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Die kleine Welt der großen Gropello-Trauben

Zu den wichtigsten Schätzen des Weinbaus im Valtènesi gehört die Groppello-Traube. Ihr Name ist auf das Bild eines Knotens "groppo", den die Traubenbeeren bilden, zurückzuführen. Diese delikate und seltene Sorte wird nur noch auf dem etwa 400 Hektar großen Gebiet an der Westküste des Gardasees angebaut.

"Mit seinen Varianten Groppello Gentile und Groppello di Mocasina, die jede für besondere Boden- und Mikroklima-Verhältnisse geeignet sind, ist der Groppello das prägende Element der DOC Valtènesi", sind sich die Winzerkollegen Corrado Becchetti Binkert sowie Diego Lavo und Christina Inganni vom Weingut Cantrina einig.

"Wir haben uns entschlossen, unseren Weinen abseits der üblichen Wege ein absolut kreatives und daher einmaliges Gepräge zu verleihen. Wir verfügen über vorwiegend lehmhaltige Mischböden, die den Weinen eine beachtliche Struktur und zugleich bemerkenswerte Frische verleihen – zwei Eigenschaften, welche die Langlebigkeit unserer Weine garantieren", erklärt Christina Inganni.

Vorurteils- und bedingungslos

Gegründet wurde die Kellerei des gleichnamigen Dorfes Cantrina Anfang der 90er-Jahre. Der Ertrag des etwa sechs Hektar großen Weingartens beträgt rund 30.000 Flaschen jährlich. "Unsere Philosophie ist, die Charakteristik der Trauben ins Glas zu bringen, die das kleine Fleckchen Erde, das wir bearbeiten, hervorbringt. Uns begeistert die Arbeit im Weinberg und im Keller nach dem Motto 'libero esercizio di stile'. Dies bedeutet vorurteils- und bedingungslos, aber immer mit dem Respekt vor der Natur, die uns die Früchte unserer Weinberge schenkt", sagt die studierte Künstlerin Christina Inganni. Wegen ihrer künstlerischen Vergangenheit wird auch verständlich, dass sie gegen den allgemeinen Zeitgeist ihren eigenen, sehr persönlichen und überzeugenden Stil des Weinmachens gefunden hat. Inzwischen sind gleich mehrere Sterneköche rund um den Gardasee auf diese besonderen Tropfen aufmerksam geworden und bieten die Weine auf ihrer Karte an.

Foto: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 21/08/2016

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Autor

Carola Faber

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