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SIRHA Lyon 2021: Italien gewinnt "Pastry World Cup"

So ein wenig Standortbestimmung, durchaus Innovation, auch Networking ist dabei – bei der diesjährigen SIRHA Messe in Lyon. Aber so ein wenig feiert sich die Branche auch selbst...

Die 20. Ausgabe der SIRHA ist durchaus als kleiner Meilenstein im Food-Bereich zu sehen. Denn der Tenor lautet allen Orts auf der Messe: "Endlich geht es wieder los." Und so zeigte sich diesjährig, dass Lyon wieder einmal kulinarischer Taktgeber ist, die halbe F&B-Welt sich traf und hinter den Fassaden fleißig in Planung und Orientierung für die "Nach-Corona-Zeit" ging.

Es waren hunderte Aussteller die sich zunächst im Rahmen der Messe vom 23. Bis 27. September versammelten und alles aus den Bereichen Tischkultur, F&B und Technik präsentierten. Natürlich – wie auf allen Messen – geht es zuallererst um die reine Anwesenheit. Denn der Branche war durchaus anzumerken, dass die letzten 1,5 Jahre Spuren hinterlassen haben – das wurde in Gesprächen und in den Veranstaltungen immer wieder betont. Nichtsdestotrotz ist die SIRHA mehr als "nur" eine Messe.

Nahezu 2000 Aussteller kamen auf die SIRHA um Produkte aus Gastronomie, Hotellerie und Industrie vorzustellen.
Nahezu 2000 Aussteller kamen auf die SIRHA um Produkte aus Gastronomie, Hotellerie und Industrie vorzustellen.

 

Denn wie so oft im Rahmen solcher Großveranstaltungen, waren Hauptaugenmerke vielfach auf die einzelnen Wettbewerbe gelegt. Und die wurden auf der SIRHA vielfältig für die verschiedensten Bereiche der Branche duchgeführt. In unterschiedlichen Hallen der Messe – insgesamt teilten sich die Aussteller auf sieben Hallen auf – fanden die Veranstaltungen und Wettbewerbe statt. Und die waren allesamt gut besucht.

Über den "World Burger Contest", "Pastry masterclasses", "Masse Trophy", "French Cup Tasters Championship" oder auch die "European Championship of Sweet Art" fanden Events für alle Interessen statt. Dass das Hauptinteresse, gerade in Lyon, natürlich auf anderen Wettbewerben lag, dürfte unschwer nachvollziehbar sein. Denn in der Heimat von Paul Bocuse, waren der "Pastry World Cup" und natürlich der "Bocuse d`Or" die Publikumslieblinge.

Zuschauer und Medien drängten sich in die Halle 6, in der der Coupe du Monde de la Pâtisserie stattfand.
Zuschauer und Medien drängten sich in die Halle 6, in der der Coupe du Monde de la Pâtisserie stattfand.

 

Und das machte sich schon am Freitag der Messe, aber noch viel mehr am Samstag bemerkbar. Denn an diesem Tag kam es zu dem oben erwähnten "Coupe du Monde de la Pâtisserie". Die Ränge waren in der Veranstaltung mehr als gefüllt - als es zu finaler Entscheidung kommen sollte, drängten sich die Zuschauer und "supporter" hundertfach in den Wettbewerbsraum. Jedes teilnehmende Team wurde mit unbeschreiblicher Lautstärke und "Fan-Gesängen" unterstützt. Und selbst wer solche Veranstaltungen schon einmal besucht hat, dürfte von der Stimmung im Saal mehr als überrascht gewesen sein.

Die Teilnehmer des Wettbewerbes kamen diesjährig aus Frankreich, Großbritannien, Ägypten, Südkorea, Russland und Japan. Diese Länder präsentierten sich zunächst am Freitag. Am Samstag folgten die Teilnehmer aus Chile, Algerien, Mexiko, der Schweiz und Italien – und eben an diesem Tag sollte die Halle wahrlich ein Hexenkessel für die Teilnehmer werden. Denn jedes Team wurde so lautstark unterstützt, dass selbst die Musik der übermächtigen Boxen übertönt wurde.

Das Team Japan: Mitfavorit auf den Titel.
Das Team Japan: Mitfavorit auf den Titel.

