Die Ernte in Spanien 2011 war geprägt von verschiedenen Faktoren. In vielen Gebieten kam es, begründet durch kräftige Niederschläge im Frühjahr, zu Mehltaubefall. Die im Anschluss darauf folgende extreme Trockenheit - fast alle spanischen Anbaugebiete mit Ausnahme von Galicien litten darunter – bestimmte den Vegetationszyklus. Die Folge ist eine geringere Gesamtmenge und ein Lesegut mit hohen Oechslewerten.
Das zunächst kühl gestartete Jahr, bescherte dem Zentrum des Landes und dem Norden in der Folge moderate Temperaturen. Südlich von Madrid gab es im Mai reichlich Regen, der erste Teil des Vegetationszyklus wurde dadurch bestimmt. Schätzungen zufolge liegt die spanische Erntemenge Most und Wein bei 38 Millionen Hektoliter. Galicien erzielt dabei ein plus von 25 Prozent, Kastilien-León hat einen Zuwachs von 12 Prozent. Albariño-Appellation Rías Baixas meldet gar einen historischen Rekord mit 42 Millionen Kilogramm. Die Katalanen erzielen ein geringes Plus, während Aragón auf den semiariden Böden große Probleme mit der Trockenheit hatte und 18 Prozent weniger einbrachte.
In Levante befürchtete man zunächst aufgrund von Trockenheit und Hagelschäden eine hohe Einbusse der Erntemenge, diese betrug im Endeffekt zehn Prozent. Gebiete wie Utiel und Requena beklagen hohe Alkoholwerte.
Viele Gebiete wurden extrem früh gelesen, um den hohen Oechselwerten zuvorzukommen. Langanhaltende Hitzeperioden brachten den Winzern auf den Kanarischen Inseln 40 Prozent Mengenverlust ein. Navarra und Rioja weisen einen Ernteverlust von zehn und 16 Prozent auf, die Menge DOCa unterscheidet sich jedoch kaum vom Vorjahr.
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