Wo kulinarische Wellen hochschlagen...

Vor Kurzem stieg die erste Küchenparty im Restaurant "Oktopussy" des neuen New Wave Hotel auf der Nordseeinsel Norderney – und war sogleich ein Erfolg!

Man muss sich schon auf einen etwas längeren Weg machen, per Bahn, Auto und die letzte Stunde mit dem Schiff ab Norddeich – doch es lohnt sich. Zumal viele Nordsee-Hotels auch im Winter ihr Haus öffnen für unerschrockene Strandläufer und Fischluftfanatiker. Nun auch für Gourmets.

Im Juli 2019 eröffnet, gehört das Boutique-Hotel "New Wave" auf Norderney sofort mit zu den Spitzenhäusern auf der ostfriesischen Insel. Marisa Möller und ihr Vater Egbert Möller erfüllten sich mit dem Hotel-Neubau einen Traum. Die einladende, familiäre Atmosphäre ist schon beim Einchecken zu spüren, die enorm farbenfrohe Lobby macht gute Laune und die Farbdusche im Fahrstuhl, die auf dem Weg zur beeindruckenden Rooftop-Bar "Skyfall" im vierten Stock bei jeder Etage die Farbgebung des jeweiligen Stockwerkes signalisiert, macht zusätzlich munter.

Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen ... (Dalai Lama)

... so steht es an der Küchentür des "Oktopussy". Geschäftsführer und Chef Sascha Lissowsky startete (mitsamt seinen Erfahrungen aus dem 3-Sterne-Restaurant "La Vie" von Thomas Bühner/ Osnabrück) und seinem Küchenchef Klaus Zehbe die erste Küchenparty. Ein "Ingwer-Gimlet"-Cocktail macht den Auftakt an dem Abend – an mehr als acht Stationen in der offenen Küche und dem von außen durch große Fensterfronten einsehbaren Eck-Restaurant wird vor den Augen der 80 Gäste Bemerkenswertes zubereitet. Bei der Antipasti -Vielfalt von "Ziegenkäse-Crème-Brûlée" über "Kräutergarnelen mit Ananas-Chutney" bis zu "Auberginenröllchen mit Bulgur" fällt die Wahl schwer, denn das alles ist ja erst der Anfang.

Küchenparty: Töpfe und Pfannen im Lichterglanz...
Küchenparty: Töpfe und Pfannen im Lichterglanz...

 

"Gerösteter Oktopus mit Pulpogelee, Tomatenragout und confierten Tomaten" konkurrierte mit "Thunfisch a la plancha" auf gleich drei verschiedene Arten. Ebenfalls mit Akribie, Fingerspitzengefühl und Pinzette entstehen "Milchhaut-Ravioli mit Kalbs-Hummer-Füllung und Gurken-Wasabi-Sud", sie zergehen auf der Zunge und so ist auch hier die Warteschlange entsprechend lang. Eine "Rote Beete Gazpacho" mit – ganz küstenauthentisch – Matjes.

Wie macht man "Steinbutt mit Hummerschaum"? Wie genau geht klassisches Rib-Eye mit Sauce Bernaise? Oder was muss man bei "Kartoffelschaum mit Trüffel und porchiertem Wachtelei" beachten? Die Köche agieren souverän und stressfrei, sie hatten sichtlich Freude, sich in Töpfe und Pfannen gucken zu lassen. Das Sushi-Buffet scheint den ganzen Abend lang nachzuwachsen, für das Käsebuffet blickt man vom heimischen Deichkäse bis nach Frankreich, u.a. mit "Reblochon de Savoie" oder "Brie de Meaux". Von den reichlichen Dessertvarianten von Pâtissièr Maike Drews besticht fraglos die Champagnertorte. Ebenso wenig kann den rot-gold-schimmernden Trüffelpralinen mit Martini, Orange und Whisky widerstanden werden.

Küchenparty-Station: Thunfisch a la Plancha.
Küchenparty-Station: Thunfisch a la Plancha.

