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Paris: Christian Le Squer im Kreativrausch

Der kleine und beschauliche Fluss inmitten der französischen Hauptstadt schlägt seit nunmehr einem Jahr erhebliche Wellen, gemessen an den Aktivitäten der Gourmetrestaurants der Metropole.

Das GEORGE V, seit seiner Wiedereröffnung im Jahr 2000 für viele die Nummer eins aller Palasthotels der Stadt, hat in den jüngsten Monaten gleich eine ganze Reihe von Spitzenpositionen neu besetzt. Sichtbarstes Zeichen ist neben dem Neuzugang durch den Generaldirektor José Silva gewiss die Berufung von Drei-Sterne-Chefkoch Christian Le Squer im vergangenem Herbst. Christian Le Squer tritt die Nachfolge von Eric Briffard an, der seit 2008 als Executive Chef im Four Seasons Hotel George V tätig war und konstant zwei Sterne für das Haus erkochte.

Die Auszeichnung mit drei Michelin Sternen seit nunmehr zwölf Jahren in Folge unterstreicht die herausragende Qualität und Kontinuität des gebürtigen Bretonen aus Quiberon. Er ist ein zielstrebiger Chefkoch und verwendet in seiner Küche primär einheimische Spitzenprodukte. Meeresaromen aus seiner bretonischen Heimat dienen ihm dabei als Basis, aus der er kontinuierlich außergewöhnliche Geschmackserlebnisse kreiert und harmonisch-kulinarische Kunstwerke erschafft.

Der Weg ist vorgegeben

"Ein guter Küchenchef legt sein Herz auf den Teller", so der sympathische Chefkoch, der Dank seiner Herkunft von der rauen Atlantikküste Frankreichs seinen Sinn für das Authentische und Echte nicht verloren, sondern geschärft hat. Bis heute ist dies im chicen Paris gewiss keine Selbstverständlichkeit. Mit Eric Beaumard als Chef Sommelier und Hüter über 50.000 Weinflaschen an seiner Seite, treten die beiden nun den Weg zu den drei Sternen des Le Cinq an.

Im Four Seasons Hotel George V, eines der prestigeträchtigsten Hotels der französischen Hauptstadt und eines der luxuriösesten Häuser weltweit, setzten Christian Le Squer und Eric Beaumard alles daran, mit ihrer Kunst französische Lebensart zu vermitteln.

Kreativrausch...
Kreativrausch...

 

Hierfür präsentiert sich eine stets sich weiterentwickelnde Haute Cuisine, die sich durch ihre Leichtigkeit auszeichnet und sich dadurch klar von der Opulenz der traditionellen Gourmettempel der Stadt abgrenzt. Christian Le Squer wird eigens für das Four Seasons Hotel George V Gerichte kreieren, die im Einklang mit der Geschichte und Stellung des Hauses in der Welt stehen.

Seine besondere Note zeigt sich in seiner Küche, die traditionelle mit modernen Elemente zeitgemäß vereint: ästhetisch, elegant und farbenfroh. Wer die Menüfolgen studiert und sich genügend Zeit pro Gang nimmt, dem erscheinen die Aromen wie Wahlverwandschaften im Sinne Goethes, ein natürliches Zueinaderfinden, ohne sich dem entziehen zu können; es findet zusammen, was zusammen gehört.

José Silva: Wir schreiben ein neues Kapitel

Le Squer möchte seinen Gästen ein besonderes gastronomisches Erlebnis bieten. José Silva, zeigt sich optimistisch: "Wir sind erfreut, einen Mann mit einem so großen Namen in unserem Hotel willkommen zu heißen. Im Four Seasons Hotel George V bieten wir Christian Le Squer die ideale internationale Bühne für sein Talent und seine Leidenschaft. Während der letzten fünfzehn Jahre hat sich das Haus einen sehr hohen Standard aufrechterhalten. Mit der Berufung von Christian Le Squer schreiben wir ein völlig neues Kapitel dieser Erfolgsgeschichte und bieten unseren Gästen unvergessliche und feierliche Momente. Wir sind überzeugt, dass unser neuer Executive Chef dieses ehrgeizige Ziel erreicht und freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit ihm zu gehen."

Mit der Neuausrichtung der Küche des Le CINQ verzichtet das George V bewusst auf zuviel Opulenz, die ihn den letzten Jahren vermehrt in der Drei-Sterne-Gastronomie Einzug gehalten hat. Einzige Ausnahme bleiben die berühmten und prunkvollen Blumenarrangements von Jeff Leatham, die als Leitmotiv sich auch im Le CINQ wiederfinden.

Wie ein Gesamtkunstwerk wirken Décor und Arrangement der Gerichte, so dass es manchmal schwerfällt, Messer und Gabel ihrem Zweck zuzuführen. Zu schön, um wahr zu sein? Der Anblick der Menüs lässt das Herz höher schlagen und Melisandes erste Worte der wunderbaren und einzigen Oper Claude Debussys "Pelléas et Mélisande" stehen im Raum: "Ne me touchez pas, ne me touchez pas." In diesem Fall dürfen wir einmal nicht auf den großen französischen Komponisten hören...

Fotos: Gilles Dacquin, Bernhard Winkelmann

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Zuletzt bearbeitet am 21/08/2016

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