Sushi Sho Stockholm: Omakase at its best

Es ist ungewöhnlich. In einem kleinen, weiß gekachelten Raum drängeln sich etwa 20 Gäste in zwei Reihen an einer Bar. Das Sushi Sho zählt zu den jüngsten Sternerestaurants in Stockholm!

Ein festes Menü gibt es nicht. Was Chefkoch Carl Ishizaki morgens auf dem Markt entdeckt, wird abends verarbeitet. Gespeist wird in drei Settings, um 17, 19 oder 21 Uhr. Alle Gäste kommen zur gleichen Zeit an und erhalten das gleiche Menü. Die Stimmung ist quirlig, fröhlich. Es werden muntere Gespräche mit den Thekennachbarn aus Chicago, Los Angeles, Deutschland, Schweden und Norwegen geführt.

Nach den vielen Vorspeisen "Tsumami" empfiehlt es sich, mit "Omakase" fortzusetzen. Übersetzt bedeutet dieser Begriff so etwas, wie "Ich werde es Ihnen überlassen". Der Sushi-Koch kann so seine kulinarische Kreativität voll ausleben, denn er hat die freie Wahl in der Zusammensetzung der Speisen und auch bei der Reihenfolge. Rein vegetarische Gerichte sind ausgeschlossen, da immer Meeresfrüchte zum Dinner gehören. Außerdem werden viele Teller in Kombination mit Reis zubereitet. Gekocht wird im Sushi Sho direkt vor den Augen der Gäste.

Bevor Carl Ishizaki sein Restaurant eröffnete, arbeitete er bereits seit 20 Jahren als Sushi-Koch. Auf der Suche nach Top-Qualität und Präsentation der hohen Kunst des Edomae-Stils mit hochwertigen Meeresfrüchten entschied er sich, ein eigenes Gourmetrestaurant zu führen.

Das Sushi Sho.
Das Sushi Sho.

 

Das 15-gängige Sushi-Festmahl beginnt mit Hiramasa (Yellowtail), Oktopus von Schwedens Westküste und Tintenfisch. Anschließend wird die kulinarische Rundtour mit Makrele an Sesam fortgeführt. Außerordentlich gelingt die Leber vom Seeteufel mit japanischem Rettich und Ponzu. Die unverkennbare Handschrift des Chefkochs zeigt sich beim Gang mit Thunfisch, der 6,5 Stunden bei 72 Grad Celsius garte zusammen mit Eigelb, das fast ebenso lange in Soja-Sauce eingelegt war. Garniert mit geröstetem Reis und Scheibchen von Frühlingszwiebeln schmeckt der Gang einfach großartig. Die folgenden Gerichte, wie Barsch, Heilbutt, gegrillter Turbutt Skirt mit Pflaumenessig und Frühlingszwiebeln, gestreifter Jack sowie die japanische Gelbschwanzmakrele legt der Koch direkt in die Hände der Gäste. Ein Höhepunkt dürfte der Echte Bonito sein. Seine butterzarte Konsistenz gefällt besonders in der Kombination mit Ingwer. Das zuweilen nussige Aroma harmoniert mit den scharfen, süßen und sauren Charakteren der übrigen Bestandteile.

Als Finale wird das leicht süße Tamago Omelette aus Garnelen und Jakobsmuscheln gereicht. Fast direkt nach dem finalen Gang wir die Tresen-Küche - vor den Augen der Gäste – gereinigt und für die nächsten Gäste vorbereitet. Auch das ist ungewöhnlich.

Sushi Sho Stockholm: www.sushisho.se 

 

Impressionen:

Fotos: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 24/09/2018

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Autor

Carola Faber

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