DER KULINARIKER und Partner brauchen für einzelne Datennutzungen Deine Einwilligung, um Dir unter anderem Informationen zu Deinen Interessen anzuzeigen. Mit Klick auf "OK" gibst Du diese Einwilligung.

OK


Unprätentiös luxuriös

Getreu dem Motto: Jeder fängt mal klein an, kann wohl auch – oder gerade – die Unternehmensgeschichte von Accor S.A. beschrieben werden. Vom ersten Novotel in Lille bis zur Notierung im französischen Aktienindex CAC40: die internationale Hotelgruppe hat es mehr als geschafft.

Geschafft nämlich, aus den ersten Stehversuchen im Jahr 1967 ein Unternehmen aufzubauen (damals noch: SIEH), das jährlich Milliardenumsätze verzeichnet und 2014 etwa 180.000 Mitarbeiter in fast 100 Ländern beschäftigte.

Viele Hotelmarken tummeln sich mittlerweile unter dem Dach Accors. Von den einfachen Hotels wie Hotel F1, Ibis budget bis hin zu den Premiummarken Grand Mercure oder Pullman. Und natürlich der Marke Sofitel, die 1980 von SIEH erworben wurde. 43 Hotels der Premiumklasse kamen so auf einen Schlag ins Unternehmen. Ein kleiner Paukenschlag im Orchester der Hotellerie.

Doch jenseits der Premiumklasse, Low-Budget-Hotels und Business-Häuser, investiert Accor auch in das MGallery-Konzept. Eine Vielzahl von Designhotels ist bereits in diesen Unternehmensbereich aufgenommen worden. Dazu zählen Hotels in Asien, in der Karibik, Afrika und im Mittleren Osten. Und natürlich auch in Europa. In Deutschland sind das Kölner Mondial und das Frankfurter Hotel Savigny Teil der MGallery. Auch in den Niederladen, in Amsterdam, hat die Accor Gruppe – neben dem Sofitel Legend The Grand und Mercure beziehungsweise Novotel Hotels – in ein MGallery-Haus investiert.

INK – im Zeichen der Zeitung

Das INK Hotel im Zentrum der Metropole ist zunächst mehr als unscheinbar. Von außen ist kaum zu erahnen, was sich im Innern verbirgt. 148 Zimmer verschwinden hinter der recht kleinen Fassade. Das Hotel der Vier-Sterne-Kategorie ist in vielen Bereichen etwas "anders". Der Design-Gedanke ist vorrangig, das wird schon beim Betreten der Lobby ersichtlich.

Empfangsbereich des INK Hotels in Amsterdam.
Empfangsbereich des INK Hotels in Amsterdam.

 

Nicht auf den ersten Blick zu erahnen ist es, dass der Lobbybereich dem Treiben an einem Amsterdamer Kanal nachempfunden sein soll. Diese architektonische Absicht erklärt uns zumindest der junge Direktor des Hauses, Joachim de Looij, im Gespräch. Das Architekturbüro "Concreten" aus Amsterdam hat im INK symbiotisch die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verknüpfen versucht. So zeugen riesige Lettern in der Lobby von der Historie des Hauses, bilden ein durchaus stylisches Element.
 
Dort, wo einst journalistische Federn schrieben (das Gebäude war früher Sitz der niederländischen Zeitung "De tijd"), herrscht nun Ruhe und Gelassenheit. Ein schöner Rückzugsort ist im unteren Bereich die offene Bar und – ebenfalls offen, also als eine Art Showküche konzipiert – der Restaurantbereich. Nicht groß, aber allemal ausreichend. Und wer sich in Eile befindet, kann sich auch mal ein breakfast-to-go bestellen. Ungewöhnlich, aber durchaus beliebt, wie uns Joachim de Looij versichert.

Zimmer ungewöhnlich

Wie es so mit Design- und Lifestyle-Hotels ist: man mag sie – oder auch nicht. Für das INK können beide Daumen nach oben zeigen. Das offene Konzept der Badezimmer und das auffällige Wanddesign gefallen, wirken jung und interessant. Die Innenarchitekten haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet.

Aufgemacht als schwarze Schultafel, sind in einer Art Kreidezeichnung die Straßen und Orte Amsterdams an den Wänden der Zimmer und Suiten dargestellt. Durch die Verworrenheit und die verschiedenen Beschriftungen, kann das Studium der Wand-Infos schon mal etwas Zeit in Anspruch nehmen. Ansonsten ist die Ausstattung reduziert, wirkt dabei aber stimmig und harmonisch.

KULINARIKER-Tipp:
Das INK bietet durch seine Lage zentrales Wohnen im Designhotel der Vier-Sterne-Kategorie. Nur 700 Meter sind es bis zur "Centraal station". Und schon deswegen empfiehlt es sich (in Amsterdam ein Muss), sich ein Fahrrad zu schnappen und die Gegend zu erkunden (hoteleigene Räder vorhanden). Der Airport ist etwa 15 Kilometer entfernt und durch Shuttle beziehungsweise Taxi gut und schnell zu erreichen.

Kontakt:
Nieuwezijds Voorburgwal 67
1012 RE Amsterdam
The Netherlands
T. +31 20 721 9178
Website: www.mgallery.com

Fotos: Abaca Corporate/Barbara Zonzin, Concrete Design, Frans van Moort, Ewout Huibers

Submit to FacebookSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn
Zuletzt bearbeitet am 20/08/2016

Artikel weiterempfehlen und/oder drucken (auch PDF):

Letzte News

Letzte Artikel