Churchill und die Zigarre

Winston Churchill hätte in diesem Jahr seinen 145 Geburtstag gefeiert. Ein Mann, der trotz intensiver Laster dennoch 90 Jahre alt wurde. Sein Markenzeichen: die Zigarre...

Der zweimalige Premierminister Winston Churchill (1940-1945 und 1951-1955) dürfte wohl wie kaum ein anderer Staatsmann den Leuten mit der Zigarre im Mund in Erinnerung gelangen, so denn das Gespräch auf den in Oxfordshire geborenen Politiker kommt. Stets die Havanna im Gepäck, gestaltete Churchill die Geschicke seines Landes und darüber hinaus durch die Entwicklung und den Ausgang des II. Weltkrieges auch die Wege Europas. Ein Lebemann und Visionär, der nicht nur den Zigarrenrauch liebte, sondern auch gerne das eine oder andere Glas Whisky trank.

In den politischen Analen hat der Brite seinen festen Platz inne. Und auch schon alleine der Name "Churchill" erfährt stets einen neuen Schub, wird regelmäßig durch verschiedene Kooperationen auf dem Markt immer wieder ins Spiel gebracht. Eine der lohnendsten Partnerschaften der Marke Churchill dürfte dabei die Zusammenarbeit mit dem Davidoff Unternehmen sein. Und jüngst kam es in Hamburg erneut zu einem der regelmäßigen Treffen und der Präsentation der neuen Edition der namentragenden Zigarre: Winston Churchill Limited Edition 2019.

Und der Rahmen war bestens gewählt. Zunächst trafen alle Gäste nebst Hauptakteur Randolph Churchill – dem Ur-Enkel Winston Churchills – auf dem Hamburger Rathausplatz ein, ehe stilecht in einem roten Doppeldecker Bus die Fahrt Richtung Business Club Hamburg ging. Für Randolph Churchill (54) war es tatsächlich der erste Aufenthalt in der Hansestadt, wie er uns im Gespräch verriet. Die etwa halbstündige Fahrt verging allerdings wie im Fluge, denn eine Unterhaltung mit dem umtriebigen Unternehmer ist alles andere als kurzweilig.

Randolph Churchill.
Randolph Churchill.

 

Nach wie vor wohnt er in Kent, unweit des Hauses seines Ur-Großvaters. Allerdings so richtig kennengelernt hat er diesen nie: "Ich bin erst kurz vor seinem Tod im Januar 1965 geboren. Kennengelernt habe ich ihn somit nie, allerdings weiß ich wohl so gut wie alles über meinen Ur-Großvater", so Randolph weiter. Es sind Anekdoten und Querverweise, die einen Schmunzeln lassen. Hitlers größter Gegner und Widersacher, hat, zum Beispiel, einen Ur-Enkel, der stets sein deutsches Auto gefahren hat. "Ich habe früher über Jahre einen BMW gefahren, jetzt fahre ich einen VW", erzählt er schmunzelnd. Oder das Winston Churchill stets – was bekannt ist – eine Zigarre rauchte und seit seiner Zeit in Afrika auch gerne Whisky trank. Das hat Randolph Churchill übrigens mit seinem Verwandten gemeinsam. Auch er ist ein Genießer, raucht Zigarren und trinkt gerne Whisky. Und gerade erst im vergangenen Jahr ist in Deutschland ein Bild, das Winston Churchill 1932 gemalt hatte, aufgetaucht. Ein Bild, von dem die Familie nichts wusste. Es wurde 1965 verschenkt und befindet sich jetzt in Hamburg. "Ein Kunstwerk, dass mein Ur-Großvater hierher verschenkte, da sich eine große und neue Demokratie entwickelte", so der vierfache Familienvater weiter.

Als Vertreter der Churchill-Familie ist er Repräsentant der Marke Churchill. Und wenn man das so sagen kann, er ist wohl die passendste Person, die man sich vorstellen kann. Ein Gespräch mit ihm ist nicht nur extremst interessant, es ist auch immer ein Spaß. Selten, dass der Engländer einfach nur eine ernste Mine auflegt. Ganz im Gegenteil. Vielmehr ist es ein gewinnendes Lachen, das ein ums andere Mal ertönt. Er ist ein Sympath, ein Lebemann und auch ein Weltenbummler. Denn bevor er hierher nach Hamburg zum Davidoff-Event kam, vertrat er den Namen Churchill gerade bei verschiedenen Veranstaltungen in den USA. Nun ist er also in Hamburg. Und auf die Frage, wie er die Prozesse des stattfindenden Brexits sehe, antwortet er kurz und von einem lauten Lachen begleitet: "Das Chaos geht weiter!" Das Lachen verrät, ganz ernst meint er es nicht. "Nun, die Welt wird sich weiterdrehen. England wird dennoch Europa sehr nahe sein. Aber es wird eine neue Beziehung sein. Engländer hatten in der Vergangenheit vielleicht ein wenig Probleme mit der EU, da sie nicht wirklich die Prozesse der Regulierung mögen...", erzählt er wieder von einem Lachen begleitet.

