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Frescobaldis "Wow"-Weine erobern den Weltmarkt! (Teil 2)

Natürlich stammt das auf dem neuen Frescobaldi-Gut Perano zu den Spitzenweinen gereichte herausragende Olivenöl "Laudemio" von den besten Olivenhängen des Frescobaldi-Imperiums! Wir werden es beim Degustationsmenü mit Begeisterung verkosten...

Und nicht wenige werden es später dem Marchese Frescobaldi gleichtun und ihrem Steak vom Chianina-Rind einen guten Schuss dieses goldenen Öls angedeihen lassen. Im Mittelalter bezeichnete man übrigens mit "Laudemio" jenen Teil der Ernte, der dem Gutsherrn vorbehalten blieb. Heutzutage steht das "Laudemio Frescobaldi" indes nicht mehr für die unschönen Zeiten der Mezzadria, sondern für höchste Qualität extra nativen Olivenöls. Und bei der jährlichen traditionellen Olivenernte helfen heute wie selbstverständlich zahlreiche Dorfbewohner ringsum mit – natürlich freiwillig und mit Enthusiasmus!

Hauptanlass für das nun folgende herausragende Viergängemenü ist aber dennoch die Verkostung der drei Superweine Tenuta Perano Chianti Classico 2016, Tenuta Perano Chianti Classico Riserva 2015 und schließlich des neuen Rialzi Tenuta Perano Chianti Classico Gran Selezione 2015, von dem nur wenige hundert Flaschen auf den Markt gelangen werden. Um es gleich vorweg zu nehmen: Man müsse, so der höchst aufgeräumte Lamberto Frescobaldi am Kopf der Tafel, als Weinjournalist nun nicht alle Waldbeeren dieser Welt herunterbeben, um die Aromen und die außerordentliche Klasse des Weins darzustellen. Er begnüge sich mit einem kurzen Bonmot.

Küche der Osteria.
Küche der Osteria.

 

Als der Chefönologe des weltbekannten Edelweingutes Château Pétrus die superelegante Gran Selezione verkostete, sagte dieser schlicht nur: "Wow!" Der im Barrique gelagerte Wein mit 14,5 % Alkoholgehalt entstand eben gleich auf dem felsig kalkhaltigen Boden des Rialzi-Hügels gleich neben der Cantina, wo 5000 Rebstöcke pro Hektar gepflanzt wurden.

Nun, solche "Wow"-Weine sind natürlich auch der 2016er Chianti Classico und der 2015er Chianti Classico Riserva der Tenuta Perano. Insbesondere ebenfalls herrlich elegante 2016er trägt dabei die Handschrift des Chefönologen Dr. Niccoló D`Afflitto, dessen Philosophie es auch in Zukunft sein wird, auf die Eleganz des jeweiligen Jahrgangs zu setzen und so immer wieder neue, einzigartige Unikate zu schaffen.

Weinberg Rialzi, wo die Gran Selezione geerntet wird.
Weinberg Rialzi, wo die Gran Selezione geerntet wird.

 

Noch etwas anders und nach früheren Maßstäben hergestellt ist der unglaubliche 2015er Riserva (14 % Alkoholgehalt), dem der Markgraf sogar "einen Touch von Merlot" attestiert. Und tatsächlich ist dieser auf steinreichem Galestro-Boden gezogene Wein eine fulminante Extraklasse für sich, bei weitem profunder als der 2016er und herrlich im Abgang! Aber der 2016er (/13,5 %) besticht eben auch, ist überzeugend in seiner Eleganz. Dies kommt insbesondere bei den gereichten Speisen zum Ausdruck. Und natürlich passen der 2015er Riserva und die Gran Selezione besser zum Chianina-Rind.

Aber schon bei den Antipasti, (spuma di fegatini di pollo su cubetti di pan brioche tostati, degustazione caprino: Hühnerleberschaum auf Würfelchen geröstetem Pan Brioche, Verkostung von Ziegenkäse) entpuppte sich der 2016er als Sieger. Insbesondere der auf einem kleinen Biohof nahe Pienza hergestellte Caprino ist eine Wucht, wie man später auch beim Dessert (Cremoso fresco al Caprino Bio di Pienza, composta di albicocca, sbriciolana di mandorla: frisch cremiger Bio-Caprino aus Pienza mit Aprikosenkompott und Mandelsprengseln) erleben darf.

Marchese Lamberto Frescobaldi.
Marchese Lamberto Frescobaldi.

 

Und natürlich sind auch die zum Primo gereichten Cappellacci ripieni di fiori di zucca e primosale BIO al tartufo, servito su crema di zucchine al timo, elicriso e pinoli: Die mit Kürbissamen, Trüffel und Bio-Primosale gefüllte Teigtaschen, serviert auf Zucchinicreme an Thymian, Helichrysum italicum (italienische Strohblume, "Currykraut”) und Pinienkernen sind ein Gedicht und ein klarer Fall für den 2016er!

Überhaupt überzeugt Leonardos und Francescas phantastische Küche über die Maßen. Und man kann bei ihnen auch getost Rebhuhn, Kaninchen, Gerichte vom berühmten Cinta Senese-Schwein und sogar Baccala (Kabeljau) ordern. Und man sollte den Weg zur versteckt liegenden Tenuta Perano niemals scheuen. Sowohl die Kellerführung als auch die Osteria sind jeden Reisekilometer wert. Der Wein sowieso!

Weinberge von Gut Perano.
Weinberge von Gut Perano.

 

Und wer dann auch noch, wie wir, mit Verwalter Riccardo Giusti eine kleine Spazierfahrt zum grandiosen Amphitheater der Weinberge rund um das Castello di Perano unternimmt, wird die Toskana von ihrer schönsten Seite erleben. Der möglicherweise einzige Wermutstropfen ist das Castello di Perano selbst, Anders als die noch bewohnten Wirtschaftsgebäude ist es verwaist und steht leer, soll aber immense Kunstschätze bergen. Das bis ins 10. Jahrhundert zurückdatierende Kastell war übrigens bis 1967 im Besitz der legendären Florentiner Bankiersfamilie Strozzi.

Aber dem Blick auf das intensiv wirkende Gesamtkunstwerk der Weinberge der Tenuta Perano tut auch das unklare Schicksal dieses Kastells keinen Abbruch.

Information zu allen Frescobaldi-Weinen:
Marchesi de` Frescobaldi, Via Santo Spirito 11, 50125 Florenz, Region Toskana, Italien, https://de.frescobaldi.com/, www.frescobaldi.com

Weingut (Tenuta) Perano: Strada di San Donato in Perano, 53013 Gaiole in Chianti, Provinz Siena, Region Toskana, Italien, https://de.frescobaldi.com/weine/tenuta-perano/; Führungen und Degustationen nach Voranmeldung; mit Weinladen und Osteria Perano Frescobaldi

Schlemmen vor Ort:
Osteria Perano Frescobaldi, Strada di San Donato in Perano, 53013 Gaiole in Chianti, Provinz Siena, Region Toskana, Italien, Tel. +49 0577 74 95 63, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., www.frescobaldi.com ; Öffnungszeiten: Mi 18.00 – 22.00, Do – Mo 12.00 – 15.00 und 18.00 – 22.00 Uhr, Di zu

Frescobaldi Olivenöl: LAUDEMIO Olio Extra Vergine di Oliva,
https://de.frescobaldi.com/frescobaldis-welt/laudemio/

 

Impressionen:

Fotos: Jürgen Sorges

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Zuletzt bearbeitet am 16/04/2020

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