Was meinen wir eigentlich genau, wenn wir sagen: "Es schmeckt"? Was löst den Genuss beim Essen auf der Zunge aus? Sind es neben den Grundgeschmacksrichtungen noch andere Eigenschaften, die das Essen zu einem Erlebnis machen?
Diesen und weiteren Fragen geht das Autoren-Team Thomas Vilgis, Physik-Professor in Mainz, und der aus St. Gallen stammende Spitzenkoch Rolf Caviezel in ihrem neuen Buch "Das moderne Küchenhandwerk" (Tre Torri Verlag/ ISBN: 978-3-941641-57-0) auf 240 Seiten nach. Über 80 Rezepte liefern nicht nur Kochprofis Hintergrundwissen, sondern auch Anfängern und ambitionierten Hobbyköchen einen spannenden Einblick in die Praxis der modernen Küche. Präsentiert werden kreative Gerichte wie Käsekaugummi, schnittfester Kartoffelsalat oder würzige Panna Cotta. Auch Neuinterpretationen deutscher Klassiker zeigen die vielfältigen Möglichkeiten des neuen Küchenhandwerks.
Bereits mit "Molekularküche – Das Kochbuch“ und "Geschmack, Aromen, Flavour" ist Vilgis, Mitherausgeber des "Journal Culinaire" und Vorstandsvorsitzender der "Deutschen Akademie für Kulinaristik" der muntere Spagat gelungen, naturwissenschaftliche Grundlagen des Geschmacks und Spaß am Kochen zu kombinieren. "Das moderne Küchenhandwerk" ist schon jetzt ein Standardwerk. Lehrreich, und ohne belehrenden Unterton.
Weitere Informationen finden Sie unter www.tretorri.de.
Cover-Foto: Tre Torri Verlag GmbH



Natürlich sind Agrar-Spekulanten längst auf der untersten moralischen
Stufe angekommen. Spekulationsgeschäfte mit Nahrung töten. Genau wie
Monokulturen, Biodiesel aus Soja oder Spekulationen mit Wasser. Indirekt
geschieht dies, selten dokumentiert, mit zeitlicher Verzögerung. Die
verantwortlichen Akteure süffeln von Provisionen und Boni längst schon
Cocktails an der Bar, wenn für Apinke und Sowande der Todeskampf erst
beginnt. Außerdem liefern Hungertote einfach weniger spektakuläre Bilder
als beispielsweise durch Kleinwaffen zerfetzte Leiber. Deutschland ist
an der Verbreitung der "Massenvernichtungswaffen des 21. Jahrhunderts"
(Kofi Annan) immerhin mit einem Exportvolumen von 76,15 Millionen Euro
(2012) beteiligt. Und was bitteschön hat (legaler) Waffenhandel mit
(legalen) Warentermingeschäften zu tun? Eine ganze Mange. Das Primat des
Ökonomischen bestimmt längst die Grenzen des Politischen und Moral taugt
nur bedingt als ökonomisch messbare Größe. Der mehrfach chemisch
gereinigte EU-Gesetzentwurf zur Eindämmung der Nahrungsmittelspekulation
ist hierfür nur ein weiterer Beleg, meint DER KULINARIKER.



