Der neue Masseto-Weinkeller

Tief in den blauen Lehm, der dem Weinberg unterliegt, gegraben ist der neue Weinkeller eine greifbare und symbolische Hommage an die Geschichte des Weinguts Masseto, eine rasante Entwicklung vom Gespür für das verborgene Potenzial dieser Weinbergslage bis zum international hochgelobten Wein.

"Der Weinkeller ist eine Hommage an die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Masseto. Er feiert die unglaubliche Geschichte eines Weins, der niemals existieren sollte", so Giovanni Geddes da Filicaja, CEO von Masseto. "Jahrelange Planung und Mühe wurden nicht gescheut, um das richtige Zuhause für den Masseto zu schaffen. Eines, in das die Erfahrung von drei Jahrzehnten eingeflossen ist, wobei jeder Aspekt so gestaltet wurde, dass er jeder noch so kleinen, minutiösen Anforderung des Keller-Teams gerecht wird".

Die technische Ausstattung des unterirdischen Gebäudes, das an einen heiligen Tempel erinnert, wurde nach umweltschonenden Prinzipien vorgenommen. "Es fehlt an nichts, und es gibt nicht mehr als nötig", sagte Massetos Gutsdirektor Axel Heinz. Er betonte, dass der Weinbau auf Masseto, der Strenge, Modernität und Tradition in Einklang bringt, unverändert bleiben wird. "Bei unserer Weinherstellung geht es darum, den Prozess zu reduzieren, die Intervention mit einer "Weniger ist mehr"-Philosophie zu reduzieren."

Das von den beiden Architekten Hikaru Mori und Maurizio Zito vom Studio ZitoMori entworfene Gebäude repräsentiert und verstärkt die diskrete, aber starke Identität von Masseto. Oberirdisch sichtbar sind am Hügel nur der Bereich der Traubenanlieferung und das restaurierte Masseto-Haus.

Der Komplex wurde für eine Weinerzeugung mithilfe des Gravitätsprinzips erbaut und profitiert von der natürlichen Isolierung durch den blauen Lehm. Er wurde symbiotisch in die ihn umgebenden Hügel und Rebflächen eingebunden. Die Architekten bezeichneten ihr unterirdisches Designkonzept als "The Quarry" - den Steinbruch. "Um die Anstrengung deutlich werden zu lassen, die erforderlich ist, um diesen Wein herzustellen, haben wir nicht durch Konstruktion, sondern durch Extraktion aus der monolithischen Masse des Hügels eine Reihe von Räumen geschaffen. Die unterschiedlichen Volumen, Höhen und Ebenen im Innern des Gebäudes erinnern an eine Goldmine, in der man den Adern des Edelmetalls bis zum Kern folgt", erzählte die in Japan geborene Architektin Hikaru Mori.

Für die architektonische Grundstruktur wurde vor Ort gegossener Beton verwendet. Im Inneren dominieren klare Linien aus Glas und Stahl, die durch Reihen von Eichenholzfässern ausgeglichen werden. Die strukturierten und stratifizierten Oberflächen erinnern an den extraktiven Bauprozess, während Öffnungen in der Wand ein vertikales Profil des unnachahmlichen Lehmterroirs freilegen.

Im Herzen des Komplexes befindet sich die Schatzkammer des Anwesens "Masseto Caveau". Unter perfekten Lagerbedingungen werden hier die Flaschen aller Jahrgänge seit 1986 aufbewahrt. Jede Flasche liegt in einer eigenen Vorrichtung aus Edelstahlgeflecht. Besser kann man die Geschichte des Weinguts nicht demonstrieren.

Der Jahrgang 2018 ist der erste, der in der neuen Kellerei unter der Aufsicht der neuen Kellermeisterin Eleonora Marconi vinifiziert wurde.

Masseto ist an der toskanischen Küste nahe beim kleinen Ort Bolgheri gelegen und ein Wein, den keiner geplant hat. Das Potenzial des Hangs, an dem sich die Reblage befindet, wurde in den achtziger Jahren endlich erkannt, als gegen alle Widrigkeiten, Ratschläge und lokalen Traditionen hier die ersten Rebstöcke gepflanzt wurden. Die Intuition hat sich ausgezahlt. Der blaue Lehm, die kühlende Meeresbrise und das reichliche vom Tyrrhenischen Meer reflektierte Licht tragen zur faszinierenden Kombination von Kraft, Eleganz und Komplexität des Masseto bei. Seit er 1986 aus der Taufe gehoben wurde, erhält er große internationale Anerkennung. Das Weingut wird von der Frescobaldi Familien-Gruppe kontrolliert.

Foto: Weingut Masseto

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Zuletzt bearbeitet am 15/04/2019

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