Das Einmaleins des guten Geschmacks: Was Man(n) über ein echtes Pilsner wissen sollte

Bier ist nicht gleich Bier und Pilsner nicht gleich Pilsner. Um das Besondere vom Einfachen zu unterscheiden, hilft nicht nur ein guter Geschmack, sondern auch das Wissen darüber, was ein echtes Pilsner ausmacht.

Wir liefern das Expertenwissen, das einen wahren Pilsner-Kenner auszeichnet und mit dem Sie in geselliger Runde mit ihren Freunden sicher punkten werden.

Ausgewählte Zutaten

Ein Bier, so auch ein gutes Pilsner, besteht aus lediglich vier Zutaten: Malz, Hopfen, Hefe und Wasser. Jede von ihnen liefert ihren Beitrag, um dem untergärigen Bier seinen vollmundigen Geschmack zu geben.

Hefe:
Bei der Bierherstellung wandelt die Hefe aus dem Stärkeabbau entstandene Zucker in Alkohol um. Auch auf den Geschmack hat sie Einfluss: Untergärige Hefe, die bei der Pilsner Brauart verwendet wird, gibt dem Bier im Vergleich zu obergärigen Sorten einen vollmundigeren Geschmack.

Hopfen:
Hier hat das männliche Geschlecht keine Chance: Nur weibliche Hopfenpflanzen kommen ins Bier. Die Kletterpflanze gibt dem Pilsner seinen erfrischenden Bitterton, der für den Geschmack so charakteristisch ist. Es gibt unzählige Hopfenarten. Beim Radeberger Pilsner sorgt die Kombination von klassischem Bitter- und traditionellem Aromahopfen des Typs "Perle" für ein edles Bitter. Beruhigende Wirkung: Der Hopfen ist als Heilpflanze mit sedativer Wirkung anerkannt und sorgt beim Genuss des Pilsners für eine wohltuende Entspannung.

Er gibt dem Pilsner seinen unverkennbaren Geschmack: Der Hopfen.
Er gibt dem Pilsner seinen unverkennbaren Geschmack: Der Hopfen.

 

Malz:
Der Experte erkennt ein echtes Pilsner schon äußerlich an seinem goldfarbenen Glanz. Die Farbe erhält das Bier durch das Malz. Um Malz herzustellen, wird Getreide aufwendig weiterverarbeitet. Dafür darf bei untergärigen Bieren nur Gerstenmalz verwendet werden – das schreibt das deutsche Reinheitsgebot von 1516 vor.

Wasser:
Ohne Wasser kein Pilsner: Der Gerstensaft besteht zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Jede Region hat ein anderes Wasser mit anderen Härtegraden. Das Radeberger-Brauwasser kommt aus dem Karswald bei den letzten Ausläufern des Oberlausitzer Granitsockels. Wegen der dort günstigen geologischen Gegebenheiten ist es besonders weich – und so die perfekte Grundlage, damit sich der vollmundig-herbe Geschmack voll entfalten kann.

Die Basis des Pilsners: Frisches Brunnenwasser.
Die Basis des Pilsners: Frisches Brunnenwasser.

 

Auf die Flasche kommt es an

Bier ist hauptsächlich in braunen oder grünen Flaschen erhältlich – warum eigentlich? Grüne Flaschen wurden in erster Linie aus Marketinggründen eingeführt, um sich von der gängigeren Farbe "braun" abzusetzen. Geschmacklich sind Sie aber mit braunen Flaschen auf der sicheren Seite. Die Erklärung ist einfach: Sie sind nachweislich weniger lichtdurchlässig als grüne. Treffen Lichtstrahlen und Bier länger aufeinander, verwandeln sich die Bitterstoffe des Hopfens in einen schwefelhaltigen Stoff, der unangenehm riecht und den Geschmack beeinträchtigt. Braune Flaschen schützen das Bier länger vor diesem ungewollten Effekt, solange die Lagerbedingungen optimal sind.

Das bedeutet nicht, dass Bier aus grünen Flaschen grundsätzlich schlecht schmeckt. Die Gefahr, dass es unter dem Einfluss von Lichteinstrahlung seinen typischen Geschmack verliert, ist jedoch höher als bei braunen Flaschen, wie sie auch Radeberger für sein Pilsner verwendet.

Übrigens: Ein besonders ausgeprägtes Faible für Bierflaschen hat der Amerikaner Ron Werner. Er ist stolzer Besitzer der größten Bierflaschensammlung der Welt. Unter den 11.500 unterschiedlichen Exemplaren wird mit Sicherheit auch ein Radeberger zu finden sein.

