Die Top-50 der Schaumweine: Der große KULINARIKER Test 2016

Alle Jahre wieder... steht der KULINARIKER-Schaumweintest auf der Agenda. Wir präsentieren: Die Top-50!

Die Regeln:

1. Alle Weine sollten aktuell ohne größere Probleme im Fachhandel oder einem Onlineshop zu beziehen sein.

2. Es wird "Blind" verkostet. Alle Flaschen sind einheitlich gekühlt, werden in einem Nebenraum in die entsprechenden Gläser gefüllt und landeten dann bei den Testern.

3. Grundlage ist das Fünf-Punkte-Schema (0: stark fehlerhaft; 5: grandios), bei dem die Kriterien Geruch, Geschmack und Harmonie zu bewerten sind.

4. Jeder Schaumwein wird einzeln verkostet, einzeln bewertet und die Bewertungsbögen vor der nächsten Runden eingesammelt. Sonderpunkte konnten bei besonders geschätzten Kandidaten vergeben werden.

5. Es gilt, in sechs Disziplinen ("Prickelnde Empfehlung", "La vie en rose (Rosé Champagne)", "Perlender Paukenschlag", "Perlen vor die Säue" (exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis), "Best outside Champagne (White)" und "Best outside Champagne (Rosé)" die besten Schaumweine herauszufinden.

 

Die Verkostungsergebnisse im Schnelldurchlauf:

"Prickelnde Empfehlung"

1.  Champagne Pommery Cuvée Louise 1999 (100 Euro)
2.  Champagne Deutz Blanc de Blancs 2009 (75 Euro)
3.  Champagne Louis Roederer Vintage 2009 (58 Euro)

4.  De Saint Galle Orpale 2002 (89 Euro)
5.  Champagne Duval-Leroy Blanc de Blancs Millésime 2006 Prestige (50 Euro)
6.  Champagne Alfred Gratien Brut Millésimé 2000 (50 Euro)
7.  Champagne André Roger Millésieme 2009 Brut (45 Euro)
8.  Champagne Vranken Diamant Brut (45 Euro)
9.  Piper-Heidsieck 2006 Vintage Brut (45 Euro)
10. De Saint Galle Extra Brut Blanc de Blancs (38 Euro)


"La vie en rose" (Rosé Champagne)

1.  Champagne Duval-Leroy Femme Rosé de Saignée 2007 (125 Euro)
2.  Laurent-Perrier Cuvée Rosé Brut (69 Euro)
3.  Champagne Deutz Rosé (50 Euro)

4.  Alfred Gratien Cuvée Paradis Rosé Brut (70 Euro)
5.  Champagne Louis Roederer Rosé Brut 2011 (57 Euro)
6.  Champagne Monmarthe Brut Rose (38 Euro)
7.  Champagne Devaux Cuvée Rosée (35 Euro)
8.  Piper-Heidsieck Champagner Rosé Sauvage Brut (37 Euro)
9.  Champagne de Castelnau Rosé Brut (30 Euro)
10. Champagne André Roger Grand Cru Vieilles Vignes Rosé (35 Euro)


"Perlender Paukenschlag"

1.  Champagne Moët & Chandon Réserve Impérial Brut (40 Euro)
2.  Laurent-Perrier Brut (39 Euro)
3.  Champagne Delamotte Blanc de Blancs (42 Euro)

4.  Piper-Heidsieck Cuvée Sublime (37 Euro)
5.  De Saint Galle Brut Blanc de Blancs (36 Euro)
6.  Champagne Louis Roederer Brut Premier (35 Euro)
7.  Vranken Demoiselle Brut Grande Cuvée (30 Euro)
8.  Champagne André Roger Grande Réserve Grand Cru (38 Euro)
9.  Champagne Devaux Blanc de Noirs Brut (35 Euro)
10. Perrier Jouet Grand Brut Champagner (35 Euro)


"Perlen vor die Säue" (exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis)

1.  Champagne Deutz Brut Classic (35 Euro)
2.  Champagne Drappier Carte D’Or (24 Euro)
3.  Champagne Monmarthe Brut Privilege (35 Euro)

4.  Champagne Monmarthe Brut (32 Euro)
5.  Champagne de Castelnau Réserve Brut (20 Euro)
6.  Champagne de Castelnau Brut (25 Euro)
7.  Champagne Alfred Gratien Brut (28 Euro)
8.  Champagne Devaux Grande Réserve Brut (25 Euro)


"Best outside Champagne (White)"

1.  Giulio Ferrari Riserva del Fondatore 2005 (68 Euro)
2.  Conte Vistarino 1865 (20 Euro)
3.  Franciacorta Mosnel EBB 2011 (35 Euro)

4.  Ferrari Perlé 2009 (27 Euro)
5.  Alois Kiefer Pinot Brut 2013 (15 Euro)
6.  Ferrari Brut (19 Euro)
7.  Conte Vistarino Pinot Nero Blanc de Noir Brut (10 Euro)
8.  2014 Riesling Sekt Brut (15 Euro)


"Best outside Champagne (Rosé)"

1.  Franciacorta Mosnel Parosé 2011 (35 Euro)
2.  Conte Vistarino Saignée della Rocca Cruasé (20 Euro)
3.  Conte Vistarino Pinot Nero Rosé Brut (10 Euro)


"Überraschungsgast im Glas"

1.  Pommery Sur Glace Royal Blue Sky (45 Euro)

 

Legende:

= Platz 1. in der jeweiligen Kategorie
= Platz 2. in der jeweiligen Kategorie
= Platz 3. in der jeweiligen Kategorie
= Auszeichnung als "Ausreisser im Test"

Nach den ersten drei Plätzen folgen die Testkandidaten, die absteigend weniger Punkte erreicht haben.

