Phuket: Chili und Chillout

"Zu viel Fischsoße, zu wenig Kokosnussmilch" kommentiert knapp Küchenchefin Groyjai Borbthang, die sich auch im deutschen Schloss Elmau als Gastköchin präsentierte, und nickt ansonsten anerkennend.

Auf Phuket angekommen, im spektakulär auf einem Hügel vom türkisblauen Meer umgebenen 60-Villen-Resort "Sri Panwa", versuche ich mich an den ersten Schritten des Pfannen-Einmaleins der Thaiküche. Es scheint, als habe ich ansonsten gut gewürzt und den Schärfenerv unserer Kochlehrerin getroffen.

Mir treibt die eben selbst gebraute Tinktur allerdings die Tränen in die Augen. Die Schärfescala reicht von normal, pikant, sehr pikant bis superscharf. Letzteres kann sich dann, je nach Eigenempfinden, im Gaumen wie kurz vor dem Höllenbrand anfühlen. Auch die Schärfe will, wie alles in der thailändischen Küche, liebevoll und verträglich abgestimmt und ausgewogen sein auf die Charakteristika des jeweiligen Gerichts.

Das seelische, körperliche und geistige Gleichgewicht zieht sich in Thailand wie ein unsichtbarer Faden durch jedweden Bereich des Lebens. Auf ganz andere Weise wird Geist und Seele eines jeden Gastes in Sri Panwas' zauberhaft mystisch anmutenden "CoolSpa"- Oase, eingebettet in ein betörendes Aroma aus Zitronengras, Minze und Jasmin, ins Gleichgewicht gebracht.

Wasserfall direkt vor der Tür

Ein nachmittägliches goldenes Sonnenlicht bricht sich diffus zwischen den gebeizten hölzernen Fensterläden und tiefblauen Mauern des im Halbdunkel liegenden mit Blüten und typisch thailändischen Stoffen ausgestatteten Raumes. Aus dem dezent neben edlen, hauseigen gemischten Cremes und Ölen platzierten Ipod rieselt entspannende Musik, deren Klang sich mit dem des Wasserfalls vor der Tür vermischt. Es scheint als ob die sanfte aber dezidierte SPA-Chefin Nitchotipha nicht nur den Körper sondern eben auch das mentale und emotionale Zentrum eines jeden mit einer fast meditativen zutiefst entspannenden Massage beschenkt. Man darf sein, man ist. Und das fühlt sich plötzlich wie im Nirwana-Land an. Die Seele baumelt halb schwebend vom sanft nach Blüten duftenden angenehm mit weißen Tüchern gepolsterten Massagetisch. Ob Massage, Thalasso, Aromatherapie oder auf einem "Floating-Deck" über dem Wasser die Yoga-Session kurz nach Sonnenaufgang.

Der deutsche Direktor und Geschäftsführer des Sri Panwa, Oliver Schnatz, managt dieses Traum-Villen-Resort zwischen wilder tropischer Vegetation und atemberaubenden Blicken über die südöstliche Spitze des Archipels, in dem er täglich unzählige Male mit einer knallorangen Vespa, die schmalen resorteigenen Serpentinen-Straßen hoch- und runter düst. Wer mag, düst mit und zwar in den unzähligen Tuktuks, die auf Abruf innerhalb von Sekunden vor dem eigenen Villentor stehen, um einen zum Beispiel für den Sundowner hoch zum Pool-Plateau "BabaNest" zu bringen.

Zur Seite stehen Schnatz ein besonders junges, aufgewecktes, vielsprachiges Team von rund 280 Mitarbeitern aus aller Welt. Trotz derart vieler Gesichter: Man kennt sich untereinander, der Umgang mit dem Gast ist persönlich, herzlich, manchmal geradezu familiär. Nicht nur der thailändischen Königsfamilie, die bereits oft im Sri Panwa weilte, sondern allen Bewohnern der spektakulären privaten Pool-Villen stehen "personal assistants" für jedwedes noch so kleine Problem oder naive "Anna-und-der-König"-Frage zur Verfügung.

