Die redaktionellen Inhalte des KULINARIKER unterliegen dem Verantwortungsbereich der Herausgeber und Autoren. Die Inhalte durchlaufen eine strenge Qualitätskontrolle und werden erst veröffentlicht, wenn die Inhalte den Kriterien der Chefredaktion entsprechen.
Aus diesem Grund – und für eine professionelle Themenplanung – werden Fremdinhalte Text/Bild erst nach vorheriger Abstimmung mit der Chefredaktion bearbeitet und gegebenenfalls veröffentlicht. Themenvorschläge richten Sie bitte schriftlich an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Wichtiger Hinweis für Agenturen:
- Aktuelle Mediadaten: Hier...
Die hier dargestellten Mediadaten werden direkt uber die ConfiXX-Oberfläche des Hosters entnommen. Die Daten sind unverfälscht und repräsentieren die Besucherstruktur des KULINARIKER. Da das CMS Joomla für den KULINARIKER verwendet wird, kann es zu Abweichungen von durch Mediaanalysten veröffentlichten Zahlen kommen. Dies liegt in der Regel an der Struktur der Programmierung. Zur Zeit sind über verschiedene Domains (s.u.) über 700 Artikel veröffentlicht.
- Absprachen von Themen und/oder journalistischen Beiträgen mit Autoren ohne vorherige Absprache mit der Chefredaktion werden nicht toleriert und entsprechend NICHT VERÖFFENTLICHT.
- Themen, die zwecks Aufarbeitung und Bereitstellung journalistischer Inhalte mit Reisen verbunden sind, müssen im Vorfeld mit der Chefredaktion abgeglichen werden. Werden diese Absprachen nicht getroffen, schließt der KULINARIKER eine Veröffentlichung aus.
- Alle Beiträge des KULINARIKER unterliegen der freiwilligen Selbstkontrolle und orientieren sich am Pressekodex des Deutschen Presserates.
- Die Verletzung journalistischer Grundsätze, Versuche, über die KULINARIKER-Autoren Einfluss auf die Themenauswahl des KULINARIKER zu nehmen oder Nebenabsprachen mit Autoren, die einen werblichen Charakter aufweisen, führen zu einer Beendigung der Zusammenarbeit.
Auf einen kreativen und konstruktiven Dialog freut sich
DER KULINARIKER
Die Herausgeber, April 2011



Wenn man nur mehr Zeit hätte. Beispielsweise könnte dann der Frage
nachgegangen werden, ob ein Zusammenhang zwischen ökonomischer und
kulinarischer Entwicklung bestünde. Eine Frage in diesem Kontext könnte dann
sein, ob in schlechten Zeiten - was vordergründig logisch erscheint - weniger
auf den Tisch kommt und in guten eben deutlich mehr. Das Gegenteil scheint
jedoch der Fall zu sein. Ein nur oberflächlich durchgeführter Vergleich von
Wirtschaftsentwicklung anhand von Wachstumskennzahlen und Food-Fotografien der
Vergleichszeiträume zeigt, dass gerade in Boom-Zeiten die präsentierten
Gerichte deutlich reduzierter ausfallen (Ausnahme: die 50er Jahre, in denen
nach kriegsbedingtem Darben kräftig zugelangt wurde) und kubistisches
Schnitzwerk die Berge von Nahrung verdrängt. Das mag an der Zielgruppe liegen,
die sich längst qua ererbten oder erarbeiteten Grundvermögen abgekoppelt hat
von ökonomischen Entwicklungen und einfach nur gerne gut isst. Reine
Spekulation, keine Erklärung. Auch geht es in postindustriellen Zeiten um
deutlich mehr denn die simple Nahrungszufuhr - es darf halt auch in der Küche
das moderne Design der Standard-Einrichtungshäuser nicht fehlen. Zudem ist das
Streben nach Profitmaximierung schon längst bei den Köchen angekommen. Die
einfache Gleichung: Weniger auf dem Teller heißt mehr in der Kasse. Hübsch
angerichtet und verpackt, fällt uns das nicht sonderlich auf. Vielleicht ist
es aber auch nur ein Zeichen von Zeitmangel. Reduktion, schneller Konsum, acht
Gänge in einer Stunde, Mund abputzen und dann wieder raus in die Welt und
Mehrwert schaffen. Ist deshalb das japanische Fast Food Sushi so beliebt?
Werden deshalb Pitbull-Weine mit 14,5 Volumenprozent gelupft? Ach, wenn man
nur mehr Zeit hätte,
meint DER KULINARIKER.
Nicolas Géant, Imker: Die Biene in den Städten trägt besser als die Feldbiene. Foto: Stephan Gabriel

