Silentium - ein Schatz in der Chaletwelt

Evi Tschurtschenthaler gehört zu den ganz besonderen Köchinnen der alpin-mediterranen Küche. Die Gastgeberin in dem Kleinod "Silentium 1600" hat noch von ihrer Großmutter den Umgang mit Kräutern und Blüten gelernt...

"Schon als Kind bin ich mit ihr draußen in den Wäldern, auf den Bergen und Wiesen unterwegs gewesen. Sie hat mir beigebracht, welche Pflanzen im Essen oder als Heilmittel verwendet werden können", erinnert sich die beherzte Wirtin aus dem Pustertal an die Streifzüge in ihrer Kindheit. Später ergänzte sie ihr Wissen durch die Teilnahme an Kräuterkursen und Kochkursen. Eine ihrer Lehrmeister ist Anna Matscher, die einzige Sterneköchin Südtirols. "Die Anna ist eine wunderbare Frau. Sie hat auch schon bei mir gegessen, hat Gerichte meiner Rezepte in ihrem Restaurant in Tisens bei Meran angeboten und ich durfte ihre Rezepte testen, die nun in Annas erstem Kochbuch mit dem Titel `Schnittlauch statt Petersilie` veröffentlicht wurden. Darüber freue ich mich riesig", verrät die Südtirolerin, die mit Leidenschaft ihre vielfältigen Küchenkünste in einem außergewöhnlichen Kleinod im Pustertal praktiziert.

Die Frau, die aus Kräutern und Blüten Tees herstellt und sich noch mit der Kunst des Räucherns auskennt, vermittelt mit jedem Detail ihre Liebe zur Natur und deren Produkte. "Morgens weiß ich noch nicht, was ich für meine Gäste koche, aber sobald ich meine Pferde auf dem Hof im Dorf versorge, sprudeln die Ideen", gesteht die begabte Köchin. Bereits zum Frühstück, bei dem Eier der Hühner Berta und Paula serviert werden, legt sie die Menüvorschläge den Gästen vor. Zur immer äußerst schmackhaften Auswahl gehören Gericht, wie Brennnesselknödel mit Speck, Rote Bete Bandnudeln mit Burrata, Tortiglioni gefüllt mit Auberginen oder Kalbswangerl. Es können aber auch Gnocchi von blauen Kartoffeln, Holzkohle-Bandnudeln mit Frischkäse oder Piccata Lomabarda sein. Als Dessert sind es unter anderem köstliche Buchweizentörtchen mit Pfirsich-Salbeisorbet oder Schokotörtchen mit Kaffesauce und Karamelleis.

Dass alle Gerichte selbst hergestellt werden und wenn irgendwie möglich, die Zutaten aus dem eigenen Garten kommen, wie die Brennnesseln, ist selbstverständlich. Die Verbundenheit mit der Natur und die Liebe zur Tradition spiegeln sich in jedem der Gerichte wieder. Der sehr geschmackvoll restaurierte Hof mit nur fünf Luxus-Zimmern und Suiten liegt ganz ruhig auf einer kleinen Anhöhe mit einem wunderbaren Blick in das Tal. Das Plätschern des Mühlbaches, der gleichzeitig als Kneippweg neben der Sauna genutzt wird, mischt sich mit dem Rascheln der Blätter sowie dem zarten Läuten der Glocken von Kühen und Schafen. In dieser Idylle kann die entspannte Atmosphäre in der bemalten Stube mit Kachelofen so richtig genossen werden.

Evi Tschurtschenthaler auf der Suche nach Zutaten...
Evi Tschurtschenthaler auf der Suche nach Zutaten...

 

Besonders eindrucksvolle Augenblicke sind auch die Kostproben der verschiedenen aufgesetzten edlen Tropfen. Dazu gehören Birne-Honig, Gundermann, Löwenzahn, Zirbe, Huflattich, Amarena-Kirsch oder auch grüner Spargel. Und wenn nach getaner Arbeit Evi Tschurtschenthaler ihre Gitarrennoten aus den Schränken mit den Töpfen und Pfannen holt und sie noch mit ihrer Musik die Sinne der Zuhörer verwöhnt, ist der Augenblick perfekt. "Das hier ist kein Hotel, es bedeutet so viel mehr für mich. Ich fühle mich hier Zuhause", ruft ein begeisterter Gast aus.

Wahrzeichen und Perle der Dolomiten

Das Chalet bietet sich als idealer Ausgangspunkt für unzählige Aktivitäten an. Ganz in der Nähe befindet sich der Pragser Wildsee, auch "Perle der Dolomitenseen" genannt. Er liegt im gleichnamigen Pragser Tal, das zwischen Welsberg und Niederdorf vom Pustertal abzweigt. Bekannt geworden ist der See in den letzten Jahren durch die italienische Fernsehserie “Un passo dal cielo”. Auch in der Sagenwelt spielt der Pragser Wildsee eine Rolle, denn mit einem Boot konnte man angeblich das unterirdische Reich der Fanes erreichen. Das Tor zur Unterwelt befand sich am Südende des Sees, am Fuße des imposanten, 2810 Meter hohen Seekofels.

Die Drei Zinnen in Südtirol gelten als Wahrzeichen der Dolomiten. Sie befinden sich im gleichnamigen Naturpark und wurden 2009 von der UNESCO gemeinsam mit den anderen Dolomitengipfeln zum UNESCO Welterbe erklärt. Von allen Seiten sind sie einzigartig und schön anzuschauen. Das Gebiet um die magisch wirkenden Obeliske eignet sich für zahlreiche Wanderungen - von Einsteigerrouten bis anspruchsvolle Klettertouren über die mächtigen Felsvorsprünge.

Silentium - das liebevoll restaurierte Anwesen in einzigartiger Lage mit naturverbundener Gastronomie: www.silentium.it 

 

Impressionen:

 

Fotos: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 29/11/2017

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Autor

Carola Faber

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