 

Die Bewertungen und Preise:

 

Champagner (weiß)

Champagne Monmarthe Brut Privilege

50 % Pinot Noir, 50 % Chardonnay wurden bei diesem schönen Brut Privilege von Monmarthe eingesetzt. Und das äußerst erfolgreich. Eine feine Perlage umschmeichelt den Gaumen. 4,5 g/l Säure bei 12 Prozent Alkohol. Ein rundes Produkt, ein Champagner für viele Gelegenheiten: Vorspeise oder Meeresfrüchte sind hier sicher passend. Ein Champagner, der durch Finesse, leichte Fruchtigkeit und Frische besticht. Gerade mal aus 27 Hektar besteht das Weingut in Ludes, dessen Produkte über Interpartner / Norderstedt zu beziehen sind. Preis: mehr als akzeptable 35 Euro.

Vranken Demoiselle Brut Grande Cuvée

Mit dem Demoiselle kommt ein Vranken-Produkt in das Testfeld geflattert, das 12 Prozent Alkohol und 80 Prozent Chardonnay beheimatet (Rest: Pinot Noir und Pinot Meunier). Dieser Champagner entwickelt sich sofort mit einer Nase zwischen Zitrus, frischen Äpfeln und einer Hefefrische. Auszeichnungen: IWC 2014: Bronze, DWWA 2014: Bronze und IWSC 2014: Silber. Dieser Blend ist ein zarter und komplexer Alleskönner. Als Starter passt der Demoiselle zu Fingerfood, weißem Fisch oder Trüffelbutter (weißes Brot dazu!). Gerne auch zum Dessert: Empfehlung in Richtung Frucht, weiße Schokolade oder pikante Käse. Ein schönes und sehr rundes Produkt. Preislich für etwa 30 Euro auf dem Markt.  

Champagne Moët & Chandon Réserve Impérial Brut

Mit dem Réserve Impérial kommt ganz besonderer Champagner in die Kelche. 12 Prozent Alkohol – Pfirsich-, Nektarine- und leichte nussige Aromen verbreiten sich. Das Haus selbst  ist seit 1743 bekannt und geschätzt. Kein Wunder, liefern doch etwa 1000 Hektar Rebfläche nicht nur Qualität, sondern auch Quantität. Ein Produkt aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Die Farbe: goldfarben und Töne vom Bernstein. Schöne klare Reflexe. Weich und frisch im Gaumen, ist dieser Brut ein schöner Begleiter zu Lobster oder Auster. Als Erweiterung zum Dessert dürften auch Mandelspeisen oder nussige Sahnesorbets passen. Kategoriesieger: Preislich empfehlenswerte 40 Euro!

Pommery Sur Glace Royal Blue Sky

Ein Ausreisser im Testfeld. Na und? Kein Problem. Der Hype der Sommermonate um die Champagner mit Eis und Erdbeere, vielleicht auch mal Johannisbeere und Minze, ist zwar vorbei, aber die Produkte gibt es immer noch. Dieser Sur Glace wurde im Test auch so serviert: mit Eis. Na klar, da wusste jeder, was los ist. Dennoch bekommt der Pommery einen Platz im Test: und das als „Sonderplatz“. Denn der Champagner selbst sehr gut. Seidig, komplex, gerne zu Finger-Food und vor allem: im bauchigen Glas! Hellgelb im Glas, ein wenig Honig bis Mandel sticht hervor. Davon kann es gerne ein Glas mehr sein, keine Frage! Preis: ca. 45 sonnige Euro. Auch im Winter!

Champagne Monmarthe Brut

Der Brut von Monmarthe kommt aus den 1er Cru-Lagen. Ein klassischer Einsteiger, der 40 % Pinot Noir, 40 % Pinot Meunier, 20 % Chardonnay in sich trägt – ebenso wie sein Rose-Bruder. Mit 11 g/l Zucker bleibt er da unter dessen Werten. Säure liegt bei etwa 5 g/l, es resultiert ein schönes Säure/Süße-Spiel. Kleinigkeiten im Bereich helles Fleisch oder Pastete können dazu serviert werden. Ein Starter, das ist er. Also: gerne vor dem Essen – und angestoßen. Bei dem Preis von 32 Euro ein Vergnügen.

Champagne Delamotte Blanc de Blancs

Die Reben dieses Champagner entspringen den Böden um das Dorf Le Mesnil. Das ist schon etwas Besonderes. 100% dieses Terroirs sind Grand Cru zertifiziert. Delamotte setzt sich zum Ziel, die Eigenart der Region und des Bodens zu erhalten. Holz: Fehlanzeige. Man setzt auf Edelstahl um die Struktur und den Ausdruck zu wahren. Das Haus aus dem Jahr 1760 ist mehr als nur Tradition, es ist ein Blanc-de-Blancs-Könner. Der Champagner ist komplex, aber auch präzise in der Aromengabe. Schön ist der Kalk zu erspähen, Reifezeit: 4 bis 5 Jahre. Ein Champagner, der nicht nur zum Aperitif passt, gerne auch zum würzigen Käse, feinen Trauben oder leichte Fisch- und Meeresspeisen. Empfehlbare 42 Euro kostet dieser Franzose.

Champagne Pommery Cuvée Louise 1999

Was wurde über diesen Chamapgner nicht schon alles geschrieben. Auch im KULINARIKER des Öfteren erwähnt, kommt mit dem Louise unbestritten ein Top-Produkt in die Kelche. Ein Champagner, der die besonderen Momente benötigt. Selektion von Pino Noir- und Chardonnay-Trauben aus den 100%-Lagen in Cramant, Aÿ und Avize. Unscheinbar die Flasche, 12,5 Prozent Alkohol. Mineralität, die einfach nur perfekt riecht. Leichte Zitrus-Noten, ein wenig Mandel und weißer Pfirsich. Restzucker liegt bei 6 g/l, Gesamtsäure bei 5,2 g/l. Diesen Champagner kann man hervorragend mit geschlossenen Augen und ein wenig Mahler genießen. Oder eben zu Speisen: zartes Huhn, weißer Trüffel auf feiner Pasta. Diese Eleganz und Finesse hat seinen Preis: 100 Euro. Kategoriesieger.