Davidoff stellte in Hamburg die neue Winston Churchill Limited Edition 2019 vor...
Davidoff stellte in Hamburg die neue Winston Churchill Limited Edition 2019 vor...

 

Aber das Ergebnis der Wahl, so sagt er ernsthaft, sei für ihn keine Überraschung gewesen. Denn die Vorteile der EU seien zunächst nur in London spürbar gewesen, weniger in den ländlichen Regionen. Allerdings sei es auch für ihn nicht der richtige Weg, den die englische Politik mit dem Brexit eingeschlagen habe. "Jede Nation hat seinen eigenen Charakter und seine eigenen Vorlieben – und das steht manchmal im Widerspruch zu den Entscheidungen der EU", so Churchill weiter.

Allzu politisch sollten das Gespräch und der Abend jedoch nicht werden. Denn im Business Club Hamburg, gelegen in allerbester Lage direkt an der Elbe, ging es um den Genuss. Genuss, im Zeichen der Zigarre - und natürlich auch begleitet durch herausragende Kulinarik. Denn für diesen Abend hat Davidoff Zwei-Sterne-Koch Karlheinz Hauser vom Süllberg hinunter an die Elbe lotsen können. Und der zeigte bereits beim Treffen auf dem Rathausplatz zum Aperitif mit "Tranche von Fjordforelle", "Tatar vom Holsteiner Weidekalb" und "Ochsenschwanzpraline" zum Gläschen Ruinart Champagner wohin die Reise geht. Denn bis hin zum Hauptgang im Business Club war alles – kurzum – fantastisch. Eben dort wurde Dan Morgans Fleisch in Form eines "US Tenderloin mit scharfer Pfeffersauce" auf die Teller gebracht. Begleitet wurde Hauser übrigens tatkräftig von Nils-Kim Porru, dem Küchenchef aus dem BCH. Dieser zeichnete sich für Vorspeise und das äußerst extravagante Dessert verantwortlich.

Doch der eigentliche Hauptakteur des Abends, neben Randolph Churchill, war zweifelsohne die Zigarre. Und die kam mannigfaltig daher, wurde bereits zum Dessert – übrigens mit einem essbaren Bild Winston Churchills komplettiert – gereicht. Die Davidoff Winston Churchill Limited Edition 2019 Robusto sorgte dann recht schnell für das passende Ambiente im Club. Denn geschätzt 80 Prozent der 160 Gäste verfielen dem Reiz der Zigarre und genossen schon entsprechend zur Süßspeise die aus Tabak aus Mexiko, Nicaragua und der Dom. Rep. gefertigten Robusto. Limitiert ist die Linie auf 8000 Kisten (je zehn Zigarren) und ist seit Januar im Handel erhältlich. Ob man die Zigarre zum Dessert genießen sollte, bleibt hingegen fraglich. Ein interessanteres Pairing bot Davidoff allerdings mit dem Tequila Patron an – da lässt es sich zu einem Gläschen vielleicht schon etwas besser rauchen.

Karlheinz Hauser, Randolph Churchill und Nils-Kim Porru.
Karlheinz Hauser, Randolph Churchill und Nils-Kim Porru.

 

Wurden – um die Serie zu komplettieren – auf dem Rathausplatz schon die Petit Panetela gereicht, erfolgte ein zusätzliches Pairing im BCH mit der Corona (empfohlen wurde hier auch der Patron), die Late Hour Toro mit einem Glenmorangie Signet und nochmals die Toro (Original Collection) mit einem Espresso Martini – unter dem Strich vielleicht das interessanteste Pairing. Das Pairing, das Randolph wählte, war das mit dem Glenmorangie – ganz Churchill, natürlich!

Fotos: Davidoff

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Zuletzt bearbeitet am 08/03/2019

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