Nach den letzten zwei Jahren, die aufgrund der Witterung einige Probleme bescherten, hat dieses Jahr die österreichischen Winzer mit dem Wettergott wieder halbwegs versöhnt.
Trotz strenger Winterkälte, Frostschäden Anfang Mai, einer Trockenperiode im Juli und Hagelschlag, ergab ein gutes Blütewetter einen profunden Traubenansatz. Der warme, sonnige Spätsommer sorgte zudem für eine gute Reifeperiode. Aufgrund des trockenen Wetters gab es zudem wenige Pilzkrankheiten, störend wirkte sich allerdings der teilweise massive Wespenfraß aus, der in vielen Gebieten zu verzeichnen war.
Ein Augenmerk galt der durch das warme Wetter rascher als sonst schwindenden Säure. Hier war die Achtsamkeit der Winzer gefordert, um den richtigen Lesezeitpunkt nicht zu verpassen. Aufgrund der zwei Wochen früheren Blüte im Vergleich zum Vorjahr ist die Lese Ende Oktober mehr oder weniger abgeschlossen bis auf die Prädikatsweine.
Die aktuelle Ernteschätzung von Statistik Austria geht von einer Erntemenge von 2,45 Millionen Hektoliter aus. Ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem fünfjährigen Durchschnitt, gegenüber dem Vorjahr allerdings ein sattes Plus von 41 Prozent. Aus dem Burgenland ist eine gute Weinqualität mit viel Fruchtigkeit und angenehmer Säure, begleitet von einer heuer auffällig tiefdunklen Farbe bei den Rotweinen, zu erwarten. Die Steiermark hat es mit dem Wetter besonders gut erwischt. Fruchtige, vollmundige Weine sollten hier für den 2011er charakteristisch sein.
Weitere Informationen finden Sie unter www.österreichwein.at.
Foto: msc





