Weingut Kabola: Kostbarkeiten aus Amphoren

Istrien ist längst als ein Feinschmeckerparadies bekannt. Zu den vinophilen Kostbarkeiten dürfte das Weingut Kabola gehören.

Es schmiegt sich in die malerische, grüne Landschaft der istrischen Halbinsel auf 275 Metern über dem Meeresspiegel zwischen der Trüffelhochburg Buje, den Dolomiten und dem Meer. Der Boden der Weinberge auf dem Hügel Stancija bei Momjan besteht hauptsächlich aus Lehm und Mergel.

Bereits 1891 begann die Weinbautradition der Familie Markežić. Sie setzten ihren ersten Meilenstein mit dem Muškat Momjanski. Heute leitet Marino Markežić den Betrieb. Hauptsächlich baut er die Rebsorten Malvasia (Malvazija Istarska), Muškat Momjanski, Cabernet Sauvignon, Teran und Merlot an. Eine gut durchdachte Arbeit im Weinberg und im Keller, eine starke Selektion der Trauben und das Streben nach einer charakterstarken Stilistik sorgten immer wieder für Aufsehen.
So wurde Kabola 2014 auch als erstes Öko-Weingut in Istrien zertifiziert.
Ein besonderes Markenzeichen von Kabola ist der Orangewein.

"Wir haben ein altes Rezept entdeckt und dadurch einen Wein gewonnen, den die alten Römer und Griechen schon vor langer Zeit genossen haben. Der Gärungsprozess erfolgt auf Basis eigener Hefen. Dieser Wein kann auch nach mehreren Jahren genossen werden", berichtet Marino Markežić.

Bernsteinfarben leuchtet der Malvasia aus der Amphore / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Bernsteinfarben leuchtet der Malvasia aus der Amphore / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Für diesen Wein werden nur Trauben aus der besten Lage verwendet. Die Mazeration erfolgt mit den Traubenschalen für sieben Monate in 2000 Liter großen Terrakotta-Amphoren im Garten hinter dem Weingut. Danach reift der Wein für zwölf Monate ohne Schalen in Fässern aus slawonischer Eiche, um schließlich weitere zwölf Monate auf der Flasche zu ruhen.

Der exquisite Geschmack des bernsteinfarbenen Weins ist reich an Aromen, die an Kräuter, Quitten, Bittermandel, Ananas, Apfel, Nüsse, Rosinen erinnern. Geschmacklich sind unter anderem auch getrocknete Feigen, Orangen, Honig, Karamell- und Cognac-Noten zu entdecken. Internationale Weinexperten honorierten den harmonischen, körperreichen und vielschichtigen Amphorenwein, denn mit dem "Malvazija Amfora" erhielt 2010 erstmals ein istrischer "Amphoren-Wein" 90 Parker-Punkte.

Ebenso wird aus der Rebsorte Teran exzellenter Amphorenwein gewonnen. Der Teran Amfora 2016, besticht durch seine changierenden Aromen, die zwischen Waldbeeren, Vanille, dunkler Schokolade, Leder, Pflaume und dezenten Rauchnoten variieren. Mineralität, Tannine und Frische kennzeichnen den roten Amphorenwein, der mit seinem Wechselspiel zwischen Balance und Intensität wie auch dem extrem langen Abgang begeistert.

Marino Markežić leitet das Weingut Kabola / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Marino Markežić leitet das Weingut Kabola / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Schließlich betört der Supremo 2015, eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Teran auf eine ganz besondere Weise. Sein changierendes, farbenreiches Bukett entwickelt immr neue Aromenspiele, die von schwarzen Johannisbeeren, Leder, Kaffee, Tabak bis zu Waldbeeren, Vanille und Rauch reichen. Jeder Schluck birgt neue Kombinationen der einzelnen Nuancen, die in ihrer Vielfalt wie ein Kaleidoskop auf die Geschmackssinne wirken. Eindrucksvoll ist auch der lange Nachklang.

Kabola, https://kabola.hr

Fotos: Carola Faber

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Autor

Carola Faber

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