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Lurton-Weine reifen in den Kellern geschichtsträchtiger Schlösser

Bereits seit 1650 widmet sich die Familie Lurton dem Weinanbau. Mehr als 30 Weingüter weltweit betreibt Frankreichs größte Weinfamilie.

Darunter befinden sich mehrere malerisch gelegene Schlösser, in dessen Keller herausragende Weine reifen. Das Weinbaugebiet Bordeaux verdankt seinen ausgezeichneten Ruf André Lurton, der dort mit Engagement und Empathie für den An - und Ausbau der Weinwelt sorgte. Geboren wurde André Lurton 1924 im Château Bonnet. Erworben hatte das Schloss im Jahr 1897 sein Großvater, ein Likörfabrikant. Er baute es zum Weingut mit 120 Hektar Rebflächen aus. Im Jahr 1955 gehörten nur noch 30 Hektar zum Gut. Sein Enkel André Lurton pachtete dann für den vorübergehenden Anbau von Mais und Alfalfa zunächst 200 Hektar Land. Nach und nach rekultivierte er erfolgreich die Weinberge, so dass er später seinen Söhnen Weingüter in Saint Emilion, Margaux, Pessac-Léognan und Entre-deux-Mers vererben konnte. André Lurton war unter anderem im Rahmen des Bordelaiser Weinverbands für die Förderung des Exports verantwortlich. Während der Tätigkeit machte er die Bekanntschaft mit den Marketing-Spezialisten Dr. Olaf Müller und Jacques Héon. Als diese 1974 Jacques’ Wein-Depot gründeten, wurde André Lurton ihr erster Bordeaux-Lieferant. Nach dem Tod von André Lurton im Jahr 2019 werden die Hauptgeschäfte der Weindynastie von Jaques Lurton geführt.

Château Bonnet

Die Ursprünge von Château Bonnet gehen auf das 16. Jahrhundert zurück. Schon damals wurden erste Reben gepflanzt. Zu einem der erfolgreichsten Weine gehört dort der Château Bonnet Blanc, der durch ein Etikett geschmückt ist, das die Ansicht von 1974 zeigt. Schon in den 1970er Jahren gehörte André Lurton zu den Winzerpionieren, die im Entre-deux-Mers-Gebiet statt lieblicher Blancs frische, hocharomatische, moderne Weißweine herstellten. Einen hervorragenden Genuss bietet der Wein von 2019, eine Cuvée aus Sauvignon Blanc, Sémillion und Muscadelle mit einem wunderbar ausgewogenen Aromenspiel zwischen Zitrusfrüchten, Stachelbeeren und Birnen. Trocken, frisch, cremig und würzig. Der Château Bonnet Réserve 2015 gefällt mit seiner Eleganz, Kraft und Saftigkeit. Nuancen von Eiche, Pflaume und schwarzer Johannisbeere sind noch lange zu vernehmen.

Château Rochemorin

Anfang des 16. Jahrhunderts erfolgte die Anlage erster Weinberge beim Château Rochemorin. Schon damals wusste man um das hervorragende Terroir. So beschloss André Lurton dort mehr als die Hälfte der Flächen mit Cabernet Sauvignon und etwas weniger mit Merlot zu bepflanzen. Heute wird in dem sehr modernen Keller eine automatisierte Traubenselektionsmaschine "Tribaie" eingesetzt, die es ermöglicht, für die Vinifizierung gesunde, ganze und reife Beeren zu erhalten. Nach der etwa dreiwöchigen Maischegärung, wird der Rotwein für zwölf Monate in Eichenfässern ausgebaut. Nach etwa drei Jahren öffnet sich der Wein, zeigt neben Frucht- und Röstaromen, Vanille, Gewürze und Holz. Ein gut strukturierter Wein mit viel Eleganz!

Ein Spitzenprodukt: Der Château La Louvière 2015 überzeugt durch Komplexität und enorme Weichheit / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Ein Spitzenprodukt: Der Château La Louvière 2015 überzeugt durch Komplexität und enorme Weichheit / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Der körperreiche Chateau de Rochemorin Blanc 2016 punktet mit seiner Rassigkeit, leichten Salznoten, Vanille, Zitrusfrüchten, Öligkeit und Kräutern. Ein untypischer, ganz anderer, aber begeisternder Sauvignon Blanc.

Château de Barbe Blanche

Das geschichtsträchtige Château de Barbe Blanche befindet sich mitten in der Appellation Lussac-Saint-Emilion. Zum schmucken Anwesen gehören 28 Hektar Weinberge. Schon König Henri IV. soll Ende des 16. Jahrhunderts von den ausgezeichneten Weinen der Barbe Blanche geschwärmt haben.

Der rote Château de Barbe Blanche 2014, ein Premium-Rotwein, entwickelt zunehmend sein betörendes Bukett aus einer Melange von getrockneten Rosinen, Zwetschgen und Paprika. Hier mischt sich Opulenz mit Finesse. Ein faszinierender, komplexer Wein mit zarten Rauchnoten und enormer Fülle im Abgang.

Château La Louvière

Die Ursprünge vom Château La Louvière gehen auf das Jahr 1310 zurück. Damals soll dort auf dem Arreal ein Steuereintreiber mit Namen Guilhem de La Louvière um sein ehemals kleines Anwesen einen ersten Weinberg angelegt haben. Seitdem verzeichnet das Schloss eine wechselhafte Geschichte und immer wieder gibt es Dokumentationen über die Produktion herausragender Weine. Mit dem Château La Louvière 2015 und der Herkunftsbezeichnung Pessac-Léognan präsentiert das Weingut Château La Louvière einen mehr als gelungenen Rotwein aus Cabernet Sauvignon und Merlot. Vielschichtigkeit, Komplexität und enorme Weichheit prägen diesen Rotwein, der Aromen von Beerenfrüchten, Kirschen und Gewürzen enthält. Beeindruckend auch der enorm lange Abgang. Wunderbar!

Château Couhins-Lurton

Schon 1895 gewannen die Weine vom heutigen Château Couhins-Lurton auf der Ausstellung in Bordeaux eine Silbermedaille. Ein Jahr später erhielt das Weingut 1896 eine Auszeichnung für den tadellosen Zustand seiner Weinberge.
Der geschmacksintensive Château Couhins blanc 2916 ist ein Grand Cru Classé de Graves, der in der Appellation Pessac-Léognan produziert wird. Der Weinberg hat ein Gesamtgröße von rund sechs Hektar und profitiert von seinem Terroir, das aus einem Tonhang besteht, der sich auf einen Kalksockel stützt. Der Château Couhins-Lurton white ist ein harmonischer, runder, und komplexer Wein, der Eleganz, Frucht und Frische vereint. Jeder Tropfen des Weins bedeutet Hochgenuss.

Elegante Weine der Spitzenklasse produziert das Familienweingut Lurton / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Elegante Weine der Spitzenklasse produziert das Familienweingut Lurton / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Vignobles André Lurton, https://eng.andrelurton.com

Fotos: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 03/04/2021

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Autor

Carola Faber

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