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Luxus und Nachhaltigkeit an der Limonen-Riviera

"Einen Ort erschaffen, von dem wir träumen" diese Vision hatten Alcide und Liliana Leali, als sie beschlossen, noch einmal etwas ganz Neues zu wagen.

Die Konzeptionierung eines Luxus-Spa-Hotels, wie es dies bis dato noch nicht gab: mit ausgeklügeltem Nachhaltigkeits-Konzept, tiefgreifendem Wellnessprogramm, bester Küche und feinem Weinkeller. Dies inmitten eines Nationalparks, hoch auf den Hügeln von Gargnano, einem hübschen Ort an der Westküste des Gardasees, der Riviera dei Limoni (Küste der Limonen).

Anspruch und Wohlgefühl in Symbiose mit ökologischem Bewusstsein

Das italienische Unternehmer-Ehepaar verkaufte daraufhin seine Fluglinie Dolomiti-Air und beschloss genau das Gegenteil von dem zu berücksichtigen, was eine Flieger-Flotte mit sich bringt – statt Schadstoff-Ausstoß hieß ab sofort: der Natur mit zukünftigem Handeln so gut es irgend geht entgegen kommen. Eine Wohlfühl-Oase schaffen, bei der sich der Anspruch an Luxus und ökologischem Bewusstsein nicht in die Quere kommen, sondern bestens ergänzen.

Nach intensivem Austausch mit spezialisierten Architekten und Planern begann der Bau ihres Eco-Resorts. Das elf Hektar große Grundstück, welches sie dafür erwarben, konnte kaum perfekter sein: Der Regionalpark Alto Garda ist praktisch unbelastet von unmittelbaren zivilisatorischen Einflüssen. Auf 580 Metern Höhe inmitten der Natur ist halt wenig los, die Luft ist klar, kein Motorengeräusch stört die wunderbare Ruhe.

Eingepasst ins Grün der Umgebung

2008 wurde das Lefay Resort & Spa fertiggestellt. Statt eines einzelnen Gebäudekomplexes entstanden verschiedene Einheiten, die in den Hang des Hügels eingepasst wurden. Die Dächer sind allesamt bepflanzt  – würde man über die Gebäude fliegen, fielen sie kaum auf, da sie sich in das Grün der Umgebung integrieren.

Sämtliche Zimmer sind in Richtung des Sees ausgerichtet und verfügen über Balkone oder Terrassen. Tritt man auf selbige, überwältigt der atemberaubende Panoramablick über Hügel mit Olivenbäumen, Zitronenhainen bis weit nach unten auf den Gardasee. Ist es diesig, hat man fast das Gefühl auf Augenhöhe mit den zarten Wolken zu sein, die sich zwischen die Lücken der Berge schieben.

Ausblick vom Infinity Pool auf den See.
Ausblick vom Infinity Pool auf den See.

 

Wir haben uns mit Alcide Leali jr., dem Juniorchef des Hauses, verabredet. Bei einem wunderbaren Glas Franciacorta von Barone Pizzini haben wir die Gelegenheit uns auszutauschen. "Wir nehmen unsere Verantwortung für die Gesellschaft und die Umwelt sehr ernst", erklärt Leali. "Dies zieht sich wie ein roter Faden durch unser Konzept. Bis hin zur Wahl der natürlichen Materialien für die Zimmer", so Leali weiter. Sogar sämtliche Stoffe inklusive Bettlaken sind ohne chemische Behandlung hergestellt worden. Ebenso sind die verwendeten Farben frei von bedenklicher Chemie.

Moderne Technologien und preisgekröntes Konzept

Aber keine Panik – wer jetzt befürchtet, er könne in einer Art Töpferkurs-Ambiente landen, kann sich entspannen: hier ist alles nach italienischem, modernen Stil eingerichtet. Manchem könnte es vielleicht schon fast zu modern sein. Spätestens dann, wenn er probiert, mit der Hightech-Bedienanlage für Licht, Fernseher und Vorhänge zurecht zu kommen. Es kann schon etwas dauern, bis man das System durchschaut.

"Ebenso verfügen wir über neuste Technologien, um uns weitgehend selbst zu versorgen", führt Leali fort. "Neben Solarzellen, Niedertemperaturregelung, Wärmeisolierung, Regen- sowie Poolwasser-Aufbereitung setzen wir auf eine eigene Biomasse-Anlage". In dieser werden Garten- und Holzabfälle verwertet sowie Holz aus den Wäldern der Umgebung eingesetzt, woraus dann Wärmenergie geschaffen wird. Ob die bei der Holzverbrennung entstehende Emission letztendlich auch genügend eingedämmt wird – durch entsprechende Filter und Neupflanzungen von Bäumen – kann man uns allerdings nicht sagen. Ist ja nicht so, dass Holzverbrennen nur gut für die Umwelt ist, auch dabei setzen sich Schadstoffe frei…

Aber wie dem auch sei, das Gesamtkonzept ist höchst erfreulich und zwischenzeitlich mit diversen Preisen und Zertifizierungen dekoriert.

Der Gast wird einbezogen

Außerdem wurde eigens das Projekt "Lefay Total Green" ins Leben gerufen: mit dem Kauf von sogenannten CER-Krediten in Einhaltung der Bestimmungen des Kyoto-Protokolls sollen CO2 -Emissionen ausgeglichen werden. Auch die Gäste selbst tragen ihren Anteil am CO2-Ausgleich: denn das Lefay verwendet einen Teil seiner Einnahmen für den Kauf der Carbon-Kredite. Diese Einbeziehung des Gastes gehört zu der neuen Urlaubsphilosophie des Lefay: maximaler Luxus, Wohlbefinden, Natur und Umweltbewusstsein an einem Ort.

Der Lefay Zen Garden.
Der Lefay Zen Garden.

 

Mit diesem Konzept nimmt das Lefay eine Vorreiter-Rolle ein und man wünscht sich eine Weiterentwicklung derartiger Denkweisen bei zukünftigen Hotelkonzepten. Familie Leali selbst hat jedenfalls schon mal eine Fortführung ihrer Ideen im Visier und plant ein weiteres Hotel dieser Art.

Genuss bei traumhaftem Blick

Zum Ausklang des Tages begeben wir uns in das Restaurant des Hauses. Bei überwältigendem Blick auf die in Abendnebel gehüllten Berge und den See lässt sich das Menü aus der Vital-Küche von Chef-Koch Matteo Maenza umso mehr genießen. Dazu bestellen wir eine Flasche 2007er Quintarelli, ein wunderbar stimmiger und charaktervoller Wein aus der nahe gelegenen Valpolicella. Der Chef-Sommelier des Hauses war so freundlich, uns mit in seinen Keller zu nehmen und gemeinsam ein bisschen zu stöbern. Das hat natürlich bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen – weiß man doch solch freundlichen und persönlichen Austausch mit dem Gast wirklich zu schätzen!

Weiter Informationen unter: http://www.lefayresorts.com/deu/resort-spa-gardasee/

Fotos: Lefay Resort & Spa

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