Champagne de Castelnau Réserve Brut

Dieser Brut ist ein Produkt aus 40 % Chardonnay, 40 % Pinot Meunier und 20 % Pinot Noir (17 % Reserve-Weine). Es resultiert ein komplexer Champagner, der vom Wine Spectator 90 Punkte bekam (IWSC: Gold, SWA 2015: Gold, CM de Bruxelles: Gold). Hoch dekoriert also, liefert der Brut mit 12,5 % Alkohol ab. Restzucker: 11.1 g/l; Säure: 4,2 g/l. Aprikose und Pfirsich sind erkennbar, sehr frisch wirkt das Produkt. Ein klassischer Alleskönner, der als Starter oder zum Dessert passgenau ist. Ein komplexes und rundes Tröpfchen! Preis: 20 Euro im Angebot bei Belvini.

Champagne Vranken Diamant Brut

Ein Champagner, den wohl so ziemlich jeder Champagner-Trinker kennt. Die Flasche ist schon ein Hingucker, Vranken hat hier ein schönes Design geschaffen. Hellgelb kommt der Diamant in die Gläser. Erst 1976 machte sich Paul-François Vranken an die Gründung des Champagnerhauses. Heute werden bereits 200 Hektar Rebfläche bewirtschaftet. Für den Diamant kamen Chardonnay und Pinot Noir in die Tanks. Eine feine und stete Perlage resultiert in den Gläsern, eine komplexe Frische zeigt sich. Aromen von Feige, Kirsche und Pflaume liegen in der Nase, optimal als Aperitif. Aber auch passgenau zu mildem Käse oder fruchtigen Desserts. Preis: ca. 45 Euro.

Champagne André Roger Millésieme 2009 Brut

Auf einem Hektar tummeln sich für diesen Brut etwa 9000 Rebstöcke. Auf Kalk gewachsen, ebenfalls - wie sein Rosé-Freund – Handlese. Bei diesem Brut sind die Pflanzen etwas jünger (25 – 40 Jahre). Restzucker liegt bei 12 g/l, Säure 7,6 g/l. Das Spiel zwischen Säure und Süße erscheint dennoch mehr als ausgewogen. Ein Champagner, der mit hellgelber Farbe aufwartet, eine zügige Perlage präsentiert. Aus dem A.O.C. kommend, verteilen sich hier 85% Pinot Noir und 15% Chardonnay. Also schnell genießen, so wie den Preis: 45 Euro.

Laurent-Perrier Brut

Ein Klassiker der Champagner. Einen Laurent dürfte so ziemlich jeder Mal getrunken haben. Dieser Brut reift mindestens 36 Monate auf der Flasche. Die Magnum des Brut sogar 4 bis 5 Jahre. Hellgelb kommt der Brut in das Glas. Der A.O.C. bringt 50% Chardonnay, 35% Pinot Noir und 15% Pinot Meunier zusammen. Eine feine und stete Perlage, Noten vom weißen Pfirsich, Apfel und junge Birne entwickeln sich. Die Grundweine der Cuvée kommen aus mehr als 55 Lagen. Der Chardonnay-Anteil offeriert: Aperitif mit leichtem Fisch, milder Käse oder auch zarte Mandelspeisen. Ein Alleskönner für 39 Euro.

Perrier Jouet Grand Brut Champagner

12% Alkohol wandern bei diesem Brut ins Glas. Und die aus einer recht prominenten Ecke der Champagne: aus Epernay. Man merkt sofort, dass hier intensiv der Chardonnay verarbeitet wurde. Heller Pfirsich, frischer Apfel dominiert den Mund. Ein Champagner, der zum Menü viele Stationen abbilden kann: als Starter (mit ein wenig süßen Vorspeisen); zum Hauptgang oder zum Dessert (Ananas und Co.) ist der Perrier Jouet ist ein schöner Begleiter. Hellgelb kommt er in die Gläser, feine Perlage. Preis: etwa 35 Euro.

Champagne Duval-Leroy Blanc de Blancs Millésime 2006 Prestige

Dieses Haus steht seit nunmehr 152 Jahren für Chamapagner aus Vertus. Aromen von Mandarinen, Birne und Mandeln zeigen sich gepaart mit einer seidigen Glätte im Gaumen. 100% Chardonnay stehen für… na klar: Côte des Blancs. Von dort kommen die großen Chardonnays. Verarbeitet wurden die besten zertifizierten Grand Cru Parzellen. Eine präsente Frische im Glas, hellgelbe Farbe begleitet die Aromen… 90 Punkte gab es von Parker für diesen 2006er. Vollmundig und elegant ist dieser Champagner. Ein hervorragendes Produkt zu einem vernünftigen Preis: ca. 50 Euro.

Champagne Alfred Gratien Brut Millésimé 2000

Ein rundes und komplexes Produkt ist der 2000er. Ein toller Champagner für Lammgerichte oder feine Pilz- und Trüffel-Kleinigkeiten. Oder einfach mal eine Auster dazu. Das Aroma erscheint fruchtig, aber nicht zu dominant. Nussnoten sind im Hintergrund, darum vielleicht auch passgenau zum Dessert mit pikanter Schokolade. Hellgelb mit schönen Reflexen aus Pinot Meunier und Chardonnay. Feine Perlage hält sich im Glas, 12,5 Prozent Alkohol. Restzucker liegt hier schon bei mehr als 9 g/l, Gesamtsäure bei etwas mehr als 10 g/l. Und wenn hier der Naturkorken fliegt, kommt ein Multitalent für etwa 50 Euro in die Kelche. Zum Wohl!
 