DJ als Chef

Dann dauert es keine paar Minuten und schon steht jener mit Lösungsvorschlägen vor der massiven hölzernen Tür, die zum eigenen Villengarten führt. In meinem Fall ist dies Rujiporn, genannt "Fang", eine junge übertalentierte lachende Thailänderin, die abgesehen von diversen Studiengängen, Entschiedenheit, und Talent sogar deutsche Sprachkenntnisse anbietet. In habituellem Turnus und wie ein Angestellter mehr, hilft der Sri Panwa - Besitzer Vorasit Issara genannt "Wan".

Der junge Thailänder macht nebenbei Musik als DJ und bereist mit seinen Plattentellern unterm Arm die halbe Welt. Wenn er im eigenen Sri Panwa verweilt, passiert es nicht selten, dass er selbst in einem der Chillout-Bereiche seine Musik auflegt. Die läuft auch, wenn man mag, mit Blick über einer der schönsten Küsten der Welt in der eigenen Villa aus der potenten Stereo-Anlage, gleich selbst per Fernbedienung aus dem privaten den verglasten "Schlaf-Palast" umlaufenden Pool oder aus dem daneben positionierten Jacuzzi zu bedienen.

Bei so viel relaxter Privatsphäre und Chillout-Ambiente im Sri Panwa, zwischen unzähligen Angeboten wie Tennis, Bibliothek, Gym, SPA, Ausflügen im hoteleigenen Speedboot, Gourmet-Präsentationen in "Baba Dining Lounge", muss man sich fast aufraffen, um seinen Weg aus seiner Villa runter vom Hügel rein in das Altstadtzentrum von Phuket-Town zu finden.

Drehort von "The Beach"

Der Besuch lohnt sich allerdings auch hier allemal. Man hat die Qual der Wahl zwischen unzähligen Märkten, Kunstgalerien, Bars oder zu Restaurants gestalteten kleinen Palästen oder Townhouses. Zum Aperitif geht‘s auf den Spuren des Films "The Beach" ins Hotel "On On" wo Leonardo di Caprio und Tilda Swinton vor der Kamera standen. Im Restaurant "The Blue Elephant Governor Mansion" kann man sich auf honigfarbigem knarrendem Parkett in mit avantgardistischer Deko vermischten altehrwürdigen Salons verwöhnen lassen.

Der ehemalige Stadt-Palast des Gouverneurs bietet ausgesuchte Thai-Speisen und internationale Weine. Besitzer Kim Steppé arrangiert wenn gewünscht, für die Hochzeitsgesellschaft im weitläufigen Garten unter uraltem Baumbestand ein spektakuläres Elefanten-Polo. Im Patina-behafteten alt-berühmten und mehrfach als bestes Thai- Restaurant auf Phuket ausgezeichnete "Raya" thront Chefin Kularb wie eine Königin neben der antiken Bar um den wilden Betrieb zu überwachen.

Hier dinieren die Locals ebenso wie komplette Thai Airways-Crews. Man hört, sie reservieren schon im Anflug begriffen, direkt aus dem Cockpit. Das "Raya" ist in Mehrfach-Schichten permanent ausgebucht. Wer einen Tisch ergattert, kann sich auf rustikal servierte Gerichte und turbulente echt-thailändische Atmosphäre freuen. Wer danach noch auf einen "Absacker" und Livemusik Lust hat, ist unweit in der mit Kerzenlicht schummerig ausgeleuchteten Clubbar "Sanahea" bestens aufgehoben. Hier bieten lokale Musiker eine Palette von Blues über Jazz, Funk und Soul. Die Cocktails gibt‘s hier in allen Farben - und die Mixgetränke haben es in sich.

Weitere Informationen finden Sie unter www.sri.panwaresorts.com, www.onhotels.com und www.blueelephant.com

Foto: Anya Bartels-Suermondt

Submit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn
Zuletzt bearbeitet am 20/08/2016

Artikel weiterempfehlen und/oder drucken (auch PDF):

Letzte News

Letzte Artikel

Genuss-Newsletter abonnieren?

Mit der Anmeldung zu unserem Newsletter erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen (s.l.) einverstanden. Eine Bestätigungsmail mit einem Aktivierungslink wird nach der Anmeldung an die angegebene Mailadresse versendet. __________________________
KULINARIKER - Das Magazin für mehr Genuss.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.