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Koh Samui - ein tropischer Traum

Aus Thailand berichtet Angelika Moeller
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Einst ein Low-Budget-Paradies für Backpacker und Hippies, entwickelte sich Koh Samui in den letzten Jahren zu einer Destination auch für Luxusreisende. Der große Reiz liegt in den Puderzucker-Sandstränden, umsäumt von Millionen Kokospalmen, dichtem Regenwald mit üppig tropischer Vegetation sowie dem klaren azurblauen Meer.

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Wer die Insel das letzte Mal vor 15 Jahren erlebte, wird nicht immer angenehm überrascht sein. Aber, ihren Zauber hat sie nicht verloren, obschon hier viel gebaut wurde. Die kleine Inselhauptstadt Nathong besticht noch immer durch Ursprünglichkeit mit einem Gewusel von Einheimischen meist auf  knatternden Mopeds, primitiven Verkaufsständen und mobilen Garküchen zwischen quietschbunten Gebetshäuschen. Umrundet man die Insel auf der 50 Kilometer langen malerischen Ringstraße, die fast nur an der Küste entlangführt, lohnt sich ein Stopp in kleinen Fischerdörfern mit ihren bunt bemalten Booten oder an traumhaften Buchten mit unzähligen Kokospalmen, die dem Namen "Kokusnuss-Insel" alle Ehre machen. Sehenswürdigkeiten, wie die Wasserfälle von  Na Muang, die farbenprächtigen Korallengärten bei Laem Sed oder "Big Buddha" an der Plai Laem Bucht im Norden liegen am Wege.

Die Chaweng Bucht an der Ostküste ist die bekannte und berüchtigte Ausgehmeile und touristisches Zentrum. Wummernde Disco-Klänge, Massagestudios, Ladyboys und grelle Lichtreklamen werden jedoch zunehmend von eher stylischen Restaurants und Bars abgelöst. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sind ein besonderes Potenzial der Insel: Wir blieben in der Dämmerung mit einem alten, Entlang an der malerischen Ringstraßeklapprigen Leih-Jeep liegen. Ursache unklar. Die Dunkelheit fiel wie ein Vorhang herab. Weit und breit keine Behausung, Handys im Hotel.

Nach einer knappen halben Stunde tuckerte ein Pickup heran, hielt, erkannte unsere desolate Situation und machte uns wild gestikulierend klar, uns ins Hotel zu fahren. Die Erfahrung, wie effektiv nonverbale Kommunikation sein kann, merkten wir spätestens, als wir in unserem Resort vorfuhren. Aber damit nicht genug: unser Retter machte uns klar, dass nur er uns am nächsten Tag an den unbekannten Ort zurückbringen und abschleppen könnte. Mit großer Entrüstung lehnte er ein Entgelt ab. Rucksacktouristen finden noch immer einfache Hütten mit ebenso einfacher Ausstattung zu einem geringen Preis vor. Doch der Einzug der Luxus-Hotellerie ließ sich nicht aufhalten.

Nobelunterkunft mit Meerblick

Ende 2011 eröffnete die Hilton Edelmarke "Conrad Koh Samui Resort & Spa". Es kann sich rühmen, das einzige nach Westen ausgerichtete Luxushotel der Insel zu sein. Und das heißt: traumhafte Sonnenuntergänge inklusive. Die 80 freistehenden Villen im thailändischen Baustil, an einer zerklüfteten Steilküste inmitten tropischer Vegetation gelegen, versprechen und halten allen erdenklichen Komfort. Die Ankunft im Resort hoch oben auf einem Plateau überwältigt mit einem atemberaubenden Blick über den tiefblauen Golf von Siam in dem fünf kleine naturgeschützte Inseln Blickfang sind. Mit Traumhafte Sonnenuntergänge inklusiveElektrobuggys geht es in die Villen, die auf riesigen Stelzen in den Hang integriert sind. Alle Nobelunterkünfte sind zum Meer ausgerichtet mit gigantischer Aussicht aus dem Wohn- und Schlafbereich sowie dem tollen Marmorbad mit verschwenderisch viel Raum, alles mit raumhohen Glasfronten. Exzellent gestaltet ist das Zusammenspiel von Formen und Farben, edlen Materialien und Mobilar und beeindruckender Kunst an den Wänden. Beeindruckend ist auch die technische Ausstattung samt audiovisuellem Tonequipment. Krönung ist die Terrasse mit eigenem zehn Meter langen Infinitypool.