Champagne Louis Roederer Vintage 2009

Dieser Jahrgangschampagner ist etwas ganz Besonderes. Fruchtbetont, feine Vanillenoten und ein saftiger wie auch eleganter Geschmack im Gaumen. Wine Spectator verteilte 93 Punkte. Die Aromen von Zitrus, feinen Kräutern und das feine abgestimmte Spiel der Süße und Säure: wunderbar! 12 Prozent Alkohol, ein Brut von einem großen Champagnerhaus. Über 200 Hektar besitzt Roederer, ausschließlich im Premier- und Grand Cru-Bereich. Dieser Vintage kommt aus gutem Hause, ist der optimale Begleiter zu Fisch und Krustentieren. Kleine Kaviarbrote, Muscheln und ein 2009er Roederer: perfect match! Preis: ca. 58 Euro

Champagne de Castelnau Brut

Von Belvini flatterte dieser Testkandidat ins Feld. Gelbgold mit schönen grünlichen Reflexen im Glas: der Champagner bezieht seinen Glanz aus 82 Prozent Pinot Noir und 18 Prozent Pinot Meunier. Verhaltene 10,9 g/l Restzucker stehen 4,8 g/l Säure ausgewogen gegenüber. Helle Pfirsichfrucht, Ananas und Pflaume erscheinen in der Nase. Eine feine Perlage startet im Glas. Ein komplexes und dichtes Produkt liefert Castelnau hier ab. Und das bei 12,5 Prozent Alkohol und einem Einstiegspreis von sympathischen 25 Euro!

De Saint Galle Orpale 2002

Der Orpale ist ein Geschmacksungeheuer! Toller Champagner, der abermals mit der Rebsorte Chardonnay daherkommt. Eine fein-prickelnde Perlage schlängelt sich vom Moussierpunkt empor. Der Orpale 2002 entspringt aus 1200 Hektar eigenen Weinbergen (dafür: Hut ab!). Im Glas entwickelt dieses feine Tröpfchen eine wahnsinnige Frische, lebt von Aromen zwischen frischen Birnen, Apfel und Pfirsich. Ein Champagner, der genossen werden muss. Der Orpale ist ein Solotänzer: angeschnallt und mit feinster Auster genossen. Oder einfach nur so mit geschlossenen Augen. Daumen hoch für den Orpale 2002! Preis: sportliche aber lohnende 89 Euro.

De Saint Galle Extra Brut Blanc de Blancs

12,5% Alkohol, extra Brut. Dieser Blanc de Blancs liefert mit 100 Prozent Chardonnay ab, das ist eher selten – oder sagen wir mal: ungewöhnlich. Als Gärverfahren wurde hier die Klassische Flaschengärung - Méthode Traditionnelle eingesetzt. Ein Champagner der sehr klar ausgerichtet ist: fast staubtrocken, tolles Produkt. Saint Gall GmbH in Saarbrücken liefert den Tropfen, der für etwa 38 Euro zu bekommen ist. Ein toller Preis für ein tolles Produkt!

De Saint Galle Brut Blanc de Blancs

12,5% Alkohol, ebenso wie der Extra Brut von De Saint Galle. Dieser 1er Cru liefert ebenfalls mit 100 % Chardonnay ab, hellgelb schimmert’s im Glas, feine Perlage. Vor dem Essen mit kleinen Vorspeisen, klar Chardonnay, Fisch zum Beispiel wäre passend. Oder auch die eine oder andere Jakobsmuschel oder Auster wäre gut; Krustentiere. Preislich liegt der Franzose bei fairen 36 Euro.

Champagne Deutz Brut Classic

Der Klassiker von Deutz. Obschon Teil der Firmengruppe Roederer (seit 1993), verfolgt Deutz seine eigene Linie. Mit dem Classic gibt es je ein Drittel Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Eine feine Perlage steht im Glas, Nuancen von Zitrus und Pfirsich sind vernehmbar. Ein wirklich harmonische Produkt, das Frische und Eleganz vereint. Empfehlung/Speisen: Aperitif oder Ente. Weißes Fleisch, zartes Lamm. 90 Parker-Punkte gab es für diesen Deutz. Wine Spectator: 91/100. Preis/Leistung: sehr gut. Kategoriesieger: zu beziehen für etwa 35 Euro.

Champagne André Roger Grande Réserve Grand Cru

Auf Kalk und Lehm gewachsen, kommt dieser Roger mit einem Restzucker von 14 g/l und einer Gesamtsäure von 7,1 g/l daher. 12 % Alkohol bringt dieser A.O.C. in das Glas. Feine Perlage entwickelt sich, weißer Pfirsich/Aprikose sind vernehmbar. Ein klassischer Starter ist dieser Roger, kann aber auch ohne Probleme zum fruchtigen oder mandellastigen Dessert genossen werden. 80 Prozent Pinot Noir und 20 Prozent Chardonnay sind in diesem Champagner vereint, erste Gärung: Holz; zweite Gärung: Flasche. Die Flasche des Champagnerhauses Roger (von 1876) gibt es für vorzügliche 38 Euro!

Champagne Devaux Grande Réserve Brut

Dieser Champagner ist ein Blend aus verschiedenen Crus. 9,6 g/l Restzucker, 4,9 g/l Säure. Ein ausgewogenes Spiel, das von 12 Prozent Alkohol begleitet wird. Eine stete Perlage zeigt sich im Glas. 70 Prozent Pinot Noir und 30 Prozent Chardonnay wurden verarbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: es ist ein wunderbar frisches Produkt, das komplex erscheint und Noten von Pfirsich und Apfel abliefert. Ein Champagner, der als Aperitif passt, ebenso wie zum Pasta- oder Dessertbereich (weiße Schokolade/weiße Frucht). Schon zu bekommen für: 25 Euro.

