DER KULINARIKER trifft: Edgar Hurtado (Peruanischer Spitzenkoch)

Die Leidenschaft fürs Kochen wurde dem 33-jährigen Edgar Hurtado, geboren in der peruanischen Hauptstadt Lima, bereits in die Wiege gelegt. Schon von klein auf hatte er großes Interesse am Kochen – nicht zuletzt durch seine Großmutter, die ein eigenes Restaurant führte.

Dort sammelte er auch seine ersten Erfahrungen, lernte viel von ihr und kochte im Alter von elf Jahren bereits sein erstes Menü. Einflüsse, die ihn bis heute prägen.

Kulinariker: Edgar, wie bist Du Spitzenkoch geworden?

Edgar Hurtado: Eigentlich wollte ich nach der Highschool Pilot werden, doch ich hatte bei meiner Großmutter die Leidenschaft fürs Kochen entdeckt, die mich nicht mehr losließ. So entschied ich mich für eine Zukunft als Koch, trotz der harten Arbeit, die das bedeutete. Meine Karriere startete ich im "La Rosa Nautica" in Lima, welches als bestes traditionelles Restaurant Perus gilt. Anschließend kochte ich im "South Sea´s Resort" in Florida (USA), im "Grand Hotel Michigan" (USA), im "Costa Peruana Restaurant" (Chile) sowie auf Schiffen der internationalen Costa Cruises und im Restaurant "La Rosa Nautica" in Bogota (Kolumbien). Seit der Eröffnung 2013 bin ich im JW Marriott Marquis in Dubai tätig, mittlerweile als Küchenchef des "Garden Restaurants".

Kulinariker: Ein beachtlicher Werdegang. Das war aber bestimmt nicht immer leicht, oder?

Edgar Hurtado: Ich bin ein Kämpfer und musste immer hart dafür arbeiten, um meine Träume zu realisieren. In jeder Herausforderung sehe ich die Chance weiterzukommen und ruhe mich nicht auf dem bisher Erreichten aus. Ich halte immer nach neuen Perspektiven Ausschau und strebe nach Perfektion.

Kulinariker: Daher auch die Pinzette als Markenzeichen?

Edgar Hurtado: Ja, die Pinzette habe ich immer dabei, damit ich die Speisen besser dekorieren und würzen kann. Ohne fühle ich mich nicht komplett.

Kulinariker: Ist das Gastkochen während der "Peruanischen Wochen" im Sheraton Frankfurt Airport Hotel für Dich auch eine solche Herausforderung?

Edgar Hurtado: Genau. Ich kenne Deutschland bisher nur von der Durchreise, hatte aber noch nie die Gelegenheit hier zu kochen oder auch etwas von der deutschen Küche kennenzulernen. Daher hoffe ich, dass ich neben meinem Einsatz am Herd etwas von den regionalen Spezialitäten mitbekommen kann. Bisher sind der Besuch der Frankfurter Kleinmarkthalle sowie der bei einem Rinderzüchter in der Rhön geplant. Ich möchte zudem gerne erfahren, wie deutsches Brot gebacken wird. Da ich Bier und Wein aus Deutschland zu meinen Gerichten mag, will ich auch hierüber mehr erfahren und Produzenten besuchen.

Kulinariker: Und was möchtest Du Deinen Gästen hier in Deutschland über die peruanische Küche vermitteln?

Edgar Hurtado: Ich möchte die Gäste mit der facettenreichen, peruanischen Küche bekannt machen, ihnen die vielfältigen Geschmackserlebnisse näher bringen, die durch die Kombination verschiedener Länderküchen bei uns zu Hause entstanden sind. Daher habe ich einige traditionelle Gerichte ausgewählt wie Causa Colonial, Lomo Saltado oder auch Tres Leches. Letzteres ist ein klassisches Dessert, das ich von meiner Großmutter lernte und das ich bisher in allen meinen Restaurants auf der Karte hatte. Darüber hinaus habe ich aus ländertypischen Zutaten neue Gerichte kreiert wie Tuna Brulle, Quinoa-Salat oder gebratene Garnelen in Maracujasoße.

Kulinariker: Ich war von den Gerichten restlos begeistert. Meine Favoriten waren der Quinoa-Salat, Canillas de Cordero (mit Chili-Honig mariniertes Lammmkarree mit Passionsfrucht und Lauchpüree) und Tres Leches. Wie entstehen Deine neuen Gerichte?

Edgar Hurtado: Durch meine Liebe zur peruanischen Küche und meinen Wunsch, immer Neues auszuprobieren und zu kombinieren, entstehen neue Rezepte. Mit diesen möchte ich meine Gäste begeistern.

Kulinariker: Eng damit verbunden ist auch ein ganz besonderer Wunsch von Dir, oder?

Edgar Hurtado: Ich möchte die peruanische Küche in der ganzen Welt bekannt machen. Dazu möchte ich beitragen, indem ich in verschiedenen Ländern Restaurants eröffne. Neben meiner Arbeit im "Garden Restaurant" in Dubai habe ich aktuell ein Restaurant in Indien etabliert, weitere sollen in Kanada und Australien folgen.

Foto: Martina Emmerich

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