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Hilton: Cup der guten Hoffnung

Aus Berlin berichtet Philip Moeller
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And the winner is... Um diese Worte aus dem Munde von James Glover zu hören, traten 40 Hilton-Mitarbeiter beim Finale des europäischen "Food and Beverage Masters 2011" von Hilton Worlwide in Berlin an.

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Ermittelt wurden die Besten ihrer Zunft in vier verschiedenen Disziplinen: Culinary, Pastry, Bar und Service. Nach dem erfolgreichen Culinary Cup im vergangenen Jahr mit einem grandiosen Finale in Venedig wurde der diesjährige Wettstreit damit um drei Kategorien erweitert. Ziel ist es, eigene Mitarbeiter in allen F&B-Bereichen zu fördern und neue Talente zu gewinnen. Die Teilnehmer stellten sich einer hochkarätigen Jury, bestehend aus Vertretern der Industrie, Sterneköchen, Fachpresse und Senior Executives von Hilton Worldwide.

Harte Vorgaben beim Culinary Cup

Die Finalisten des Culinary Cups stellten sich der Herausforderung, zwei Gerichte unter Zeitdruck zuzubereiten. Als Anforderung galt, dass die Vorspeise aus Jakobsmuscheln und Pfifferlingen zubereitet werden musste. Das Hauptgericht hingegen sollte eine Kreation aus Rinderfilet, Wirsing und Sellerie sein. Bewertet wurde das professionelle Anrichten, die Präsentation, der Innovationsgrad und natürlich der Geschmack. Gewonnen haben Daniel Debattista und Ralph Vassallo aus dem Hilton Malta. Schokolade, Mandeln und Feigen: Aus diesen drei Zutaten mussten die Finalisten des Pastry Cups ein Dessert zaubern. Als Kür sollten die Pâtissiers unter dem Thema Weihnachten einen Kuchen zubereiten. Beurteilt wurden Kreativität, Geschmack, künstlerische Umsetzung, Originalität und Präsentation. Der Gewinner heißt Youri Baltaliyski aus dem Hilton Prag.

The Art of Service und ein perfekter Negroni

Die Teilnehmer des Service Cups mussten in einer einstündigen Präsentation der Jury die vollendete "Art of Service" präsentieren. Zunächst galt es 10 serviceorientierte Fragen zu beantworten. In einer praktischen Übung mussten sie anschließend ihre Fähigkeiten beim Weinservice sowie beim Auftragen eines vorgegebenen Menüs unter Beweis stellen. Getestet wurden außerdem Präsentations- und Produktkenntnisse. Am besten gelang das Thomas Minihold aus dem Hilton Vienna Plaza. Hohen Anforderungen stellten sich auch die Finalisten der Barrunde. Sie mussten neben einer Spezialität aus ihrer Region einen klassischen Negroni-Cocktail zubereiten. Beurteilt wurden hier die Wahl des Gins und des Wermuts sowie die Gründe für diese Auswahl. Die Preisrichter bewerteten die Cocktails in Bezug auf Balance, Abmessungen, Technik, Präsentation des Drinks sowie den Kommunikationsstil des Bartenders. Der Beste von ihnen heißt Rui Serra aus dem London Hilton on Park Lane.

(O-TON, JAMES GLOVER):

Nachgefragt bei James Glover, Vice President F&B Europa, Hilton:

Herr Glover, wie ist die Idee zum europäischen Food & Beverage Masters entstanden?

Als wir im letzten Jahr den Culinary Cup ins Leben riefen, wollte ich damit die Kreativität und das Talent unseres Küchenpersonals herausstellen. Es gab eine rege Teilnahme und ein tolles Finale in Venedig. Zwei Dinge haben mich überrascht: Zum einen die Qualität und Kreativität, die jedes Team zur Schau stellte und zum anderen das phänomenale Teamwork in der Küche, das wir über dort installierte Kameras verfolgen konnten. Aufgrund der hohen Resonanz in den Medien und bei Hilton intern sowie  der Aussicht, durch den Wettbewerb neue Talente rekrutieren zu können, haben wir uns für eine Erweiterung des Cups um die Bereiche Bar, Pâtisserie und Service entschieden. Damit hatte ich meine kulinarische Olympiade zusammen, allerdings war der Name "Olympiade" bereits vergeben, so dass wir unseren Wettbewerb Food & Beverage Masters nannten.

