Tag des Meeres - und dann?

Auf dem Erdgipfel der Vereinten Nationen 1992 in Rio wurde die Einführung des "Tag des Meeres" beschlossen. Am 8. Juni ist es wieder soweit...

Es werden mit Sicherheit wieder eine Vielzahl von Aktionen um diesen "so besonderen" Tag vollzogen. Und ebenso sicher ist es auch, dass diese schnell wieder vergessen sein werden. So sicherlich auch die "Aktion" von "Prevented Ocean Plastic", einem Recycling-Experten für alles was an Plastik aus oder an den Meeren "gefischt" wird.

Einige Sterne- bzw. Spitzenköche hat das Unternehmen eingeladen, recyceltes Plastik als Gesichtsschutz zu tragen. Mit dabei Kevin Fehling, Jan Hartwig, Thomas Bühner, Hans Neuner, Julia Komp, Dieter Koschina, Eckart Witzigmann oder auch Trüffelpapst Ralf Bos.

Nun, eine nette Aktion - allenfalls. Aber konsequent ist dies sicher nicht. Wäre es nicht wünschenswert, eher den Verzicht zu üben als den Ersatz bzw. Austausch zu hofieren? Sollte nicht lieber eine Hinkehr zu einem plastikfreien Unternehmen erfolgen, als "nur" auf recycelte Produkte zu setzen?

Nicht einfach in der heutigen Zeit, dürfte dies der arg geschundenen Gastronomie doch sicher Mehrkosten aufdrücken. Denn es reicht sicherlich nicht, Plastikstrohhalme aus dem Sortiment zu verbannen und auf folierte Speisekarten zu verzichten, um einen sinnvollen Umgang mit der Natur zu kommunizieren.

Und da der monetäre Druck auf die Hotellerie und Gastronomie gerade in der heutigen Zeit enorm ansteigt, rutschen die guten Vorsätze der Vergangenheit sicher bald wieder in den Hintergrund. Ebenso wie der "Tag des Meeres". Der wird spätestens am 9. Juni wieder vergessen sein...

Foto: Michael Schabacker / Plastikflasche auf dem "heiligen" Jordan

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