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Frischzellenkur für irischen Whiskey

Eine der größten Sensationen für eingefleischte Whiskeytrinker dürfte die erste Eröffnung einer neuen Brennerei in Dublin nach knapp 125 Jahren sein.

Die Wurzeln der Whiskey-Familie Teeling hingegen gehen auf das Jahr 1782 zurück. Mit der Unabhängigkeit der irischen Republik und mit der Prohibition in den USA endete das Goldene Zeitalter im Jahre 1922.

Nach dem II. Weltkrieg befanden sich die letzten beiden Irischen Destillen in den Händen des französischen Konzerns Pernod Riccard – eine Katastrophe für die stolzen Iren. Schon 1986 beteiligte sich John Teeling an der Gründung von Cooley Destilleries im Norden von Irland. Diese Produktionsstätte und die Whiskeymarken wurden 2012 noch an Beam Global verkauft, das heute zum japanischen Getränkehersteller Suntory gehört.

2018: Spirit of Dublin

Jack Teeling gründete im gleichen Jahr die Teeling Whiskey Company um die irische Whiskeymarke wiederzubeleben und um die irische Destillierkunst nach Dublin zurückzubringen, wo schon Walter Teeling im 18. Jahrhundert eine Destille betrieben hatte. Die Teeling Whiskey Company wird von Jack und seinem Bruder Stephen geführt. Durch die Eröffnung der neuen Brennerei, direkt über einer eigenen Wasserquelle, erlangten die Brüder von der Auswahl des Getreides bis zur Flaschenform die komplette Kontrolle über ihre Whiskey-Produktion.

Schon schnell erhielt das hochprozentige Produkt begehrte Preise. So wurde der Teeling Single Malt bei den World Whiskies Awards 2015 mit dem Siegel "World’s Best" und der Teeling Small Batch, der ebenfalls aus der Cooley Destillery stammt bei der San Francisco World Spirits Competition zum "Best Blended Irish Whiskey" ausgezeichnet.

Die Produktion des Teeling.
Die Produktion des Teeling.

 

Der Teeling Whiskey Single Grain wiederum punktet durch Aromen von Gewürzen und Früchten sowie kleine Geschmacksexplosionen beim Abgang. Beim Small Batch hingegen dominieren Rosinen, Vanille und getrocknete Früchte. Sehr komplex wirkt der Single Malt mit Aromen von Feige, Toffee und Karamell. Mit Spannung wird nun das Jahr 2018 erwartet. Denn nach der vorgeschriebenen dreijährigen Mindestreifezeit des Whiskeys im Holzfass wird der Spirit of Dublin wiederbelebt sein.

KULINARIKER-Info: Die Iren behaupten hartnäckig, den Whiskey erfunden zu haben. Vielleicht wird - im Gegensatz zum Scotch Whisky – auch deshalb Irischer Whiskey mit "e" nach dem "k" geschrieben. Ursprünglich hieß der Whiskey jedoch "Uisce Bheatha" (Wasser des Lebens). Zu den bekanntesten aktiven Brennereien zählen heute Jameson, Old Bushmilles Distillery und Tullamore Dew.

Irischer Whiskey wird in der Regel dreifach gebrannt, also einmal mehr als die meisten schottischen Whiskys. Außerdem sind irische Whiskeys eher weniger rauchig, da beim Trocknen des Getreides, der Rauch des Feuers nicht mit dem Getreide in Berührung kommt. Auch wenn es inzwischen immer mehr Single Malts gibt, sind die meisten irischen Whiskeys immer noch klassische Blends.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ireland.com und http://teelingwhiskey.com

Fotos: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 21/08/2016

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Autor

Carola Faber

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