Blühendes Haarlem, blühendes Aalsmeer (Teil 2)

Grüne Daumen hat auch Aalsmeer, die Nachbargemeinde von Haarlem. Das Städtchen gilt als Wiege des Blumenbaus, hält sogar die Position einer Blumenhauptstadt...

So liegt es nahe, dass dort just ein "Flower Art Museum" eröffnete – im ehemaligen Reinwasserkeller des imposanten, 90 Jahre alten Wasserturms direkt gegenüber. Aktuell widmet man sich Exponaten zur Kommunikation der Bäume untereinander, ihrer Schönheit und Magie. Ein anderes Projekt ist "Nocturnal Garden" der Videokünstlerin Elsbeth van Noppen – sie zeigt das geheime Zusammenspiel zwischen nächtlicher Flora und Fauna, Licht und Dunkelheit, erforscht die enge Beziehung zwischen Nacht, Mensch und Natur.

Wall of Flowers...
Wall of Flowers...

 

Die "Tropisme"-Projekte sind faszinierende Kunst, die mit der Wahrnehmung spielen, an Schnittstelle von Natur, Wissenschaft und Technologie. Das bahnbrechende Projekt "Photosynthese" beleuchtet Pflanzen auf eine neue Art und Weise, indem Künstler sie mit ungewöhnlichen Techniken fotografieren.

Die Pandemie-Zwangspause im Frühjahr wurde von Museumsleitung und Bürgern kreativ für die fleißige Erstellung eines Kunstwerkes genutzt. Die 64 Meter lange "Wall of Flowers" ist ein sogenanntes Fotil: ein Kunstwerk aus 4x4 cm kleinen Blumenbildern, das, aus der Entfernung betrachtet, neue Blumenmotive ergibt. Und erst, wenn man die 209 Stufen hinauf bis in die 50m hohe Spitze des "Water Toren" geschafft hat, erschließt sich die unvergleichliche Wasserkulturlandschaft "Westeinderplassen", in der man sich dort befindet.

Blumenduft steigt auf dem Gelände des historischen niederländischen Pflanzenanbaubetriebs "Tuin Huis" in die Nase – das "Grüne Herz Aalsmeers" inmitten dieser Kanäle. Man hegt und pflegt dort eine spezielle Sammlung von Pflanzen, die früher in Aalsmeer angebaut und gehandelt wurden, unter ihnen auch Exoten wie die wunderschöne, jedoch hochgiftige Engelstrompete.

Der alles überragende Wasserturm Watertoren Aalsmeer / Foto: Flick files
Der alles überragende Wasserturm Watertoren Aalsmeer / Foto: Flick files

 

Mit bewundernswerter Leidenschaft wird geackert, gesät, gepflanzt und gezupft, alte knisternde Holzöfen in den Gewächshäusern halten empfindliche Pflanzen warm. "Wenn Du eine Rose schaust, sag, ich lass sie grüßen" sagte einst Heinrich Heine. Die historischen Rosensorten duften betörend, man kommt aus dem Grüßen kaum heraus. Die Königin aller Blumen zieht mit ihrem Duft Honigbienen an, Käfer, Hummeln, auch Vögel und sogar Fledermäuse.

Jeden Sommer schippert das Tuin-Huis-Team die blühende Ernte stolz auf kleinen Booten durch die Grachten, versteigert sie auf der größten Blumenauktion der Welt, der "Royal Floral Holland" und präsentiert sie auf dem "Aalsmeer Flower Festival": Prächtigste Blumenbukette, die den großartigen niederländischen Stillleben alle Ehre machen – nicht nur zur Freude der Aalsmeerders.

Die meisten Blumenliebhaber*innen kennen das Tulpenparadies Keukenhof, doch auch "FloriWorld" mit Standort in Aalsmeer beliefert die Welt mit den prächtigsten Blüten. Das farbenfrohe Gebäude, den weiten, bunten Blumenzwiebelfeldern der Niederlande nachempfunden, birgt eine neue, blumige, interaktive Multimediashow. Sie lässt die Besucher jahreszeitenunabhängig buchstäblich in Urwaldgrün und Blütenmeeren versinken und schließlich "auftauchen" in einer simulierten, aber sehr spannenden Blumenauktion – ein rauschhaftes Erlebnis und ähnlich spannend wie ein Pferderennen.

Farbenfroher Snack...
Farbenfroher Snack...

 

Informationen:

Visit Aalsmeer, www.visitaalsmeer.nl 

Flower Art Museum Aalsmeer, www.flowerartmuseum.nl 

Wasserturm "Watertoren Aalsmeer", www.aalsmeer-watertoren.nl 

FloriWorld Aalsmeer, www.floriworld.nl 

Historische Tuin Aalsmeer www.historischetuinaalsmeer.nl/beleef/tuinhuis/ 

Visit Haarlem, www.visithaarlem.nl 

KLM Airline, www.klm.com 

Weitere Informationen: www.iamsterdam.com   

Fotos: Joyce Goverde / Flick files, Flower Art Museum, Flori World

Submit to FacebookSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn
Zuletzt bearbeitet am 09/11/2020

Artikel weiterempfehlen und/oder drucken (auch PDF):

Autor

Uta Petersen

Letzte News

Letzte Artikel

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.