammgäste. Elizabeth Taylor, Rudolf Nurejev und der Fürst von Monaco ließen sich ebenfalls nicht zweimal bitten, um ihr neues Mailänder Domizil zu finden.

Mailands erste Adresse: das Principe di Sovoia.
Mailands erste Adresse: das Principe di Sovoia.

 

Neues Acanto Restaurant unter Allessandro Buffolino

Seit dem Jahr 2003 gehört das Haus zur Dorchester Collection und wurde konsequent modernisiert. Heute ist die Ausstattung der Zimmer und Suiten sicher die hochwertigste aller Mailänder Hotels. Für alle jene, die französische Kristalllüster, Porzellan und Silberbesteck aus Limoges, Murano Glas Vasen in allen Räumen und selbst neben dem Bad inklusive Jacuzzi auch einen türkischen Haman auf einer Gesamtfläche von 500 Quadratmetern Fläche nebst Dachterrasse mit 360 Grad Blick über die Metropole schätzen, könnte die mehr als großzügige Presidential Suite interessant sein. Aber auch die kleinere Royal Suite (120 Quadratmeter), die Imperial Suites oder Ambassador Suites haben ihren Reiz für all jene, die ein klassisches Design (Mobiliar) mit zeitgemäßem Touch (Bilder, Kunstwerke, Accessoires) präferieren. Die historische Anlage des Principe ermöglicht vor allem aber weiträumige Bäder in allen Zimmern in einer Größe, wie sie für zeitgenössische Bauten unvorstellbar sind.

Seit letztem Jahr verantwortet Alessandro Buffolino die Küche des hauseigenen „Acanto“ Restaurants. Er begann seine Karriere in Rom und führte sie erfolgreich in Frankreich bei Pierre Orsi und Michel Guerard im „Eugenie Les Bains“ (3 Michelin Sterne seit 1977) fort. Im Fokus seiner Küche stehen explizit lombardische Gerichte der Region, ergänzt durch süditalienische Noten des mediterranen Raums. Das Restaurant wurde durch den Designer Paul Valet, der viel für die Küchen bzw. Restaurants von Alain Ducasse gearbeitet hat, bewusst offen gestaltet, um die Arbeit der Chefs vom Tisch aus visuell mit begleiten zu können. Die neue Principe Bar, in deren Mitte ein Konzertflügel thront, hat in ihrem Design Thierry Despont verantwortet.

Bis heute ist das Principe di Savoia in der Messe-, Musik- und Kunstmetropole aber Magnet auch für das MICE Segment geblieben. Tagungs- und Konferenzräume atmen ein hochelegantes und historisches Flair, ohne auf eine zeitgemäße technische Ausstattung verzichten zu müssen. Auch Hochzeitspaare werden hier oft gesehen und selbst Trauungen können im Hotel organisiert werden. Für die Freunde eines historischen Grand- und Palasthotels ist das Principe di Savoia, dessen Name direkt auf das italienische Königshaus zurückgeht, bis heute die erste Wahl vor Ort.

 

Lage des Hotels:

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Impressionen:

 

Fotos: Dorchester Collection

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Zuletzt bearbeitet am 26/04/2017

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