DER KULINARIKER trifft: Raj Nagra (Global Brand Ambassador Bombay Sapphire)

Einen festen Platz in den Bars dieser Welt, den hat der Gin aus der Laverstoke Mill schon lange sicher. Und dass dies auch so bleibt, dafür sorgt nicht zuletzt auch Raj Nagra, Global Brand Ambassador von Bombay Sapphire.

DER KULINARIKER traf den Gin-Experten im Rahmen des "The Glasshouse Project" in Frankfurt. Die Veranstaltungsreihe ist eine Art Think-Tank für Bartender, verschiedene Redner referieren, Diskussionen zum Thema Gin und deren zukünftige Ausrichtung und Workshops finden in diesem Rahmen statt. Frei nach dem Motto: Experience the Zeitgeist.

DER KULINARIKER: Das "The Glasshouse Project"... was genau findet dort statt?

Raj Nagra: Nun, es ist eine Veranstaltung, zu der wir hier, in Frankfurt, eine Menge Bartender eingeladen haben. Denn eben dort ist natürlich eine wichtige Schnittstelle für Bombay Sapphire: in den Bars und den Clubs. Es sind Redner eingeladen, die über die verschiedensten Themen referieren. Chris Hines zum Beispiel sprach zum Thema "Sustainable by Design" oder Mark Shayler zu "Power of Purpose". Es war für alle Beteiligten, so denke ich, eine schöne und wertvolle Erfahrung...

Seit wann gibt es dieses Projekt?

Angefangen haben wir im vergangenen Jahr mit einer Veranstaltung und Gästen aus der ganzen Welt. Die Resonanz war enorm. Entsprechend entschlossen wir uns dazu, weiter daran zu arbeiten und "The Glasshouse Project" weiter zu internationalisieren. Und ich glaube der Erfolg ist bereits ersichtlich...

Raj Nagra, Global Brand Ambassador von Bombay Sapphire.
Raj Nagra, Global Brand Ambassador von Bombay Sapphire.

 

Woran?

Die Resonanz der Teilnehmer hier in Frankfurt ist großartig. Und dabei geht es nicht nur um die Präsentation einer Marke, wie bei vielen anderen Veranstaltungen. Hier soll eine Diskussion entstehen... und dies zu wirklich vielfältigen Themen. Gestern zum Beispiel ging es nicht nur um Vortragsthemen, sondern auch um politische Prozesse und Donald Trump...

Diverse Prozesse ändern sich auch gerade im Mutterunternehmen Bacardi…

Ja, wie in vielen Unternehmen erfolgen auch bei Bacardi Umstrukturierungen im Unternehmen. Es gibt einen neuen CEO, ein neues Denken wird in das Unternehmen getragen. Und natürlich geht es auch immer um Geld…

Was ist an weiteren Events geplant?

Jetzt ist der Fokus ganz klar auf "The Glasshouse Project" gelegt. Wir waren gerade auf Mallorca, vor ein paar Wochen in Manchester, jetzt gerade hier in Frankfurt. Der Name ist eine "Entwicklung" gewesen. Die Überlegung war: Was repräsentiert Bombay Sapphire? Die Botanicals und die Geschichte natürlich einerseits, die Laverstoke Mill ist der zweite wichtige Aspekt. Und wer mal bei Bombay Sapphire in der Produktion war, vergisst sicherlich die Gewächshäuser nicht. Sie sind schon einzigartig...

Gibt es Überlegungen, neue Produkte – wie ehemals den "Star" oder "East" – zu entwickeln?

Eine nicht einfach zu beantwortende Frage. Letztendlich beobachten wir den Markt natürlich sehr genau. Alleine 2016 kamen in Großbritannien 150 neue Gin Sorten auf den Markt. Der Markt wächst enorm. Und als eine starke Marke, kann man mit den Nischenprodukten nicht konkurrieren. Das wollen wir auch gar nicht. Wir gehören zu den Top5 Gins der Welt – und sind die am stärksten wachsende Marke.

Die Gewächshäuser der Laverstoke Mill.
Die Gewächshäuser der Laverstoke Mill.

 

Also keine Neuerungen bzw. neuen Produkte im Moment?

Wir machen einen sehr klassischen London Gin. Im Augenblick haben wir eine feste und durchaus auch führende Position auf dem Markt eingenommen. Die Infrastruktur steht, nach vierjähriger Arbeit ist auch seit 2014 die Laverstoke Mill in Betrieb – und unser Absatz nimmt nicht zuletzt deswegen stetig zu.

Was ist der Key Market – welche Märkte sind wichtig?

Natürlich ist der US-Markt der wichtigste Markt. Hier setzten wir zwischen 40 und 50 Prozent unserer Produkte um. Danach kommen aber auch schon Großbritannien und Spanien. Natürlich ebenfalls sehr wichtige Ziele für das Unternehmen. Aber auch Südamerika wird zunehmend wichtiger. Die Mittelklasseschicht in vielen Ländern dort steigt an – ein riesiger Markt tut sich dort auf.

Und um diese Märkte zu bespielen, ist die Zugehörigkeit zu Bacardi sicher kein Nachteil…

Es ist sicher kein Nachteil. Allerdings sind die meisten Prozesse den jeweiligen Brands überlassen. Für uns stellt sich als starke Marke zunächst einmal nicht nur die Frage, auf diese Märkte zu kommen, vielmehr beobachten wir, dass die Konsumenten mittlerweile weniger trinken – dafür aber Wert auf Qualität legen. Viele Menschen sind aufgeklärt über die Prozesse des Gin Machens oder auch die Geschichte eines Unternehmens. Wenn Leute heute in die Bars gehen achten sich auf ganz andere Dinge…

Zum Beispiel?

Es ist die Präsentation die zählt, oder auch das verwendete Glas. Sie investieren vielleicht mehr Geld – werden aber auch unterhalten, haben damit vielleicht etwas erlebt, dass in Erinnerung bleibt. Und Bombay Sapphire ist ein Produkt, dass durchaus auffällt: durch die Flasche, die eigenen großen Gläser. Dies alles spielt uns in die Karten. Aber dennoch: zuerst ist die Qualität wichtig. Das ist und bleibt unser Hauptaugenmerk…

Fotos: Michael Schabacker

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Zuletzt bearbeitet am 09/09/2017

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