(O-TON, JAMES GLOVER):

Worin besteht die Motivation für die Mitarbeiter, an dem Wettbewerb teilzunehmen?

Es ist ein menschliches Bedürfnis, sich zu messen. Die Welt der Chefköche und der Barkeeper ist eine sehr kreative und diese Menschen sind in der Regel sehr konkurrenzbetont. Wenn man dafür ein Forum schafft, nehmen James Glover (2. v.l.)wettbewerbsorientierte Menschen gerne daran teil. Das führt bei ihnen zu erhöhter Kreativität, Leidenschaft und Professionalität. Und nebenbei haben die Teilnehmer auch eine Menge Spaß an diesem Event.

Welche Eigenschaften machen aus Ihrer Sicht den perfekten F&B-Mitabeiter in einem Hilton-Hotel aus?

Zuallererst muss man kontaktfreudig sein. Es ist sehr schwer für einen introvertierten Menschen, erfolgreich zu sein. Als extrovertierter Mensch interagiert man leichter mit anderen und hat es somit einfacher, sei es in der Küche, im Service oder an der Bar. Außerdem muss man neugierig sein und Dinge hinterfragen. Wussten Sie zum Beispiel, dass Al Capone, bevor er Gangster wurde und zu viele Menschen umbrachte, das Haltbarkeitsdatum für Milch einführte? Er war ein Philanthrop, der dafür sorgte, dass die Milchflaschen in Schulen etikettiert wurden. Solche Geschichten sind es, die einen Mitarbeiter interessieren sollten. Fleiß ist eine weitere wichtige Eigenschaft. Food & Beverage ist ein physisch und mental harter Job, darauf muss man vorbereitet sein. Ein Kellner in einem vollem Restaurant läuft durchschnittlich 13 bis 14 Kilometer am Tag, ein Chefkoch steht zwölf Stunden auf seinen Beinen. Zu guter Letzt sollte man eine gute Portion Leidenschaft in den Job einbringen, sich konstant verbessern wollen und die Arbeit nicht nur als nötiges Übel betrachten. 

Im kommenden Frühjahr eröffnet Hilton Worldwide das mit Spannung erwartete Waldorf Astoria in Berlin. Welche Erwartungen haben Sie an den Food & Beverage-Bereich?

Ich denke, dass wir die richtige Formel gefunden haben. Es mag arrogant klingen, aber es ist ein Vertrauen, das aus einer Menge harter Arbeit vieler Beteiligter entstanden ist. Dabei spielen viele Elemente eine Rolle. Alle sprechen natürlich von Pierre Gagnaire, der das Restaurant "Les Solistes" betreibt. Er ist ein toller Mensch, ein herausragender Chefkoch und quasi das Symbol für das, was vom F&B-Bereich erwartet wird. Aber es geht auch um Authentizität und das Geschichtenerzählen. Wenn Sie im New Yorker Waldorf Astoria mit halb geschlossenen Augen durch die Flure gehen, sehen Sie Clark Gable oder stellen sich vor, dass JFK gerade an Ihnen vorbei läuft. Es hat eine unglaubliche Aura und Geschichte. Und obwohl das Berliner Waldorf Astoria ein Neubau ist, versuchen wir diese Atmosphäre auch hier zu erschaffen. Die Peacock Alley in der Lobby, die in New York als Ort zum Sehen und Gesehenwerden dient, wird es auch in Berlin geben. Und mit dem Romanischen Café lassen wir die Kaffeehauskultur der 20er Jahre wieder aufleben. All diese Elemente ergeben einen wundervollen "Place to be", an den der Gast immer wieder gerne zurückkehrt. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.hilton.de.

Fotos: Hilton

 

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