Shangri-La Paris - der letzte große Palast an der Seine

Es sollte ein Prachtbau werden - und ein Prachtbau ist es auch geworden. Prince Roland Bonaparte hatte Großes vor als er im Mai 1891 gleich in der Nähe des Eiffelturms am Rande des vornehmen 16. Arrondissements ein 3000 Quadratmeter großes Filetgrundstück erwarb...

Ein Palast möge es bitte sein, und zwar der letzte, der noch in Paris gebaut werden sollte. Nach vier Jahren Bauzeit öffnete im Jahr 1896 an der avenue d’Iéna sein Schmuckstück, das 114 Jahre später jenes entrée der Shangri La Gruppe in Europa werden sollte, das zugleich das erste Engagement einer asiatischen Hotelgruppe im Pariser Luxussegment darstellte. Andere sollten folgen. Heute überzeugt der historische Palast zudem durch die außergewöhnlich kreative Sterneküche von Christophe Moret.

Der Palast aus der Gründerzeit mit seiner Fassade im Stil von Ludwig dem XIV wurde von Ernest Janty entworfen, jenem Architekten, der auch Rekonstruktionsarbeiten am Louvre und Tuilerie Paläste für Napoleon III verantwortet hatte. Dank seiner Arbeit wurde das Hotel mit seinen 20.000 Quadratmetern Fläche im Jahr 2009 in die Liste der französischen monuments historiques aufgenommen. Die Inneneinrichtung für die Konvertierung des Palastes in ein historisches und zugleich hochmodernes Hotel mit 63 Zimmern und 37 Suiten hat Pierre-Yves Rochon übernommen, nicht ohne eine Note asiatischen Designs der französischen Ausstattung hinzuzufügen.

Signature Suiten vom Feinsten

Viele internationale Gäste des Hotels sind rasch Stammgäste geworden, da das Haus sein historisches Erbe hegt und pflegt. Vor allem die öffentlichen Räume im Erdgeschoss und in der bel étage suchen selbst in Paris ihresgleichen und sind atemberaubend schön. Für all jene, die ein modernes, zeitgenössisches Design bevorzugen, seien die oberen Etagen mit der Suite Gustave Eiffel im sechsten Stockwerk, die Suite Chaillot auf der fünften Etage oder die Suite Shangri-La als Penthouse empfohlen.

Die unteren Etagen mit bis zu 5 Metern Deckenhöhe orientieren sich mehr am empire Stil. Auf der zweiten Etage findet sich das Highlight des Shangri-La, l’Appartement Prince Bonaparte. Auf 275 Quadratmetern Wohnfläche kann der Gast die Großzügigkeit der belle époche nacherleben; allein das Wohnzimmer bemisst 105 Quadratmeter. In diesen Räumen haben sich seinerzeit Bonapartes privateste Zimmer befunden und noch immer atmet die Suite trotz ihrer Größe Intimität und Behaglichkeit.

Der vielleicht größte Aktivposten des Hauses sind seine 850 Quadratmeter Eventfläche im ersten Obergeschoss. Grand Salon, Salle à Manger und Salon de Famille können mit einander verbunden werden und bilden eine atemberaubende location für jede Form von geschlossener Veranstaltung. Im direkten Vergleich zu den anderen ebenfalls vom Tourismusministerium geadelten Hotels der Stadt mit Palaststatus ist das Shangri-La durch seine erste Etage besonders attraktiv für das MICE Segment. In den Stallungen des Prinzen übrigens befindet sich heute der Spa nebst indoor pool (15m x 6m).

Suite Shangri-La: Wohn -und Esszimmer.
Suite Shangri-La: Wohn -und Esszimmer.

 

Kulinarik unter Christophe Moret

Seit Januar 2015 verantwortet Christophe Moret (2 Sterne) als head chef die Küche. Die Biene (l’abeille) war seinerzeit das Wappentier Bonapartes. Vorangegangene Stationen von Moret führten ihn u.a. zu Bruno Ciriono im Saint Jean-de-Luz Grand Hotel im Baskenland und ab 1990 zu Alain Ducasse in dessen drei Sterne Restaurant Louis XV (Monaco) bevor er im Jahr 2003 zu Ducasse ins Plaza Athénée wechselte.

"Becoming Executive chef at Shangri-La Paris is a wonderful opportunity form e to join the group and to devote my skills for the service of its parisian palace. I am honoured to take up the reins of the three restaurants and to be given the supervision of the hotel’s culinary offer. I will pull out all the stops to make Shangri-La Hotel, Paris a shining landmark on the Parisian and international gastronomic scene. I really want our guests to live a unique experience at our restaurants".

Moret gehört aktuell zu jener Riege der Pariser Sterneköche, die die Zubereitung der Zutaten soweit wie möglich schonend und im Geschmackserlebnis auf deren Ursprung zurückführen möchte. Bereits im Jahr nach seinem Eintreffen wurde ihm vor Ort der zweite Michelin Stern verliehen. Das Restaurant verfügt über 38 Gedecke und eine Reservierung ist wie in der Sterneküche üblich dringend zu empfehlen. Unterstützt wird Moret durch head pastry chef Michael Bartocetti.

Als Alternative zum l’Abeille bietet sich das La Bauhinia als Bistro Restaurant des Hauses an. In Anlehnung an das Konzept der "100% Green Dinners" und des "100% Vegan Afternoon Tea" hat Christophe Moret jüngst das "B-Green Gourmet Breakfast" entwickelt. Alles, was auf den Tisch kommt, ist hier gluten- und lactosefrei, reduziert Allergierisiken und regt den Stoffwechsel an.

Starter ist ein auf 37,5 Grad erwärmtes Zitronenwasser, das die Leber unterstützt und den freien Radikalen im Körper Paroli bietet. Kaltgepresster Saft in grün (Gurke, grüner Apfel, Zitrone und Minze) leistet eine extra Dosis Vitamine, Mineralien und Enzyme. Brotsorten, Müslialternativen und Marmeladen sind vornehmlich nach der Maxime komponiert, dem Körper Antioxidantien, Mineralien, Gemüseproteine, Calcium, Phosphor und die Vitamine A, C und E in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Herzstück dieses Frühstücks ist ein Avocado- und knuspriges Gemüse Carpaccio (Stichwort: Omega 3 Fette). Mit Christophe Moret hat das Shangri-La Paris einen großen Fang gemacht.

Info: www.shangri-la.com 

 

Impressionen:

Fotos: Shangri-La Hotels

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Zuletzt bearbeitet am 28/07/2018

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