Piper-Heidsieck Cuvée Sublime

Ein Klassiker im Glas! Kellermeisters Régis Camus wurde 2013 bereits zum achten Mal zum „Sparkling Wine Maker of the Year“ gekürt. Eines seiner Produkte: der Sublime. Eine feine Perlage im Glas. Ein Aperitif-Champagner oder aber auch ein Begleiter für Meeresfrucht oder Austern. Demi-Sec im Mantel von 12% Alkohol. Wertung gefällig? Goldmedaille International Wine Challenge 2015, Decanter Asia Awards 2014, Mundus Vini 2013 und Decanter World Wine Awards 2013. Preis stabil wie im letzten Jahr bei gleicher Qualität: 37 Euro.

Champagne Louis Roederer Brut Premier

Fruchtig kommt dieser Champagner aus der Flasche in die Gläser. Apfel, Birne, weißer Pfirsich. Das Traditionshaus hat mit diesem Premier ein Produkt auf dem Markt, das selbst in dieser Klasse Top-Bewertungen eingefahren hat: zum Beispiel Wine Spectator 92/100. Ein wenig Mandel wird offenbart, feine Perlage. Auch für den Nachtisch das passende Tröpfchen. Ein voller Finesse erstellter Champagner, komplexes Bukett. Gelblich-grün im Glas, tolle Reflexe, feine Säurestruktur. Feiner mineralischer Nachhall im Gaumen. Preis: 35 Euro.

Piper-Heidsieck 2006 Vintage Brut

Einst soll Frankreichs Regentin Marie-Antoinette dem Premium-Cuvée von Piper-Heidsieck verfallen sein. Würde sie noch leben, sollte sie vielleicht den 2006 Vintage Brut mal probieren. Denn, auch wenn etwa 200 Jahre später, liefert das Champagnerhaus auch damit schön und präzise ab. Eine tolle Frische ist im Anmarsch, wenn die erste Perlage im Gaumen versinkt. 12 Prozent Alkohol, ein genialer Starter in Sachen Kaviar, Meeresfrucht – oder einfach nur so! Aprikose/Pfirsich ist dezent schmeck- und erlebbar, hellgelb schimmert der Vintage im Glas. Für etwa 45 Euro zu bekommen. Daumen hoch!

Champagne Deutz Blanc de Blancs 2009

Der Deutz 2009 ist ein Côte des Blancs-Spross. Die Chardonnays aus dieser Region sind legendär und zählen zu den besten Trauben überhaupt. Das merkt man diesem Deutz an. Es ist ein präzises Produkt, komplex und mit einer Aromendichte, dass einem fast die Worte fehlen. Augen zu und genossen: weißer Pfirsich und die Nuancen von reifer und nicht zu präsenter Frucht eröffnen sich aus dem Glas. Mit 12 Prozent kommt der 2009er daher, 9.2 g/l Restzucker, 4,2 g/l Säure. Vom Kalkboden kommend, liefert der Deutz eine feine Mineralität. Empfohlen zu Fisch, weißem Fleisch. Als Aperitif ohnehin. Ein tolles Produkt für 75 Euro!

Champagne Alfred Gratien Brut

Der Klassiker von Gratien bringt, ebenso wie seine Kollegen aus dem Hause, eine feine und lange Perlage in die Gläser. Frische Früchte, Zitrus und weiße Pfirsiche erscheinen als Aromen. Goldgelb kommt das Tröpfchen daher, das aus Chardonnay und Pinot Meunier entstanden ist. Klassische Flaschengärung, also Méthode Traditionnelle, wurde verwendet. 12,5 Prozent liefert der Champagner ab, Parker vergab dafür 88 Punkte. 30 Prozent Reserve-Weine sollen hier mit eingeflossen sein. Ein Champagner für alle Gelegenheiten: für etwa 28 Euro zu bekommen.

Champagne Drappier Carte D’Or

Der Carte D’Or ist ein gelungenes Tröpfchen: 90 % Pinot Noir, 7 % Chardonnay, 3 % Pinot Meunier – nicht gerade alltäglich. Der Weinberg Drappiers erstreckt sich über 100 Hektar, seit 1808 ist das Familienunternehmen, vornehmlich mit Anbauflächen um das Städtchen Urville liegend, mit verschiedenen Parzellen im Champagner-Geschäft. 7g/l Dosage, 12% Alkohol sind das Ergebnis dieses Champagner, der sich gut mit den verschiedensten Käsesorten versteht. Weißer Pfirsich umschmeichelt Quitte. Die Perlage: in unserer Testflasche verlor sie schnell den Schwung. Genießen kann man allerdings den Preis: nur 24 Euro fehlen nach dem Kauf im Geldbeutel. Zum Wohl!

 

Champagner (rosé)

Alfred Gratien Cuvée Paradis Rosé Brut

Wieder ein Kandidat mit viel Tradition: Das Haus Gratien kommt aus Èperny und stellt seit 1864 Champagner her. Pinot Meunier trifft bei diesem Champagner elegant auf die Chardonnay-Traube. Es resultiert ein Produkt, das klassisch vor dem Dinner getrunken wird. Kräftige lachsfarbene Töne in Richtung Grapefruit. Aromen, die Erdbeere und Himbeere erleb- und trinkbar machen! Sehr feinperlig kommt dieser Champagner daher, liefert mit 12 Prozent Alkohol ab. Ein frisches Bukett trifft auf liebliche Nuancen. Ein gelungener Champagner, keine Frage! Preis: etwa 70 Euro.

