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Magische Orte: The Secret Garden, Schottland

Im weltbekannten Gleneagles Hotel in Schottland wirkt und lebt Andrew Fairlie, der einzige Zwei-Sterne-Koch des Landes.

Herausragende Produkte und Detailverliebtheit sind sein Markenzeichen. Weit über die Grenzen Schottlands hinaus hat er sich einen Ruf erarbeitet, der internationale Gäste an die Tische seines Restaurants in den Highlands zieht.

Doch wodurch begründet sich sein guter Ruf? Was ist ausschlaggebend für die Genussmomente der ganz besonderen Art in seinem Restaurant? Neben den herausragenden regionalen Produkten im Fleisch- und Fischbereich, sind die verwendeten Kräuter und Gewürze sein Geheimnis. Und eben an diesem Punkt kommt der "Magische Ort" ins Spiel. Andrew Fairlie hat gerade mal zehn Minuten vom Hotel entfernt einen Viktorianischen Garten gepachtet, in dem er eben diese Kräuter und Gewürze züchtet und kultiviert. Der Ort: "The Secret Garden".

Nur wenige Menschen wissen um diesen Ort, können sagen, wo er sich überhaupt befindet. Von außen nicht erkennbar, schützt eine etwa vier Meter hohe Mauer vor neugierigen Blicken. Das Areal: Etwa 10.000 Quadratmeter dürften es sein, auf denen Bäume und Grünflächen sich abwechseln mit Gewächshäusern und freien Anbauflächen. Ein paar Schafe grasen ruhig in der Mitte des Areals.

Von Anise Hyssop bis French Tarragon

Es regnet, während wir durch den Garten gehen. Natürlich, wir sind ja schließlich auch in Schottland. Die Wiesen leuchten in einem kräftigen Grün, die alten Mauern des Gartens schaffen eine Atmosphäre verwunschener Ruhe. Und eben hierher passt es auch, dass fast schon vergessene Kräuter und Gewürze für Fairlies Restaurant gezüchtet werden.

Darunter befindet sich zum Beispiel Perilla frutescens, im Volksmund auch "Wilder Sesam" genannt. Auch als Shiso bekannt, werden die Samen und auch Blätter zu Würz- und Heilzwecken genutzt. Oder auch Buckler Sorrel (Schild-Ampfer). Als Knöterichgewächs reich an Vitamin C und Calciumoxalat, wird die Pflanze für Salate und als Suppengewürz eingesetzt.

Wir gehen vorbei an French Tarragon (Estragon), Landkresse, Spinat, Limonenthymian, Scots Lovage (Schottischer Liebstöckel), Süßdolde (auch Myrrhenkerbel genannt), Anise Hyssop (Anis-Riesenysop oder Duftnessel), schwarzen Pfeffer, Mashua (Knollige Kapuzinerkresse, die Fairlie gerne mit Kartoffelspeisen einsetzt) und diversen anderen Kräutern und Gewürzen.

Champagnerflaschen als
Champagnerflaschen als "Augenschutz".

 

Eigens für die Zucht und Pflege der zum Teil sehr empfindlichen Pflanzen hat Fairlie eine Gärtnerin eingestellt, die sich um die Gewächshäuser und Anbauflächen im Außenbereich kümmert. Einige der rund 200 verschiedenen Pflanzen werden bis zu einem Meter hoch, da ist es schon mal notwendig Pflanzstöcke aus Bambus zu setzen. Aber Andrew Fairlie weiß um die "Gefahr" Pflanzstöcke bei der Ernte ins Auge zu bekommen und sich zu verletzen: Zum Schutz werden auf die Stöcke leere Krug Champagnerflaschen (0,375 Liter) gestülpt. Welch ein Luxus im "The Secret Garden", tief in den schottischen Highlands!

Foto: Michael Schabacker

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Zuletzt bearbeitet am 19/08/2016

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