Perfekt einschenken für den perfekten Genuss

Ob aus der Flasche oder dem Zapfhahn: Wie bei der Herstellung entscheiden auch beim Einschenken des Bieres nur ein paar Kleinigkeiten darüber, ob Sie in den Genuss eines besonderen Pilsners kommen. Wenn Sie ein paar einfache Regeln beachten, steht dem perfekten Pilsner nichts im Wege.

Lagern Sie das Bier direkt nach dem Einkauf, egal ob in der Flasche oder im Fass, kühl und dunkel, um es vor äußeren Einflüssen wie Wärme oder Lichteinstrahlung zu schützen und den vollen Geschmack zu bewahren. Vor dem Genuss kühlen Sie das Pilsner bei circa 5 Grad Celsius im Kühlschrank, damit es die optimale Trinktemperatur von 6 bis 8 Grad Celsius erreicht.

Vor dem Einschenken sollten Sie das Glas vorkühlen und kurz mit kaltem Wasser ausspülen. Reinigen Sie Biergläser wie ein Gastronom nicht in der Spülmaschine, sondern mit der Hand und möglichst ohne Spülmittel – so verhindern Sie, dass das Glas beim Einschenken überschäumt.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Perfekt eingeschenkt, kann ein Radeberger Pilsner seinen vollmundigen Geschmack entfalten.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Perfekt eingeschenkt, kann ein Radeberger Pilsner seinen vollmundigen Geschmack entfalten.

 

Apropos, Einschenken: Halten Sie das Glas leicht schräg und befüllen Sie es zunächst zu zwei Dritteln. Sobald sich ein fester Schaumring gebildet hat, wird nach kurzer Verweildauer mit dem letzten Schluck die Schaumkrone aufgesetzt. Um den Perfektionsgrad Ihres Pilsners zu prüfen, neigen Sie Ihr Glas leicht nach unten – bleibt der Bierschaum hängen, zeugt dies von hoher Bierqualität und sauberen Gläsern. Jetzt heißt es: ansetzen und genießen!

Entgegen der Legende, ein gut gezapftes Pilsner benötige sieben Minuten, sollten Sie den ersten Schluck spätestens nach drei Minuten genießen. Denn schon dann beginnt die Kohlensäure langsam zu entweichen und das Pilsner verändert sich in der Spritzigkeit (Rezenz). Der Mythos vom 7-Minuten-Bier stammt noch aus der Zeit, in der das Bier aus Bauchfässern mit sogenannten Kükenhähnen gezapft wurde – ein schnellerer Ausschank war damals unmöglich.

Sind Sie reif für das Pilsner?

Erst wenn ein Radeberger Pilsner lange genug gereift ist, kann es seinen vollen, unverwechselbaren Geschmack entfalten, der es so besonders macht. Wie beim Bier ist es auch mit der eigenen Persönlichkeit: Erst wenn diese eine bestimmte Reife erreicht hat, wissen Sie, was guten Geschmack ausmacht. Dann können Sie das Besondere vom Einfachen unterscheiden und lernen ein echtes Pilsner erst richtig zu schätzen. Am besten von Radeberger - gebraut mit dem Anspruch, stets das Beste seiner Zeit zu sein. Denn die Radeberger Bierbrauer geben seit jeher ein bisschen mehr, auch bei den Zutaten: Mehr feines Gerstenmals kombiniert mit mehr Hopfen sorgen für mehr Stammwürze.

Zum Wohl!

 


5 Bier-Fun-Facts:

Cenosillicaphobie: Ist die Angst vor leeren Gläsern. Ob sie bei Radeberger-Liebhabern besonders häufig auftritt, ist allerdings nicht bekannt.

Verschwendung: Allein in Großbritannien gehen jährlich 93.000 Liter auf kuriose Weise verloren, denn das ist die Menge, die pro Jahr in den Bärten der Biertrinker hängen bleibt.

Vize-Europameister: Beim Pro-Kopf-Bierkonsum liegt Deutschland in Europa mit 107 Litern im Jahr 2016 auf Platz 2 hinter Tschechien (132 l) und vor Österreich (104 l).

Spitzenreiter: Mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent ist das Pils das mit Abstand beliebteste Bier der Deutschen und landet deutlich vor Export- und Weizenbieren.

Unschuldig: Entgegen allgemeiner Gerüchte ist das Bier nicht für den sogenannten Bierbauch verantwortlich. Eine vom Internet-Wissenschaftsjournal "Science Daily" veröffentlichte Studie (2017) belegt, dass es keinen Zusammenhang zwischen Bierkonsum und Hüftumfang gibt, wohl aber zwischen ungesunder Ernährung und einem großen Bauchvolumen.


 

Weitere Informationen unter: http://www.radeberger.de/

 

Impressionen:

 

Fotos: Radeberger

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Zuletzt bearbeitet am 24/10/2017

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