Großer Gourmet Preis 2018

Endlich mal ein Event in Bremen, dass sich in den Reigen der nationalen Gourmet-Veranstaltungen einreihen kann. Mit dem "Großen Gourmet Preis 2018 Grand Finale" lieferte das Dorint Park Hotel gekonnt einen hochwertigen Abend ab.

"160 Gäste erwarten wir am heutigen Abend", erzählt uns Direktor des Hauses Karsten Kenneweg kurz vor der Veranstaltung. Und gekommen sind sie alle. Kein Wunder, ist eine solch hochwertige Veranstaltung für das ansonsten kulinarisch wenig verwöhnte Bremen mehr als rar. Um genauer zu sein: eigentlich ist es die erste Veranstaltung dieser Art überhaupt.

Dennoch brachte die Leitung des Dorint Park Hotel eine renommierte kulinarische Sterne-Elite an die Weser. Unter den Köchen waren es in der Mehrzahl nationale Namen, allerdings zog es auch Fernando P. Arellano aus dem Hotel Castell Son Claret auf Mallorca in die Hansestadt. Auf der Insel ist er der unbestrittene Gourmet-König – und ebenfalls der höchstdekorierteste. Als einziger Zwei-Sterne-Koch auf Mallorca, wirbelt Arellano im Restaurant Zaranda in Michael Kühnes Ausnahme-Hotel an den Töpfen (siehe Artikel hier). Wer sich auf Mallorca in die Mauern des Castells verirren sollte, dem sei ein Besuch im Zaranda dringendst angeraten. Die Menüs in dem Sterne-Restaurant sind zwar durchaus gerne mal 15 Gänge und entsprechend recht zeitintensiv lang bzw. getaktet, allerdings sind es schöne kulinarische Geschichten, die Arellano dort auf die Teller transportiert.

Alle teilnehmenden Chefköche mit Hoteldirektor Karsten Kenneweg (l.).
Alle teilnehmenden Chefköche mit Hoteldirektor Karsten Kenneweg (l.).

 

In Bremen hatte Arellano einen vielleicht recht schweren Stand. Denn nach den ersten Gläsern Champagner und einigen Amuse-Bouche, geht ein solcher Starter gerne mal unter. Mit einer katalanischen Speise aus Schinken, Steinpilzen und Ei glückte ihm der Eintritt in den Abend jedoch recht gut – kongenial unterstützt durch einen 2016er Grauburgunder von Salwey. Ihm folgte, ebenfalls mit der zweithöchsten Michelin-Wertung im Gepäck, Hendrik Otto aus Berlins Adlon in die Hansestadt. Mit Gelbflossenmakrele, Saiblingskaviar, Ingwer und Nussbutter überzeugte der Gang absolut. Gerade die Frischearomen der beigefügten Limettenblätter und ein wenig Zitronengras machten den Gang spannend und wunderbar frisch.

Aus dem Restaurant Weinbar Weimar brachte Marcello Fabbri mit Unterstützung eines Westhofener Riesling 2016 von Groebe aus Rheinhessen schmackhaftes Risotto auf die Teller. Dezenter Parmesan ergänzte sich in einem kulinarischen Duett mit einem kühlen Sorbet. Prädikat: gekonnt!

Richtig nordisch wurde es dann auf dem vierten Teller. Dirk Luther brachte exotischen Chinakohl mit Ostsee-Aal an die Tische, gut unterstützt durch einen jungen und frischen Riesling von Franz Künstler. Der gebürtige Hamburger Luther traf im Park Hotel nicht nur die Geschmacksnerven der Gäste, sondern ebenfalls einen Thomas Martin, der mit zwei Sternen aus dem Louis C. Jacob anreiste – einer ehemaligen Wirkungsstätte Luthers.

160 Teller: Hendrik Otto richtet an.
160 Teller: Hendrik Otto richtet an.

 

Zur Ochsenschulter mit Schalotten und Sellerie wurde ein Bordeaux von 2012 gereicht, ehe das Outro durch Hausherr Christian Jentke mit einem Dessertbuffet und einer Riesling Auslese 2011 von Hövel eingeläutet wurde.

Ein illustrer Abend wurde den Besuchern versprochen – und alle Versprechen wurden eingehalten. Die Atmosphäre, der Service und das entspannte Rahmenprogramm - bei den Gästen lautete der Tenor: unbedingt wiederholen!

Fotos: Michael Schabacker

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Zuletzt bearbeitet am 07/11/2018

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