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| DER KULINARIKER trifft: Daniela Hinterberger |
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Seit diesem Jahr kocht die gebürtige Österreicherin Daniela Hinterberger im Hilton Düsseldorf. Trotz ihrer erst 32 Jahre kann Hinterberger schon auf eine veritable Karriere am Herd zurückblicken.
Mit 15 Jahren begann sie ihre Ausbildung im Arcotel Nike in Linz und landete nach den Stationen "Bayrischer Hof" in München, "Graugans" in Köln, Murnau und Hilton München (hier schon als Sous-Chef) sowie einem Intermezzo im Hilton Kopenhagen, dann für drei Jahre als Küchenchefin im Hilton Zürich Airport. Wir treffen die ambitionerte Amazone in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.
Mit 15 in den Kochberuf gestartet - der Traumjob?
Nicht ganz, um ehrlich zu sein hatte ich vor, Therapiereitlehrerin zu werden. Leider gab es hier keine offene Lehrstelle. Und so fiel die Entscheidung beruflich den Kochlöffel zu schwingen. Und heute ist Koch mein absoluter Traumberuf.
Wie waren die ersten Tage, was die ersten Aufgaben?
Als Frau in einer großen Küche allein unter Männern – das war gewöhnungsbedürftig. Die ersten Aufgaben? Na die Grundschneidearten, Zwiebel schälen und natürlich Petersilie hacken.
Können Sie sich noch an das erste Lob des Küchenchefs erinnern?
Oh ja, das war von meinem Chef de Partie, der mir über die Schulter sah, lächelte und sage: "Perfekt! Siehst du jetzt funktioniert es doch mit dem Schneiden."
Was lief schief, welcher Anfängerfehler ist Ihnen unterlaufen?
Mein Problem war, zu viel auf einmal zu wollen. So habe ich mich selber unter Druck gesetzt.
Frau und Spitzenküche- ein altes, leidiges, jedoch immer noch aktuelles Thema. Wie war am Anfang die Akzeptanz bei den Kollegen?
Probleme weil ich eine Frau bin, hatte ich nie. Ich wurde genauso behandelt wie die männlichen Azubis.
Im Rückblick: Eine harte Zeit für Sie in Linz?
Meine Lehrzeit in
Linz war toll. Streng, aber immer gerecht. Mir wurde alles beigebracht was wichtig war für einen erfolgreichen Start in den Beruf.
"Commis" im Bayrischen Hof - ein klassischer Einstiegsjob. Ist der Wechsel nach München schwergefallen?
Nein, ich war nur von der Größe der Küche beeindruckt.
Abgesehen von den definierten Aufgaben - was hat sich für Sie persönlich geändert?
München war ein großer Schritt für mich. Gerade volljährig geworden und zum ersten Mal im "Ausland", eine eigene Wohnung und alles was eben dazu gehört. Aber mit 18 sucht man die Herausforderung und ich war sehr beeindruckt von der Isar-Metropole. München ist wirklich eine schöne Stadt in der ich viele neue Menschen getroffen habe und ich habe viel gelernt.
Von München nach Köln - ein Kulturschock?
Bayern ist Österreich schon sehr ähnlich. Und Köln, das war anfangs schon gewagt.
Die "Graugans" ist seit 2009 Geschichte - wie sieht Ihre Geschichte mit und in dem Federvieh aus?
Ich hatte eine wundervolle Zeit in der Graugans. Ich hatte hier die Möglichkeit viel zu lernen und zu sehen. Vor allem habe ich erfahren, was es heißt, ein Koch mit Herz und Seele zu sein.
Wer hat Sie dort am meisten beeinflusst?
Ganz klar: mein Küchenchef Markus Matthisek.
Was haben Sie aus den weiteren Stationen mitgenommen, wie hat dies Ihre heutige Arbeit beeinflusst?
Wie immer im Leben gab es positive aber auch weniger
positive Eindrücke. Für mich persönlich konnte ich so herausfinden, wie ich selbst ein Team führe.
Mit dem Hilton in Zürich haben Sie sich für Ihren ersten Job als Küchenchefin nicht gerade ein kleines Haus ausgesucht. Eine harte Schule?
Ich würde eher sagen: der perfekte Einstieg!
Müssen Frauen generell härter für den Erfolg in der Küche arbeiten?
Ich denke Respekt und Anerkennung müssen sich beide Geschlechter gleich erarbeiten, und das hat nichts mit dem Geschlecht oder der Position zu tun.
Was ist anders in der von einer Frau geleiteten Küche?
Die Jungs in der Küche achten mehr auf den Wortlaut.
Wie sieht ein durchschnittlicher Tag bei Ihnen aus?
Mails checken, Gästeanfragen bearbeiten, Rundgänge, Meetings, Bestellungen, Buffets checken – voilà, ein Tag in meinem Leben.





