Das Stubaital - Königreich der glitzernden Schneekristalle

Das Stubaital hat enorm viel zu bieten. Neben den zahlreichen beglückenden Erlebnissen in der Natur, mit besonderen zwischenmenschlichen Begegnungen oder einer Hochkultur an Köstlichkeiten lockt das Tal durch eindrucksvolle Superlative...

Auch wenn noch lange nichts zu sehen ist, hört man ihn schon von Weitem. Das gleichmäßige Tuckern des Dieselmotors einer alten Pistenraupe kündigt den Galtalm-Express an. Wirt Michael Pfurtscheller hat sich einen besonderen Transportservice für seine Gäste einfallen lassen. Die urige Alm im Skigebiet Schlick 2000 liegt nicht direkt an der Piste, sondern auf der anderen Seite des Berges. In der Wintersaison kutschiert er mehrmals täglich seine Gäste mit dem Pistengerät zur Alm. Am Starttreffpunkt angekommen, legt der Fahrer lange Seile mit kurzen Querstöcken zum Festhalten für die Skifahrer aus.

Fußgänger finden in der Ladeklappe oder im Innenraum einen Platz. Mit etwa fünf Kilometern in der Stunde werden die Abenteurer durch einige Kurven und immer leicht aufwärts auf einem Ziehweg nach oben zur Alm gezogen. Ein Riesenspaß, der in der Galtalm bei einer kulinarischen Besonderheit seine Fortsetzung findet. Michael Pfurtscheller hat die Speisekarte mit köstlichen Traditionsgerichten neben den Knödelsuppen aller Art als kleine Rafinesse mit dem Rohnen-Knödel (Rote Bete-Knödel) ergänzt. Dass sämtliche Gerichte in der kleinen Almküche zubereitet werden, ist selbstverständlich.

Nach dem Erlebnis kann das Skigebiet weiter in vollen Zügen genossen werden. Weiß verschneite Hänge schmiegen sich an die imposante Felskulisse. Jubelnd gleiten die Winterurlauber über die hoch verschneiten Schneepisten. Freuen sich über die Weite im Skizentrum Schlick 2000 bei Fulpmes.

Fußgänger in der Winterwelt des Stubaitals...
Fußgänger in der Winterwelt des Stubaitals...

 

Tanzend über den Schnee

Es fühlt sich an, als wenn die Schuhe über dem Schnee schweben. Nur das Knirschen der gleichmäßigen langsamen Schritte ist zu hören. Biologin Kathrin Herzer führt die kleine Gruppe Schneeschuhwanderer mit sicherem Gespür für die schönsten Pfade mitten durch den Wald bis zum 300 Meter höher gelegenen Gipfelkreuz Waldraster Jöchl. "Unter uns befindet sich eine etwa zwei Meter dicke Schneeschicht. Auch wenn wir uns hier abseits vom Skitrubel bewegen, die Spuren im Schnee und die Silhouetten der alten Bäume verraten, wie abwechslungsreich die Vegetation ist und wie viele Tiere hier leben", erklärt die erfahrene Sportlerin, während sie auf die Spuren der Rehe, Marder, Hasen oder Eichhörnchen hinweist.

Auf dem Rückweg und ein paar wenigen Begegnungen mit Skitourengehern bietet sich ein fantastischer Panoramablick. Die Schneekristalle glitzern in der Sonne. Im Hintergrund ragen die mächtigen Kalkfelsen in die Höhe. Jetzt beginnt der Abstieg bis zur Ochsenhütte auf einer Höhe von 1582, in der Nähe der Serlesbahnen. Mit kleinen federnden Schritten, die wie ein Tanz über den Schnee wirken, nähern sich die Wanderer dem Tagesziel. Am wohlig-warmen Kachelofen erhalten sie Graukäsepressknödel mit Kraut. "Na klar, der Graukäse kommt aus der eigenen Landwirtschaft und das Kraut habe ich auch selbst hergestellt. Nur Kaiserschmarrn gibt es bei mir zu Zeit noch nicht, denn für einen echten Kaiserschmarrn benötige ich Holz, einen Herd mit offenem Feuer und eine Eisenpfanne", schmunzelt Wirt Christian Bierbaumer.

Höchstgelegenes Haubenrestaurant der Welt

Mit weiteren Superlativen punktet der Stubaier Gletscher, das größte Gletscherskigebiet Österreichs mit einem außerordentlichen Aktivitätenprogamm, das, für Kleinkinder bis zum Weltcup-Profi gemacht, größte Vielfalt bietet.

David Kostner aus dem Gourmetrestaurant Schaufelspitz.
David Kostner aus dem Gourmetrestaurant Schaufelspitz.

