In exponierter Lage auf einer Anhöhe im Kapstädter Nobelvorort Bantry Bay liegt das Ellerman House mit Unendlich-Blick auf den glitzernden Atlantik. 1912 erbaute der seinerzeit berühmte Architekt Sir Herbert Baker die Villa im Edwardian Stil.
Später war sie Sommerresidenz des englischen Lords und Reeders Sir John Ellerman und seiner Frau und heute begeistert sie als kleines, feines Privathotel Gäste aus aller Welt, die das Besondere suchen. Elf elegante Zimmer, darunter die berühmte Ellerman Suite, sind individuell und luxuriös ausgestattet. Der Stil ist klassisch mit einem Hauch von Patina. Aufwachen mit dem Rauschen des Atlantiks vor der Tür. Spektakuläre Traumaussicht von den Zimmern, der Bibliothek, den eleganten Salons, großzügigen Veranden aufs Meer und Robben Island.
Schon zum Frühstück liegt mir Kapstadt zu Füßen. An kühlen Tagen flackert das Feuer im Kamin. Hier oben genießt man Ruhe und Privatsphäre, fühlt sich fern jeglicher Alltagshektik. Und doch sind es nur wenige Minuten bis zum bekannten Clifton-Strand mit seinem heißen Beachlife und auch das Stadtzentrum sowie die berühmte V & A Waterfront liegen gerade einmal zehn Minuten entfernt. Auf dem weitläufigen Grundstück mit üppiger Kapvegetation hat der Eigentümer eine zweite kleinere, moderne Villa mit viel Glas bauen lassen: drei Schlafzimmer, großer Wohnbereich, eigener Pool, Spa.
Wo immer man sich in diesem Haus auch aufhält, fühlt man sich als Teil der grandiosen Aussicht. Die Balustraden aus Spezialglas haben kein Geländer, gewähren grenzenlose Ausblicke. Alles ist minimalistisch, hell, transparent. Die Architekten von GAPP Architects and Urban Designers haben damit einen spannenden Kontrast zwischen den beiden Villen geschaffen. Ein lockeres, privates Ambiente prägt den charmanten
Charakter des Ellerman House, in dem man sich mehr wie bei Freunden als in einem Hotel fühlt. Selbst die Küche ist jederzeit zugänglich. Ein Knopfdruck genügt, die gläserne Schiebetür öffnet sich und man kann seine Wünsche äußern. Veronica Hibbert, die kreative Küchenchefin, die auch im Mount Nelson ihr Können bereits unter Beweis gestellt hat, wird von acht Köchen unterstützt, die interaktiv im Dialog mit dem Gast stehen.
Er soll sich im Ellerman House wie zu Hause fühlen, kann entscheiden, worauf er gerade Lust hat. Ein schwedischer Gast äußerte den Wunsch, seine Frau mit einem typisch schwedischen Mittagessen zu verwöhnen. Kein Problem für die Küchencrew. Selbst eine "Princess Torte" mit pastellgrünem Marzipanüberzug und schwedischer Aufschrift wurde gebacken. Beste lokale Produkte werden frisch und einfach, jedoch mit besonderer Liebe zum Detail, zubereitet. Das Ergebnis ist fantastisch. Täglich wechselt das Menü. Der exzellente, sehr persönliche Service tut ein Übriges, sich rundherum wohl zu fühlen.
Kulinarik trifft Kunst
Eine kleine Pantry hält 24 Stunden am Tag Köstlichkeiten wie frisch gebackene Kekse, kleine Törtchen, Quiches, Früchte, Mandeln für den kleinen Hunger zwischendurch bereit. Und kulturinteressierte Gäste bekommen im Ellerman House selbst zeitgenössische
südafrikanische Kunst auf dem Silbertablett serviert. Während Kunstsammler normalerweise ihre Schätze verstecken und hüten, lässt Paul Harris, der Eigentümer, seine Gäste an seiner beeindruckenden, umfangreichen Privat-Sammlung teilhaben. Kunst wohin man schaut. Im ganzen Haus, in den Fluren, Treppenhaus, im Spa, in den Zimmern und Suiten und selbst im Badezimmer über der Wanne hängen Originale. Zusätzlich bieten seit 2009 eine eigene Galerie, unterhalb des Swimmingpools im Garten gelegen, mit wechselnden Ausstellungen faszinierende Einblicke in die vielfältige südafrikanische Kunstszene.
Gänsehaut-Feeling erzeugt das Werk "Prison Hacks. Nelson Mandela" von Willem Boshoff am Eingang zur Galerie: eine 1,34 Meter mal ein Meter große Tafel aus schwarzem Granit mit 9377 eingeritzten Strichen, die die 9377 Tage symbolisieren, die Mandela im Gefängnis auf Robben Island verbrachte. Das Kunstwerk ist so platziert, das sich im polierten Stein die Insel Robben Island widerspiegelt – einfach genial. Die spektakuläre Lage, die hochkarätige Kunstsammlung, der umfangreiche Weinkeller, die exzellente Küche und der individuelle Service machen das Ellerman House zu einer der exklusivsten Adressen in Kapstadt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.ellerman.co.za.
Fotos: hne, Ellerman House



Natürlich sind Agrar-Spekulanten längst auf der untersten moralischen
Stufe angekommen. Spekulationsgeschäfte mit Nahrung töten. Genau wie
Monokulturen, Biodiesel aus Soja oder Spekulationen mit Wasser. Indirekt
geschieht dies, selten dokumentiert, mit zeitlicher Verzögerung. Die
verantwortlichen Akteure süffeln von Provisionen und Boni längst schon
Cocktails an der Bar, wenn für Apinke und Sowande der Todeskampf erst
beginnt. Außerdem liefern Hungertote einfach weniger spektakuläre Bilder
als beispielsweise durch Kleinwaffen zerfetzte Leiber. Deutschland ist
an der Verbreitung der "Massenvernichtungswaffen des 21. Jahrhunderts"
(Kofi Annan) immerhin mit einem Exportvolumen von 76,15 Millionen Euro
(2012) beteiligt. Und was bitteschön hat (legaler) Waffenhandel mit
(legalen) Warentermingeschäften zu tun? Eine ganze Mange. Das Primat des
Ökonomischen bestimmt längst die Grenzen des Politischen und Moral taugt
nur bedingt als ökonomisch messbare Größe. Der mehrfach chemisch
gereinigte EU-Gesetzentwurf zur Eindämmung der Nahrungsmittelspekulation
ist hierfür nur ein weiterer Beleg, meint DER KULINARIKER.