 

Diesjährig wurde der Wettbewerb durch eine hochrangige Jury geleitet:

- Giuseppe AMATO (Pastry Chef, La Pergola***, Rom, Italien)
- Sang Hoon DEGEIMBRE (Chef, L’air du temps***, Éghezée, Belgien)
- Dominique CRENN (Chef, Atelier Crenn***, San Francisco, USA)
- Bandon DEHAN (Oustau de Baumanière***, Les Baux-de-Provence, Frankreich)
- Eunji LEE (Pastry Chef, New York, USA)
- Jordi ROCA (Pastry Chef, Celler de Can Roca***, Girona, Spanien)
- Sébastien VAUXION (Pastry Chef, Le Sarkara**, Courchevel, Frankreich)
- Glenn VIEL (Chef, Oustau de Baumanière***, Les Baux-de-Provence, Frankreich)

Und schaut man auf die Namen: mehr geht da kaum. Dass gerade die französischen Jury-Mitglieder wie Dehan, Vauxion und Viel abgefeiert wurden, dürfte kaum verwunderlich sein. Dennoch versteckte sich mit Jordi Roca aus dem Celler de Can Roca vielleicht das berühmteste Jury-Mitglied...

Teil der Jury: Guiseppe Amato, Jordi Roca, Dominique Crenn und Sébastien Vauxion (v.l.n.r.)
Teil der Jury: Guiseppe Amato, Jordi Roca, Dominique Crenn und Sébastien Vauxion (v.l.n.r.)

 

Die jeweilige Team-Leader der einzelnen Teilnehmer waren:

- ALGERIEN: Yakoub MEHENNI, Brüder Traiteur - Algier, ALGERIEN
- CHILE: Gustavo SÁEZ, GS Gastronomia - Santiago, CHILE
- ÄGYPTEN: Ahmed YOUNES, Norwegian Hospitality Group - Oslo, NORWEGEN
- FRANKREICH: Stéphane GLACIER, Gletschertraining und -beratung, Gebäck und Delikatessen - Colombes, FRANKREICH
- ITALIEN: Alessandro DALMASSO, Pasticceria Dalmasso - Avigliana, ITALIEN
- JAPAN: Hiroshi IGARASHI, Patisserie La Rose des Japonaise - Tokio, JAPAN
- MEXIKO: Francisco VÁZQUEZ, Nougatine Academy - Mexiko-Stadt, MEXIKO
- RUSSLAND: Yulia IVANOVA, Rocco Forte Hotel Astoria - St. Petersburg, RUSSLAND
- SÜDKOREA: Suk gewann LEE, Treffen - Ulsan, SÜDKOREA
- SCHWEIZ: Patrick BOVON, Le Duo Créatif - La Tour-de-Peilz, SCHWEIZ
- VEREINIGTES KÖNIGREICH: Jamie HOUGHTON, Le Manoir aux Quat'Saisons - Oxfordshire, VEREINIGTES KÖNIGREICH

Danksagung und Vorstellung der Sieger...
Danksagung und Vorstellung der Sieger...

 

Und so kam es, dass am frühen Abend in der Halle 6 des Euroexpo-Geländes die Stimmung zunehmend ausgelassener wurde. Als dann gegen 18 Uhr alle Vorbereitungen für die Bekanntgabe der Gewinner abgeschlossen waren, die üblichen Danksagungen an die Sponsoren & Co. vollzogen wurden, kam es zur ersehnten Verkündung.

Zunächst bekam Chile als Gewinner für die "Beste Teamleistung" ihren Preis. Für die Schweizer gab es folgend dann den Preis "Nachhaltigkeit". Waren die Chilenen noch voller Freude für den vergebenen Preis, schienen die Schweizer eher unzufrieden. So ein wenig malten sie sich wahrscheinlich einen Platz auf dem Treppchen aus...

Die Sieger: Team Italien!
Die Sieger: Team Italien!

 

Final kamen dann das Team aus Frankreich auf Platz drei, die auch etwas enttäuscht wirkten, auf Platz zwei einer der Mitfavoriten, Japan. Sieger wurde letztendlich das Team aus Italien - und konnte so einen Scheck über 21.000 Euro in Empfang nehmen…

 

Impressionen:

Fotos: SIRHA Lyon 2021

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Zuletzt bearbeitet am 08/10/2021

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