 

Eine lukullische Attraktion bedeutet der Besuch im Gourmetrestaurant Schaufelspitz. Das höchst gelegene Zwei-Hauben-Restaurant der Welt wurde vom Gault-Millau-Guide mit 15 Punkten prämiert. In der Zirbenstube serviert Küchenchef David Kostner Gerichte der gehobenen österreichischen Küche mit internationalen Einflüssen. Ob die Geflügelconsommé an Lebereis, Wurzelgemüse und Gerstel oder das knusprige Schwein, Bierglace, Steckrübe und Kresse - schon die Vorspeisen zeigen Raffinesse. Auf etwa 3.000 Metern über dem Meeresspiegel reift auch das köstliche und zarte Dry Aged Beef. Gewürze und Aromen vollenden die Hochgenüsse Kostners, der auf hochwertige, heimische Produkte, bevorzugt aus dem Stubaital, setzt. Der kreative Tiroler Koch interpretiert Traditionsgerichte neu und verarbeitet feinste Delikatessen in ungewöhnlicher Manier.

Dass David Kostner den klassischen Gerichten eng verbunden ist, beweist seine Teilnahme am Kaiserschmarrnfest. Zusammen mit fünf weiteren Köchen holte er den Guinnes world records-Titel für den größten Kaiserschmarrn zurück in das Stubaital. 2.200 Hühnereier, 110 Liter Frischmilch, 75 Kilogramm Mehl, 30 Kilogramm Butterschmalz und 10 Kilo Zucker wurden in einer Riesenpfanne zu 309 Kilo Kaiserschmarrn verarbeitet.

Weltweit größter Kaiserschmarrn

Roland Schüller vom Gasthof Gröbenhof in Fulpmes, der zu dem erfolgreichen Kochsextett gehört, setzt ebenfalls auf heimische Produkte. In den gemütlichen Stuben können die Gäste Tiroler und internationale Spezialitäten genießen. Der Wirt, der selbst am Herd steht, legt großen Wert auf Frische und die sorgfältige Zubereitung der Produkte, die größtenteils aus der Region kommen.

Ob gebratene Stubaier Bio-Putenleber mit Apfelscheiben und gebackenen Zwiebelringen oder Gulasch vom Stubaier Bio-Jungrind: Als Botschafter der Tiroler Wirtshauskultur pflegt Roland Schüller die Traditionsküche mit Leidenschaft.

Einfach aber gut...
Einfach aber gut...

 

Übernachten

Vor der Kulisse des beeindruckenden Stubaier Gletschers bietet das Spa-Hotel Jagdhof mit seinen liebevoll gestalteten Zimmern und großzügigen Suiten, eine wunderbare Mischung aus Tiroler Gemütlichkeit, angenehmer Gastlichkeit und exklusiver Kulinarik. Eine 3.000 Quadratmeter große Vitalwelt zählt zu den besten Spas Österreichs. Darüber hinaus stehen ein moderner Fitnessraum sowie ein vielfältiges Aktivtätsprogramm zur Verfügung. In der Gourmetküche und dem à-la-carte Restaurant Hubertusstube unter der Leitung von Küchenchef Boris Meyer werden kreative und sehr schmackhafte Gaumenfreuden aus regionalen und internationalen Produktion kredenzt. Weitere kulinarische Hochgenüsse hält der exquisite Weinkeller bereit.

Informationen

Über 35 Kilometer erstreckt sich das Stubaital tief in die Bergwelt der Alpen mit 80 Gletschern und 109 Dreitausendern. Berghütten und Almen, urige Wirtschaften und edle Lokale, das kulinarische Angebot im Stubaital zeigt sich stets hochwertig und dabei vielfältig. Wer auf Authentizität Wert legt und gerne lokale Spezialitäten probiert, wird im Stubaital fündig.

Die ruhige Atmosphäre der fünf Hauptorte Neustift, Fulpmes, Telfes, Mieders und Schönberg lässt Gäste perfekt entspannen: Sie finden hier Naturverbundenheit und genießen das Panorama sowie zahlreiche Freizeitmöglichkeiten in vollen Zügen. Die Stubaier Orte liegen auf rund 1.000 Metern Höhe. Aufgrund der Höhenlage und der Infrastruktur ist die Region für Wintersportliebhaber und aktive Genussmenschen die ideale Destination.

 

Impressionen:

Tourismusverband Stubai Tirol: www.stubai.at

Fotos: Carola Faber

Submit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn
Zuletzt bearbeitet am 26/03/2019

Artikel weiterempfehlen und/oder drucken (auch PDF):

Autor

Carola Faber

Letzte News

Letzte Artikel

Genuss-Newsletter abonnieren?

Mit der Anmeldung zu unserem Newsletter erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen (s.l.) einverstanden. Eine Bestätigungsmail mit einem Aktivierungslink wird nach der Anmeldung an die angegebene Mailadresse versendet. __________________________
KULINARIKER - Das Magazin für mehr Genuss.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.