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Die Insel des ewigen Frühlings

Von Madeira berichtet Angelika Moeller
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Vom Mythos Madeira war schon Kaiserin Sissi verzaubert. Und nicht nur sie: Waren es in der Vergangenheit Bernhard Shaw, der von der Natur fasziniert, zu malen begann und Winston Churchill, der berauscht von der Inselschönheit und dem weltberühmten Madeirawein, die Zigarre ablegte und in einem allseits bekannten Luxushotel Tango tanzen lernte.

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Auch heute wissen die derzeitigen Mitglieder europäischer Königshäuser wie auch der naturliebende Tourist die Blumenpracht und  wilde Schönheit der paradiesisch anmutenden Insel zu schätzen. Der Golfstrom und die subtropische Lage sorgen für milde Temperaturen, die im Winter um die 20 und im Sommer rund 25 Grad betragen. Eine üppige Vegetation mit mehr als 1000 Pflanzenarten gedeiht und blüht das ganze Jahr über.

Durch eine vulkanische Unterwasser-Explosion entstanden vor Millionen von Jahren aus riesigen Lavamassen die steilen und felsigen Küsten Madeiras. Strände gibt es daher kaum, nur Felsbadebuchten und kleine künstliche Sandstrände. Umso faszinierender besticht das Landesinnere mit Vulkangebirge, Wasserfällen, Tälern, Schluchten und idyllischen Bergdörfern. Für Wanderer ein Eldorado. Sie lieben besonders die Wege entlang der Levadas, den knapp 3000 Kilometer langen Wasserversorgungsbächen.

Die ersten Kanäle wurden von maurischen Sklaven bereits kurz nach der Erstbesiedelung der Insel im Jahr 1410 angelegt. Der Verlauf ist landschaftlich abwechslungsreich und von sehr unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für Wanderer. Mal ist es ein Spaziergang am plätschernden Bach, mal eine Klettertour auf schmalen Pfaden ohne Geländer. Vor dem Marsch sollte man sich unbedingt informieren. Funchal, die Hauptstadt im Süden der Insel,
ist ein reizvolles Anlaufziel für Kreuzfahrtschiffe aus aller Welt.

Viele Kulturen prägten und prägen die Insel

Die quirlige Altstadt lockt zum Bummeln, Shoppen und vielen kulinarischen Genüssen. Vor allem ein Besuch der alten Markthalle lohnt - bunter und umtriebiger kann man sich einen Markt kaum vorstellen. Spuren der bewegten Inselgeschichte sind vielerorts sichtbar und sind Zeugen der vielfältigen Kulturen, die Madeira prägten. Quintas da MadeiraLiebt man den besonderen Kick, erklimmt man den "Monte", belohnt sich mit dem atemberaubenden Blick über Funchal bis zum Horizont und wählt für den Rückweg statt Seilbahn die rasante Abfahrt in einem der legendären Korbschlitten, die auf Kufen die steilen Gassen hinab sausen.

Unten angekommen, weckt ein "Poncha" die Lebensgeister oder wirft den geschockten Korbschlittengast endgültig um. "Poncha" ist ein verführerisches und schmackhaftes Gemisch aus Zuckerrohrschnaps, weißem Rum, Honig und Zitronensaft, der sich als Aperitif wie Digestif gleichermaßen genießen lässt.Am besten in einer der so genannten "Tascas", den urgemütlichen Bars und Lokalen der Insel.

Golfer finden auf Madeira zwei absolute Spitzenplätze: Der Club Golf Santo da Serra, oben in den Bergen gelegen, mit herrlicher Aussicht auf das Meer und einem erstklassigen, noblen Clubhaus, zählt zu Europas spektakulärsten Plätzen. (Par 72). Golf Palheiro ist nur zehn Autominuten von Funchal entfernt. Der 18 Loch Platz (Par 71) auf hügeligem Gelände wird jeden Golfer begeistern. Von der Terrasse des eleganten Clubhauses bietet sich ein überwältigender Blick auf die Insel und den Atlantik.

KULINARIKER-TIPP: Empfehlenswert für einen stilvollen Madeira-Urlaub sind die luxuriösen Herrenhäuser, die "Quintas da Madeira". Verborgen in weitläufigen, feudalen Gärten mit uralten Bäumen, ruhen diese Landgüter alter englischer Familien, die sich ein Stück Heimat in der faszinierenden Landschaft Madeiras schaffen wollten und lassen die britische Vergangenheit spüren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.madeiratourism.org.

Fotos: amo

 

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