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Alimentaria 2016: "Nahrung ist die neue Sprache der Gesellschaft"

Im Konzert der Großen mitspielen, landestypisch international aufhorchen lassen: Das sind die Ziele der Lebensmittelmesse Alimentaria 2016.

Vom 25. bis 28. April steht die spanische Antwort auf die SIAL in Paris und die ANUGA in Köln im Fokus der Vertreter der Lebensmittelbranche. Und in diesem Jahr versprechen und veranstalten die Betreiber viel. Man darf gespannt sein, was auf über 90.000 Quadratmetern präsentiert wird.

Zur Pressekonferenz in Barcelona wurde Eines zumindest deutlich: Große Namen sollen als Zugpferd herhalten. Neben Wirtschafts- und Veranstaltungsvertretern kam Joan Roca aus dem Celler de Can Roca auf die Bühne und stellte sich der Schar der internationalen Pressevertreter im Rahmen einer Diskussionsrunde. Doch wer innovative Prozesse und richtungsweisende Gedanken erwartet hat, dürfte zunächst enttäuscht worden sein.

Im Rahmen der PK vom 28. Januar fielen Schlagworte wie "Regionalität", "Nachhaltigkeit" und Co. – Floskeln bestenfalls, sind es doch mittlerweile stumpf gewordene Worthülsen im Kontext der Gastronomie. Mehr noch: Eigentlich kaum einer Erwähnung wert, eigentlich Selbstverständlichkeit.

Restaurama im Fokus

Aber das Rad lässt sich bekanntermaßen auch nicht neu erfinden. Nicht zuletzt dieser Umstand lässt die alle zwei Jahre stattfindende Messe sehr stark lokalkoloriert erstrahlen - das dürfte zumindest als sicher gelten. Für diese Behauptung stehen die spanischen Aussteller, die in etwa 75 Prozent der gesamten Ausstellermasse ausmachen werden, Pate. Damit ist eine Marschrichtung vorgegeben: Käse, Obst und Wein sind fast selbstverständliche Schwerpunkte der Alimentaria. Aber auch Prozesse der "Gesunden Ernährung", "Mediterranes Essen" und "Fine-Food"-Prozesse werden beleuchtet.

"Ein besonderes Augenmerk der Besucher wird auf die Gastro-Bereiche der Alimentaria gerichtet", sagt uns der Direktor der Messe, J. Antonio Valls, im Gespräch. "Im Bereich ‚Restaurama‘ bieten wir Workshops und Veranstaltungen mit den besten Köchen Spaniens, nicht zuletzt auch mit Joan Roca", so Valls weiter. Mit etwa zehn Prozent der Gesamtfläche der Messe ist dieser Bereich schon recht großflächig und dürfte hochfrequentiert sein.

Joan Roca (rechts) während der Podiumsdiskussion.
Joan Roca (rechts) während der Podiumsdiskussion.

 

Die 21ste Auflage der Messe feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Grund genug, die eigenen Stärken im Bereich Export in den Vordergrund zu stellen. "Spanien ist das führende Exportland im Bereich Olivenöl und Oliven", so Inés Menéndez de Luarca, Direktorin Food&Gastronomy ICEX. "Nicht zuletzt diese Messe soll die Position der spanischen Produzenten stärken und ihre Präsenz weiter ausbauen", so de Luarca weiter.

Soziale Medien und unser Essen

Lautere Ziele, die es gilt anzugehen und umzusetzen. Die infrastrukturellen Voraussetzungen dafür dürften mehr als gut sein. Mehr als zehn Millionen Touristen kommen jährlich nach Spanien, um, nicht zuletzt, gastronomische Einrichtungen zu besuchen. Dass dafür ein hohes Maß an Qualität der Produkte zukünftig immer wichtiger wird, versteht sich fast von selbst. "Doch nicht nur die Qualität ist entscheidend, vielmehr ist unsere Nahrung die neue Sprache der Gesellschaft", so Professor Gerard Costa von der ESADE (Business und Law School). "Heute entscheiden immer mehr Bilder, die über Netzwerke gepostet werden, über zukünftige Prozesse und über die Art der Nahrung der Gegenwart und der Zukunft", so Costa weiter.

Eine Vision, die durchaus den meisten Menschen einleuchten dürfte. Wie Nahrung beworben wird, Produkte in den Märkten platziert oder designt werden: Final landet alles in irgendeinem Netzwerk. Oder besser: dem Netzwerk. Denn ein einzelnes Netzwerk in einem Netzwerk gibt es schon lange nicht mehr.

Ob Facebook, Snapchat oder Twitter: Mittlerweile ist eine "Gesamtvernetzung" erfolgt. Wo die Prozesse der Foodindustrie hinführen und wie Konsumenten zukünftig beeinflusst werden, um Nahrung zu konsumieren, dürfte eine der spannenden Fragen der näheren Zukunft werden. Allerdings wird darauf wohl auch die Alimentaria kaum eine Antwort geben können.

Veranstaltungsort:
Fira de Barcelona. Gran Via Exhibition Centre
Av. Joan Carles I, 64
08908 L'Hospitalet de Llobregat (Barcelona)

Weitere Informationen unter: http://www.alimentaria-bcn.com

Fotos: Alimentaria

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Zuletzt bearbeitet am 21/08/2016

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