 

Die Wege auf Norderney sind kurz, als NW-Hotelgast kann man nach so einem Genuss sogar direkt in die Kissen sinken. Die 73 Zimmer mit meist offenen Bädern sind alle gleichermaßen im modern-maritimen Stil funktional designt, jedoch auf eine sehr phantasievolle Weise. Die friesischen Namen geben gleichzeitig das Ambiente wieder: Die "Seestern"-Zimmer sind in zarten Rosé-Tönen, kräftigen Korallenfarben sowie in goldenen Nuancen ausgestattet. Bei den "Dún"-Zimmern dienten die Dünen als Inspiration, hier sind es sanfte Erdtöne mit farblichen Akzenten in blaugrün und gelbgrün. In sandigen Nuancen sind die "Sãn"-Zimmer gestaltet, unterbrochen von Schwarz-Weiß-Kontrasten mit gelben Highlights. Die "Ney"-Zimmer spiegeln die vielen Gesichter der Nordsee und ihre unterschiedlichen Blautöne wider. Hingucker sind überall vor allem die Lampen.

Das Frühstück wird à la carte mit drei verschieden vorkonzipierten "Frühstückbrettern" angeboten, die allesamt außerordentlich schmackhaft und kreativ bestückt sind. Sie heißen "Fit for Norderney" u.a. mit einem frisch gemixten grünen Smoothie, "Swedish Dynamite", u.a. mit Eisgarnelen, würzig-eingelegtem Sill-Hering und saftigem Köttbullar. Oder "Toscana", u.a. mit einem Tomatenomelett und Vitello Tonnato. Natürlich sind viele Extras für Spezialisten bestellbar. Auf ein Buffet verzichtet man, aus Gründen des Umweltschutzes und der Abfallvermeidung.

Das à la carte Frühstücksbrett Fit for Norderney.
Das à la carte Frühstücksbrett Fit for Norderney.

 

Meeting Point für Hotel-, Inselgäste wie Einwohner ist – bis zu einer gewissen Windstärke – erwähnte Rooftop-Bar im 4. Stock, von dort kann man Norderney wunderbar überblicken. Und der mediterran begrünte "Secret Garden"-Innenhof mit Feuerring-Grill. er wird ebenfalls in den wärmeren Monaten seine große Zeit erfahren.

Wer am Abend ohne Küchenparty fein speisen möchte, findet auf der Abendkarte ausgezeichnete Gerichte vor: Kürbisrisotto mit Ziegenkäse, Rehrücken mit Boudin Noir, Roter Bete, Pistazien und Pastinaken oder – man ist am Meer – Loup de Mer und Muscheln im Muschel-Sud mit Artischocken und Fregola Sarda". Stets sehr stattliche Portionen und ideenreich auf Keramikgeschirr angerichtet. Wie schon auf der Küchenparty ist die Weinbegleitung durchdacht und erlesen, das Service-Personal unter Restaurantleiter Marcel Haan zuvorkommend und kenntnisreich.

Für Wellness- und Beautybedürfnisse kooperiert man eng mit dem wenige Minuten entfernten, örtlichen Badehaus … wer nach Norderney kommt, ist sowieso gern in Bewegung.

Informationen:

Bereits feststehende Küchenparty-Termine 2020 im Oktopussy/ New Wave:

21. Februar
28. März
30. April
27. Juni

Boutique Hotel NEW WAVE Norderney
Geschäftsführung:
Marisa Möller, Egbert Möller, Sascha Lissowsky
Hotelmanager Michael Buchhop
Luisenstraße 13, 26548 Norderney
www.new-wave.de

Fährverbindungen ab Norddeich: www.reederei-frisia.de

 

Impressionen:

Fotos: Hotel New Wave, Mike Krüger, Sarah Zehbe, Uta Petersen

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Zuletzt bearbeitet am 22/02/2020

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Autor

Uta Petersen

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