DER KULINARIKER trifft Tareq Taylor (Fernsehkoch)

Der Kulinariker im Gespräch mit dem schwedischen Fernsehkoch Tareq Taylor…

Sie sind das schwedische Gesicht der Kulinarik und gelten in vielen Medien als erfolgreich und wegweisend. Die nordische Küche vermittelten Sie in mehr als 115 Länder. Wie erklären Sie sich Ihren Bekanntheitsgrad?

Ich hatte viel Glück in meinem Leben. Dazu kamen vermehrt die Fernsehauftritte, Radiosendungen und mein Restaurant Kockeriet in Malmö. Die Begeisterung für das Kochen und Backen im Team hat mich nie losgelassen.

Sie haben sich ein kleines Gourmet-Imperium in Skane geschaffen: Wie schaffen Sie es Ihrer selbstauferlegten Präsenzpflicht nachzukommen und gleichzeitig noch etliche TV Auftritte zu bewältigen?

Allein im Frühjahr waren es drei Fernsehsendungen. Meine Frau unterstützt mich sehr. Auch bei der Arbeit in meinem eigenen Garten und die Renovierungen im Restaurant.

Was haben Sie in Ihrem Garten angepflanzt?

Er ist gar nicht so groß, aber dort wachsen unter anderem Obstbäume, Gemüse, Kräuter, Rhabarber, Rüben, Wein und Feigen.  Der Geschmack jeder einzelnen Pflanze und Frucht ist unglaublich intensiv.

Wie sind Sie zum Kochen gekommen?

Durch Probleme in der Schule. Wenn ich frustriert nach Hause kam, fing ich mit dem Backen an. Wenn man beispielsweise einen Teig mit Eiern, Zucker und Mehl zubereitet, kommt etwas sehr Schönes, Gutes dabei heraus, das sogar Menschen glücklich macht. Außerdem hat mich mein Großvater, der die gehobene Küche sehr liebte, inspiriert.

Tareq Taylor: Fernsehkoch mit palästinensisch-englischen Wurzeln.
Tareq Taylor: Fernsehkoch mit palästinensisch-englischen Wurzeln.

 

Woher stammt Ihr Großvater, Ihre Familie?

Mein Vater kam aus Palästina nach Schweden und lernte dort meine Mutter Annie kennen. Mein Großvater lebte als britischer Konsul in einem Anwesen in Malmö, wo es oft elegante Abendessen gab. So wuchs ich ein wenig mit der Tradition des High Teas und arabischer Küche auf.

Muss ein Spitzenkoch auch ein Sternekoch sein?

Nein. Absolut nicht. Es ist häufig nur ein Prestigedenken. Es gibt fantastische Chefköche, die nicht so einen großen Bekanntheitsgrat haben, aber ausgezeichnet kochen können. Dazu zähle ich die vielen kleinen Restaurants in Malmö. Es kann aber auch eine Pizzeria sein.

Was für Zutaten verwenden Sie?

In Schweden gibt es hervorragende, geschmacksintensive Produkte, die durch Reinheit und Frische bestechen und die für sich allein schon ausgezeichnet schmecken. Man kann aus ihnen sehr köstliche Speisen kreieren kann. Die nordische Kochkunst beruht auf Traditionsverbundenheit, ist aber sehr offen für kreative Impulse und Experimente. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Sie haben bereits mehrere Restaurants betrieben. Was ist Ihnen heute bei einem Restaurantbesuch wichtig?

Das Team im Restaurant. Wenn alle dasselbe Ziel verfolgen und der Gast durch ein leckeres Essen erfreut wird, dann sind wir glücklich. Es ist immer wieder neu inspirierend und kann mich immer wieder von Neuem begeistern. Ein Abendessen ist nicht dazu da, um satt zu werden, sondern wie ein Theaterbesuch. The Show must go on!

Fotos: Carola Faber

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Autor

Carola Faber

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