Weingut Baron Knyphausen: Weingenuss auf geschichtsträchtigem Boden

Der Name des Weinguts Baron zu Knyphausen ist unmittelbar mit der Geschichte verbunden. Bereits im Jahr 1141 gründeten die Mönche vom Kloster Eberbach mit dem Klosterhof Drais eines der ältesten Güter im Rheingau...

Dort bauten die Zisterzienser Gemüse an betrieben Viehzucht. Schon 23 Jahre später wird der Draiser Hof zum ersten Mal als "Weincellarium" erwähnt. Im Jahr 1335 wird von den Mönchen der Spätburgunder aus dem Burgund in den Rheingau gebracht. Die Familie der Barone zu Knyphausen, ein ostfriesisches Adelsgeschlecht, kaufte 1818 den Draiser Hof. Baron Gerko zu Knyphausen übernahm 1969 den Hof und stellte ihn auf den Qualitätsweinbau um, so dass das Weingut 1972 als Mitglied im VDP Verband Deutscher Prädikatsweingüter aufgenommen wurde.

Seit 2015 wird das Anwesen mit dem Weingut in achter Generation durch Baron Frederik zu Knyphausen und seiner Familie bewirtschaftet. Zu dem bedeutenden Weingut gehören die bekannten Lagen Erbacher Marcobrunn, Erbacher Hohenrain und Erbacher Steinmorgen. Angebaut werden 75 Prozent Riesling und 15 Prozent Pinot Noir.

Weitere zehn Prozent sind dem Anbau der autochthonen Rebsorte Roter Riesling sowie auf einer Parzelle dem historischen Rebensatz mit den traditionellen Rheingauer Rebsorten Gelber Orleans, Weißer Heunisch, Elbling, Silvaner, Roter Riesling, Riesling und Gewürztraminer gewidmet. Jährlich werden auf dem biologisch bewirtschaften Weingut mit zwölf Hektar Rebfläche rund 70.000 Flaschen produziert.

Die Familie der Barone zu Knyphausen kaufte 1818 den Draiser Hof mit dem Weingut und Gutshaus / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Die Familie der Barone zu Knyphausen kaufte 1818 den Draiser Hof mit dem Weingut und Gutshaus / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Im Weingut Baron zu Knyphausen wird konsequent die Philosophie der VDP.Klassifikation verfolgt. Es wird größter Wert auf gut strukturierte und körperreiche Weine schon bei den VDP.GUTSWEINen gelegt. Die VDP.ORTSWEINE sowie VDP.ERSTE LAGE und VDP.GROSSE LAGE werden nur Weine abgefüllt, die einen deutlichen Charakter gegenüber den anderen Weinen aufzeigen.

"So kann es auch sein, dass wir in einem Jahr aus einer Lage auch mal keinen Wein mit Lagenbezeichnung produzieren. Insbesondere Spätlesen und Auslesen sowie auch die höheren Qualitätsstufen wie Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen, aber auch trockene Lagen-Weine, produzieren wir nur dann, wenn das Traubenmaterial entsprechende Qualität hat intensive und körperreiche Weine hervorzubringen", bestätigt Baron Frederik zu Knyphausen. Neben den Raritäten, den herausragenden Trockenbeerenauslesen und dem 2012 Erbacher STEINMORGEN Riesling Eiswein edelsüß überzeugen besonders die Weine der Klassifikation VDP.Grosse Lage mit ihrer charakterstarken Expressivität und Reife. Auch der 2012 "Breborn" Spätburgunder VDP.GUTSWEIN gefällt mit seiner filigranen Struktur und Vielschichtigkeit.

Alte Fässer zieren einen Teil des Kellers im Weingut Baron Knyphausen / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Alte Fässer zieren einen Teil des Kellers im Weingut Baron Knyphausen / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Zum umfangreichen Sortiment zählt unter anderem die Gisbert Special Edition, eine limitierte Auflage 2014 Riesling Qualitätswein, die passend zur neuesten CD des Musikers Gisbert zu Knyphausen „Das Licht dieser Welt“ ausgewählt wurde. Ein außergewöhnlicher lohnender Wein ist der 2017 Valle de Aconcagua Carménère Gran Reserva trocken, der von der Vina Baron Knyphausen aus Chile stammt.

Eine perfekte Gelegenheit, die Weine auf dem geschichtsträchtigen Weingut zu probieren, bietet sich bei einem Aufenthalt im Gutshotel, bei einer der vielen Veranstaltungen, beim Besuch der Weinlounge 1141 oder in der 1818 Weinbar.

Daniel Nöller ist der Chefkoch vom Weingut Baron Knyphausen / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Daniel Nöller ist der Chefkoch vom Weingut Baron Knyphausen / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Dort wird unter der Leitung Daniel Nöller, Mitglied der Vereinigung europäischer Spitzenköche Euro-Toques, ein spannendes gastronomisches Gesamtkonzept geboten. In lockerer Atmosphäre werden zu den ausgezeichneten Weinen kleine, feine Rheingauer Tapas serviert. Für die neu interpretierten, klassischen Speisen werden größtenteils Zutaten aus dem Rheingau und Hessen verwendet.

Zu den kreativ zubereiten Tapas gehören zum Beispiel das Bio-Ei mit grüner Sauce und Kartoffel. Der Handkäs mit Musik wird in Riesling und Apfelsaft zubereitet und unter "Linse küsst Ziege" ist ein bunter Linsensalat mit Ziegenfrischkäse und einer Honig-Currysauce zu verstehen. Ein Highlight ist der Buchen-Salm. Heiß geräucherter, mit frischen Kräutern belegter Lachs, aus dem eigenen Räucherofen und mit Meerrettich. Und zum Schluss die Crème Brûlée mit Spätburgunderfrüchten, begleitet von dem Pinot Noir Breborn. Ein kulinarisches Gedicht!

Weingut Baron Knyphausen, https://www.baron-knyphausen.de

 

Impressionen:

Fotos: Carola Faber
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Autor

Carola Faber

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