Kaum vorstellbar, dass man dieses Refugium mit absoluter Privatsphäre verlassen möchte. Muss man auch nicht. In-Villa-Service rund um die Uhr und individuell abgestimmte Bademenüs und Treatments können im privaten Hideaway erfolgen. Sehr beliebt bei Honeymoonern... Es lohnt sich jedoch, das luxuriöse Refugium zu verlassen, um sich  in den drei Restaurants der Spitzenköche Konrad Inghelram und Joe Diaz verwöhnen zu lassen: Im Spezialitätenrestaurant "Jahn" mit thailändisch inspirierten Gerichten, im "Cellar" mit private Dining oder locker und lässig im "Zest" mit großer Terrasse, das ganztägig mediterrane Küche anbietet.

Zum Cocktail und Cometogether bei Sonnenuntergang lockt die "Glow Lounge". Tagsüber werden Drinks und Snacks an der Bar "Azur" in der schönen Poollandschaft gereicht. PoollandschaftDas längere Verweilen am nur wenige Meter entfernten kleinen Sandstrand reizt dagegen weniger. Es gibt hier keine Sonnenliegen und Schirme. Ins Meer gelangt man am besten über einen langen schwimmenden Holzsteg, von dem man sich über Leitern ins tiefblaue Meer gleiten lässt. Der großzügige im Asia-Style designte Spa-Bereich erfüllt auch die Wünsche verwöhnter Wellness-Gurus. Die lichtdurchfluteten Behandlungsräume mit Meerblick  und traumhaftem Relax-Ambiente sind ein besonderes Wohlfühl-Highlight und runden das perfekte Urlaubsfeeling ab.

Dezenter Luxus mit Privatsphäre

Ortswechsel: Im Südosten von Koh Samui eröffnete 2010 die renommierte asiatische Banyan Tree Gruppe ein Luxus-Hideaway mit dem ersten Hydtotherapie-Spa der Insel, genannt Banyan Tree Rainforest. 78 Pool-Villen schmiegen sich in die tropische Vegetation an einem Hügel einer kleinen Bucht nahe Lamai Beach. Privatsphäre vermittelt sich schon, als wir das schwere Tor aus massivem Holz hinter uns zufallen lassen. Eine große Terrasse mit ausladenden Loungemöbeln und der eigene Infinitypool sind weitgehend sichtgeschützt durch üppige Tropenpflanzen. Der überdimensional große Schlüssel öffnet die Flügeltür zu einem langgestreckten, getrennten Wohn-und Schlafbereich, dem sich die verglaste Duschzone anschließt.

Das Interieur ist im modernen Thai-Stil mit klaren Linien in warmen Brauntönen. Komfort und technische Ausstattung sind State of the Art. SchlafbereichDie bodentiefen Glasschiebetüren führen direkt in den Pool. Wir geben der Verlockung nach, uns vor der einbrechenden Dämmerung in das 28 Grad warme Wasser gleiten zu lassen. Die bereitgestellten Leckereien auf dem Tisch und eine halbe Flasche Champus wechseln ihren Standort  an den Poolrand. Das ist Luxus und Genuss pur. Später lassen wir uns mit dem Buggy-Service in das Fine Dining Restaurant "Saffron" fahren, das auf dem höchsten Punkt des Resorts liegt.

Zum Träumen schön ist auch am Abend der fulminante Ausblick über die Bucht mit dem im Mondlicht glitzernden Meer, auf dem noch kleine Fischerboote dümpeln. Rainer Börsch, der deutsche Küchenchef, versteht es mit modern interpretierter thailändischer Kost auch verwöhnteste Gaumen zu begeistern. Am nächsten Abend entscheiden wir uns für "The Edge", das internationale Cuisine auf hohem Niveau bietet. Barfuß im Sand bei Fackelschein und BBQ am Holzkohlengrill – so verbringen wir unseren letzten Abend im lässigen Beach-Restaurant "Sands". Großes Romantik-Kino und entsprechend unvergessliche Stimmung. Die Tage waren angefüllt mit Motorradtouren über die Insel, Chillen am riesigen exklusiven Resort-Pool oder auch gern am feinen, weißen Sandstrand unter schattigen Palmen und Schwimmen im smaragdblauen Meer. Natürlich lassen wir uns auch im fantastischen Banyan Tree Regenwald Spa verwöhnen, das verspricht eine Stätte der Wiederbelebung für Körper, Geist und Seele zu sein und dieses Versprechen erfüllt. Insgesamt acht bis zehn Anwendungen werden auf der "Reise" durch den Regenwald durchlaufen - mit Tropendusche, Glow and Scrub, Rasul, Eisbrunnen und Vitality Pool. Hier verschmelzen westliche Hydrotherapie mit asiatischer Wellness-Philosophie – und tun einfach nur unendlich gut...

Weitere Informationen finden Sie unter http://conradhotels3.hilton.com/en/hotels/thailand/conrad-koh-samui-USMKSCI/index.html und http://www.banyantreespa.com/rainforest.php.

Fotos: amo, Conrad Koh Samui

 

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