Das exklusivste Restaurant der Welt

Ob es ein Zufall ist, dass Bolifushi – Maledivenfans besser bekannt als Jumeirah Vittaveli – aus der Vogelperspektive mit dem langgestreckten Kranz in die Lagune ragender Over-Water-Villen ein wenig an einen Hummer erinnert?

Jedenfalls bietet das nur 20 Speedboot-Minuten von Malé entfernt gelegene Luxusrefugium seit dem Frühjahr das exklusivste Restaurant Asiens – wenn nicht der Welt. Denn: wer dort speisen möchte, muss zunächst einmal die brandneue Royal Residence anmieten. Das exklusive Private-Dining Areal, das einem traditionellen maledivischen Dhoni-Boot nachempfunden ist, dessen "Bug" samt kleiner Chill-Out Liegewiese und Over-Water-Bar in die Lagune hinausragt, bildet nämlich das kulinarische Herzstück dieses Resort-in-Resort Bereichs. Kostenpunkt: schlappe 35.000 US-Dollar pro Nacht zuzüglich 10% Service und Tax.

Dafür darf man dann aber auch mit Fug und Recht behaupten, einen besonders exklusiven Geschmack zu besitzen. Und schließlich sind in dem Paketpreis ja auch drei herrschaftliche Schlafgemächer inklusive Privat-Spa und Gym, Privatstrand, ein Seerosenteich samt Fischreiher, ein extra Gästehaus sowie ein luxuriöses Wohn- und Esszimmer inkludiert – Platz für bis zu 14 Personen. Alles in allem rund 3.500 Quadratmeter. Im Grunde also ein Schnäppchen. Und auch wenn die Designlinie wohl eher auf Gäste aus dem mittleren Osten oder Russland abzielt, lässt sich doch nicht leugnen, dass das Gesamtkonzept der Anlage durchaus stimmig ist. Doch uns interessiert natürlich vor allem das Restaurant.

Der Koch des Königs

Am Herd, oder besser am Teppanyaki Grill, steht dort im Regelfall ganz standesgemäß Reneboy S. Payawal, der sein Talent zuletzt 8 Jahre im Auftrag des Königshauses von Bahrain unter Beweis gestellt hat. Zur Auswahl stehen diverse Menüfolgen, aber wer in der Royal Residence logiert, muss sich natürlich an keine Speisekarten halten. Uns verwöhnt der Maestro u.a. mit zartem Kobe-Beef, Baby Lobster sowie ausgefeilten Sashimi- und Sushikreationen. Und auch wenn das Essen köstlich ist, ja der Chef seine Gäste gar animiert einmal selbst hinter den Grill zu treten und es mit ein wenig Eierakrobatik zu versuchen, liegt die eigentliche Exklusivität des Abends natürlich eher in der Location als auf dem Teller.

Jumeirah Vittaveli - Royal Residence - Restaurant.
Jumeirah Vittaveli - Royal Residence - Restaurant.

 

Gott sei Dank bietet das Jumeirah aber auch für Gäste mit geringfügig schmalerem Reisebudget als arabische Prinzen und russische Oligarchen "angenehme" Unterkünfte in Form stilvoller, großzügiger Strandvillen – wahlweise auf der Sunrise- oder Sunsetseite der Insel, klassischer Over-Water-Villas und Ocean Suiten, die nur per Boot erreichbar sind.

Anders als viele auf Couples spezialisierte Malediven-Resorts ist das Jumeirah Vittaveli übrigens auch für Familien mit Kindern hervorragend geeignet. Am Abend dinieren die Gäste dann entweder Französisch- Mediterran im Over-Water Restaurant Finesse (das Kobe-Beef Tatar und die Lobster-Linguini sind der Hammer!), genießt ein privates BBQ am Strand, exotischer Grillspezialitäten im Mu samt angeschlossener Beach Bar oder eine große Auswahl asiatischer und traditionell maledivischer Küche im Hauptrestaurant-Samsara.

Im "Gold" essen

Das Kronjuwel im kulinarischen Portfolio des Luxusresorts aber ist das indische Spezialitäten-Restaurant Swarna (in Sanskrit bedeutet das "Gold") unter Ägide von Chef Bharat Kapoor, wo in Open Air-Cabanas und Blick auf die Lagune diniert wird. Da das Etablissement gerade mal 5 Tische bietet, ist auch das ein recht exklusives Vergnügen (vor allem wenn man den Chefs-Table gleich neben der Küche ergattert) und man sollte unbedingt rechtzeitig reservieren, um einen Tisch zu bekommen. Natürlich ist Küchenchef Kapoor – wie alle Inder – auch in kulinarischen Belangen durch und durch Patriot und hat durchgesetzt, dass alle Zutaten – insbesondere Fleisch, Milchprodukte, Reis und Gewürze – aus Indien importiert werden. Ein ordinäres Bresse-Huhn? Im Vergleich zu einem stolzen indischen Gockel nur unbedeutendes Federvieh… handgeschlagene Butter aus der Bretagne? Eine Beleidigung für jede indische Kuh!

Ein ganzer Snapper im Spezialitäten-Restaurant Swarna.
Ein ganzer Snapper im Spezialitäten-Restaurant Swarna.

 

Tatsächlich schlägt das, was schließlich in einer unüberschaubaren Zahl von kupfernen Schüsseln und Schälchen oder einem Mini-Grill auf dem Tisch landet, dann aber in Sachen indischer Küche tatsächlich alles, was wir jemals außerhalb des Subkontinents auf dem Teller hatten. Als Begleitung empfehlen sich die unverschämt leckeren wie hochprozentigen Cocktails aus der angeschlossenen Bar. Einzige Nebenwirkung: als wir am nächsten Tag rund um das imposante Hausriff des Jumeirah schnorcheln gehen, fühlt es sich an, als hätten wir einen Bleigürtel um die Hüften geschnallt. Doch dank des allumfassenden Wassersportangebots sind die überzähligen Kalorien schnell wieder abtrainiert und zum Lunch schmeckt der am Vortag selbst geangelte Trigger-Fisch, den das Samsara-Team mit Beurre Blanc und gegrilltem Gemüse auftischt, schon wieder hervorragend.

Zum Schluss noch ein ganz besonderer Tipp in Sachen Wassersport: Parasailing. Festgezurrt an einem bequemen Sitzgurt, der in einen überdimensionalen Fallschirm eingeklinkt wird, steigt man – gezogen von einem Schnellboot - an einer hydraulischen Seilwinde rund 50 Meter in die Luft und genießt das Südmalé-Atoll so aus der Vogelperspektive. Ein absolut einmaliges Erlebnis. Nur schwindelfrei sollte man sein! Viel Spaß!

Weitere Infos: www.jumeirah.com/de/hotels-resorts/maldives/jumeirah-vittaveli/ Eine Woche in einer Sunrise Beachvilla inklusive Frühstück gibt es beim Boutique-Reise Spezialisten Rose Travel ab 3505 € p.P. inkl. Economy Flügen mit Qatar Airways, Frühstück und Transfers. Weitere Infos: www.rosetravel.de/reiseziele/indischer-ozean/malediven/jumeirah-vittaveli

 

Impressionen:

 

Lage:

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Fotos: Jumeirah

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Zuletzt bearbeitet am 23/08/2017

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Autor

Thomas Hauer

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