Champagne de Castelnau Rosé Brut

Dieser Rosé hat sich eine ungewöhnliche Kombination ausgesucht: 35 Prozent Chardonnay, 14 Prozent Pinot Noir und 51 Prozent Pinot Meunier. Es resultiert ein prämierter Champagner: New Zealand IWS: Gold, CM de Bruxelles: Gold und ebenso Gold:Guide G&G. Ein Champagner der den Namen Brut verdient. 4,6 g/l Restzucker und ebenso 4,6 g/l Säure. Farblich irgendwo zwischen Grapfruit und Lachs. Noten von Kirschen und reifen feinen Früchten sind vernehmbar. Ein leichter und zarter Tropfen für viele Gelegenheiten. 12,5 Prozent Alkohol erscheinen passend als Starter mit Trüffel oder auch als Champagner zum Dessert mit weißer Schokolade. Preislich liegt dieser Champagner bei 30 Euro.

Champagne Louis Roederer Rosé Brut 2011

Zartrosa Lachstöne erscheinen bei diesem Roederer im  Glas. Der Champagner duftet nach schön roter Johannisbeere, frischen Kirschen und erntefrischer Erdbeere. Nicht zu stark, dezent. Passgenau. Mit 12 Prozent kommt der Roederer daher, feinste Perlag die lange im Glas steht. Auszeichnungen: Wine Spectator: 94 Punkte; Wine & Sprits: 94 Punkte; Wine Enthusiast: 93 Punkte. Na klar, Aperitif passt hier hervorragend. Aber auch als Begleiter zum Fisch im Hauptgang oder sogar als Partner zu einem fruchtigen Dessert: der Alleskönner in Rosa. Perfektes Produkt! Preis liegt bei etwa 57 Euro.

Champagne André Roger Grand Cru Vieilles Vignes Rosé

45 Jahre alt sind die Rebstöcke dieses Champagner, befinden sich auf etwa 200 Höhenmetern. Und: dieser Roger ist Resultat einer Handlese. Im Glas schimmert eine feine rosa Farbe, dunkle Beere, Kirsche ist präsent – eine feine Perlage entwickelt sich im Glas. Dieser Rosé aus kalkigem Boden lag mindestens 36 Monate auf der Hefe. Die Pinot Noir Traube (100%) ist wunderschön präsent. Wie immer bei „älteren“ Rebstöcken: weniger Ertrag, mehr Geschmack: q.e.d. – passgenau als Aperitif oder klassisch zum Fisch. Restzucker: 14 g/l, Gesamtsäure: 7,2 g/l. Zum Wohl für diesen A.O.C.! Preis: geschmackvolle 35 Euro.

Champagne Devaux Blanc de Noirs Brut

Der Name sagt es bereits: hier wurde Pinot Noir verarbeitet. 12 Prozent Alkohol, werden von 6,6 g/l Restzucker und 4,7 g/l Säure begleitet. Hier hat Devaux 20 Prozent der Keller-Reserve-Weine einfließen lassen, das Produkt erlebt so die entsprechende Qualität. Die Perlage zeigt sich als wild, aromatisch ein Spiel zwischen fruchtigen Äpfeln, Zitrone und Anis. Hört sich nach einem klassischen Alleskönner an: und so ist es auch! Denkbar zu Pastagerichten mit Trüffel, als Aperitif, pikantes Finger-Food oder auch zu Schokolade mit Chili oder Pfeffer. Ebenso: würzige Käse. Preis: etwa 35 Euro.

Champagne Deutz Rosé

Premier-Crus und Grand-Cru-Lagen werden hier vereint. Ein farblich zwischen Grapefruit und lachstönen liegendes Produkt im Glas. 12 Prozent im Glas, feine Perlage. Der Deutz gefällt, wahrscheinlich nicht zuletzt wegen der Zugabe von 8% rotem Wein aus alten Reben. Drei Jahre auf der Hefe resultieren eine fantastische Frische und milde Nuancen. Der Champagner zügelt die Säure treffsicher, Aperitif oder Dessert: die freie Wahl. Empfehlungen gehen in Richtung Wild oder Lamm. Aber auch zu Pilzgerichten – gerne auch Trüffel – ein guter Partner. Dessert: weicher Käse, nicht zu pikant. Daumen hoch! Preis: ca. 50 Euro.

Laurent-Perrier Cuvée Rosé Brut

Diese feine Tröpfchen ist ein - vielleicht sogar: der - Klassiker der Roséweine. Die ersten Flaschen brachte Laurent-Perrier bereits 1968 auf den Markt. Seit fast 50 Jahren entwickelt das Champagnerhaus nun diesen Rosé - Chapeau! Dunkle Beeren (Johannisbeere, Himbeere), Erdbeere und Kirsche formen eine feine Nase. Die Farbe ist rosafarben mit rötlichem Einstich, kräftiger als der eine oder andere Rosé. Mindestens vier Jahre reifen diese Fläschchen im Keller, die jeweils zehn verschieden Crus beinhaltet. Der Flakon ist speziell, ein richtiger Hingucker. Genießen sollte man diesen Laurent-Perrier zu schönen Fischspeisen (Thuna, Lachs) oder auch zu einem schönen würzigen Käse – gerne auch Fruchtdessert. Ein Alleskönner im Rosébereich für 69 Euro.

Champagne Devaux Cuvée Rosée

Restzucker von 10,4 g/l und Säure von 4,7 g/l resultieren ein ausgewogenes Spiel. Dieser Champagner besteht zu 70 Prozent aus Pinot Noir, 30 Prozent kommen von der Chardonnay-Traube. Zartrosa erscheint der Devaux im Glas, Noten von roten Beeren und weißen Kirschen sind erkennbar. Die im Keller des Hauses gelagerten Reserve-Weine sollen je nach Cuvée zwischen 10 und 25 Prozent Zugabe ausmachen. Ein Champagner, der als Aperitif oder auch zum Dessert sticht. Fruchtiger Nachtisch oder Schokolade: ein kongenialer Partner. 12 Prozent Alkohol zu einem Preis von etwa 35 Euro.

Champagne Monmarthe Brut Rose

Der Rose de Ludes bringt anständige 12 g/l Zucker ins Glas, 12 Prozent Alkohol kommen dazu. Ein „fruchtiges Kerlchen“, kommt mit einer wilden Perlage in die Kelche. Die Säure orientiert sich am Privilege von Monmarthe: gerade mal 5 g/l. Der Rose de Ludes ist ein schönes Getränk vor dem Essen, ist aber auch schöner Begleiter für fruchtige Desserts: Erdbeeren, Pfirsich, leichte Schokolade. Es wurden 40% Pinot Noir und 40% (!) Pinot Meunier verarbeitet. Und der Rest? 20% Chardonnay. Ein schönes Produkt aus dem Hause Monmarthe. Preis: 38 Euro.

Champagne Duval-Leroy Femme Rosé de Saignée 2007

Also: das ist mal eine Ansage! Dieser Rosé hat mit Abstand die besten Noten eingeheimst. Dieses Flagship von Duval-Leroy kommt mit 12,5% Alkohol in die Gläser, hat den zarten Rosé-Ton wie er sein muss. Ein komplexes Produkt, das die Frische, die nötig ist, nicht vermissen lässt. Tolle rote Beeren stehen im Vordergrund, ein Champagner, der nur in den guten Jahren das Haus verlässt. 2007 war so eines. Die Cuvée Femme ist ein Champagner für ganz feine Momente: passgenau für den Alba-Trüffel, fein aufgeschnittene Entenbrust oder elegante Pasta mit dezentem Fischgeschmack (Gambas und Co.). Oder einfach eine schöner Auster dazu. Alle Daumen hoch für dieses Ausnahmeprodukt: Stolze 125 Euro kostet dieser Sieger-Champagner. Empfehlung: Für ganz besondere Momente! Kategoriesieger!

Piper-Heidsieck Champagner Rosé Sauvage Brut

93 Punkte und eine Auszeichnung von Wine Spectator hat dieser 12-Prozenter eingeheimst. Schwarze Johannisbeere, Waldfrucht und eine schöne Farbe zeichnen diesen Champagner aus. Pinot Noir ist die Hauptrebsorte, ein wenig Meunier durfte auch noch mit in die Flasche. Die Perlage: wild und fein. Ein guter Aperitif, passgenau zu frischem Obst, Früchten oder Beeren. Oder einfach als Outro… Warum nicht zum Frucht-Dessert? Eggers & Franke in Bremen stehen parat diesen Rosé für etwa 37 Euro auszuliefern. Zum Wohl!

 

Schaumwein (outside Champagne white)

Conte Vistarino 1865

Im letzten Jahr schon erfolgreich im Test gewesen. 13% Alkohol bringt der 1865 auf die Waage. Ein Pinot Nero Metodo Classico. Seit dem 17. Jahrhundert ist die Familie Giorgi di Vistarino im Oltrepò Pavese ansässig. Lediglich 5% Chardonnay ergänzen 95% Pinot Noir. Es ist ein komplexes Produkt, das frisch und fruchtig – Zitrus schimmert geschmacklich durch – daherkommt. Ein genialer Partner zu Fischgerichten, aber auch zu leichten Vorspeisen. 36 Monate Flaschengärung auf der Edelhefe und eine sechsmonatige Verfeinerung kosten etwa 20 Euro.
 
Ferrari Brut

Ein Voll-Klassiker, keine Frage. 12,5 Vol. Prozent hat dieser Italiener. Robert Parker vergab 90 Punkte, Wine Spectator ebenso. Ein Spumante der Familie Lunelli, der mit wahrhaft guter Struktur in die Gläser fließt. Rebsorte: 100% Chardonnay. Ein wirklich ausbalanciertes Produkt, schöne stete Perlage, das 3 Jahre auf der Hefe lag. Stets mit der nötigen Drehung (ein Besuch im Keller und man kann die Arbeiter, die die Flaschen drehen, beobachten!). Im strohgelben Kleid schimmern grüne Reflexe, eine Augenweide. Reiche Frucht im Apfelbereich, ein Spumante für alle Gelegenheiten. Fisch, Dessert Frucht, helles Fleisch: perfekt! Preis: sparsame 19 Euro.

Conte Vistarino Pinot Nero Blanc de Noir Brut

Ein Spumante mit 12,5 Vol. Prozent Alkohol, 6 Monate auf der Hefe, Säure bei etwa 6,8 g/l. Im Glas kommt der Schaumwein recht blass rüber, hat aber eine schöne Nase. Der Conte ist ein Resultat von einer Handernte und einer vermeintlich schonenden Verarbeitung. Ein Sparkling für alle Gelegenheiten: klassisch zu Fischgerichten, aber auch zu mildem Käse vorstellbar. Elegant, optimales Säue/Süße-Spiel, dezente Aromatik. Ein wenig Apfel, Pfirsich und beerige Aromen. Übrigens: 100% vegan – und 100% Pinot Nero. Preis: 10 Euro.

2014 Riesling Sekt Brut

Aus deutschen Landen – vom Weingut am Nil (Kallstadt). Mit 11,4 g/l Restzucker, etwas mehr Säure (7,1 g/l) und 11 Prozent Alkohol kommt dieser Schaumwein daher. Eine tolle Überraschung, ist das Spiel der Säure und Süße dieses Pfälzers doch ausgewogen. Gewachsen auf Lehm aus Kalksteinverwitterung, kommt dieses trockene Tröpfchen zielsicher und elegant ins Glas. Nicht unbedingt mit Champagner vergleichbar, aber eine eigene Liga. Ausbau in der Flasche, ein All-Day-Sparkling: aufmachen und genießen, wenn der Riesling ruft! So nah und doch so gut… Preis: 15 Euro.

Ferrari Perlé 2009

Ferrari ohne PS – aber mit einer gehörigen Portion flüssiger Tradition. Der Perlé ist der Klassiker des italienischen Vorreiters des Chardonnay-Anbaus. Hätte sich Giulio Ferrari wirklich mal gedacht, dass aus Italien Top-Sparklings kommen? Wahrscheinlich nicht, erreicht hat es das Haus dennoch. Dieser Schaumwein ist komplex, hat feine Pfirsich- und Mandel-Töne. Ein eleganter und kostengünstiger Vorreiter. Gerne zum Start in einen netten Abend, warum nicht mal Muscheln oder Fisch-Fingerfood dazu? Hier steht der Chardonnay weit vorne, also passgenau für alles was aus dem Meer kommt. Preis: tolle 27 Euro!

Alois Kiefer Pinot Brut 2013

Vorsicht, Pfälzer im Test! Das Wein- und Sekthaus ist ein 1950 vom Ehepaar Alois und Rita Kiefer gegründetes Haus aus Sankt Martin (gerade mit neuer Vinothek). 40% Pinot Noir und 60% Pinot Blanc sind in die Produktion dieses 2013er eingeflossen. Im vergangenen Jahr belegte der Kiefer bei uns noch Platz 2. Zuckergehalt: 0,8g/l. 13% Alkohol wandern in das Glas. Auf 21 Hektar baut das Unternehmen an. Kiefer ist ein Familienbetrieb wie man ihn sich wünscht... Vinifikation: Bernhard und Sohn Philipp Kiefer; Technik: Andreas Kiefer; Verkauf/Kunden: Sabine, Helga, Susanne & Mercedes Kiefer. Der Pinot Brut: feine Perlage, reduzierte Säure, fruchtig und frisch. Und mit 15 Euro ein Schnappdich.
   
Giulio Ferrari Riserva del Fondatore 2005

Ferrari? Nee, hat nix mit den Sportwagen zu tun. Sondern mit exzellenten Schaumweinen aus Italien. Wer sich mal in der Nähe des Gardasees aufhält, sollte zwingend die nördliche Route einschlagen und Ferrari - an der Schnellstraße gelegen - aufsuchen. Gute 20 Millionen Flaschen (ja – richtig gelesen!) lagern dort im Keller. Und mit dem Riserva ist ein ganz besonderes Tröpfchen im Test. Dieser Spumante ist ein Trockenbett für den Gaumen (Extra Brut), 12,5 Prozent Alkohol bringt dieser Spumante in’s Glas. Die Trauben kommen aus der Einzellage Maso Pianizza, Ergebnis: ausgewogen im Säure/Süße-Bereich und einfach nur lecker! Kategoriesieger: Top… Preis ca. 68 Euro!

Franciacorta Mosnel EBB 2011

10.000 Flaschen hat das italienische Unternehmen davon auf den Markt gebracht. In der Provinz Brescia gelegen, erstreckt sich die Landschaft der Franciacorta südlich des Iseosees (jüngst in den Medien wegen der Christo-Aktion „Floating Piers“). Die Region ist eines der ersten Gebiete in Italien, das 1967 den DOC-Status bekam. 1995: Auszeichnung DOCG-Prädikat für die im Flaschengärverfahren hergestellten Weine (Metodo Classico). Frisch kommt dieser Mosnel daher, überzeugt durch Zitrusnoten, Kräuterakzente. Es ist ein Schaumwein mit einer anständigen Perlage, ein wilder Tanz im Glas. Dieser facettenreiche Wein ist für etwa 35 Euro zu erwerben.

 

Schaumwein (outside Champagne rosé)

Conte Vistarino Pinot Nero Rosé Brut

Das lachsfarbene Gegenstück zum Blanc de Noir von Conte Vistarino, erscheint im Glas zunächst eher blass. Kalkhaltiger Ton beherrscht die Anbaufläche, diese liegt bis zu 400 Meter hoch. Die Alterung: 2 Monate auf der Hefe. Das ist nicht gerade viel für einen aus Pinot Noir Trauben bestehenden Schaumwein. Das Ergebnis ist ein Wein, der immer trinkbar ist: zu Fisch, Meeresfrüchten oder auch als Unterstützer für fruchtige Salate. 12,5 % Alkohol liefert der Pinot Nero (mit 7 g/l Zucker) ab. Preis: 10 Euro.

Franciacorta Mosnel Parosé 2011

Ebenso wie vom EBB, hat Mosnel von diesem Rosé 10.000 Flaschen produziert. Neben den dunklen Beeren und Zitrusnoten, erscheinen in der Nase fruchtige Aromen von getrocknetem Obst. Ein Schaumwein, der einem jahrhundertealten Anwesen mit Weinkellern entspringt. Seit 1836 steht die Familie Barboglio als Eigentümer in den Büchern. Mit diesem Schaumwein gelingt ein Balanceakt zwischen Süße und Säure, der als gelungen bezeichnet werden darf. Pfeffrige Noten ergänzen die Aromen und folgern ein Produkt, das sich gut als Starter versteht. Oder auch als Begleiter zu mildem Käse. Kategoriesieger: Preislich etwa 35 Euro.
 
Conte Vistarino Saignée della Rocca Cruasé

Cruasé? Eine Wort-Kunstform. Man nehme eine Portion Cru (Lage) und Rosé. Cruasé ist die geschützte Bezeichnung der Roséversion des DOCG-Schaumweines. 100% Pinot Noir, 13% Alkohol. Eine helle und klare Farbe zeigt sich im Glas. Eine schön kontrollierte Säure trifft auf einen tollen Körper. Ein Rosé für viele Gelegenheiten: Aperitif, ideal mit Fisch oder Krustentieren. Auch als Begleiter für fruchtige Desserts geeignet. Geschmacklich: gelbe Frucht, leichtes Mandelaroma, schöne Perlage. Ein Spumante mit Kaufempfehlung! Preis: etwa 20 Euro!

Fotos: Hersteller / Produzenten

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Zuletzt bearbeitet am 30/01/2017

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