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Vertrauen in Köche hat Konjunktur

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"Deklarierung von Zusatzstoffen in der Gastronomie?" diese Frage richtete der KULINARIKER vom 7. April bis 17. Mai 2011 an seine Leser. Das Ergebnis ist ein klares Votum gegen die Deklarierungspflicht und zugleich ein enormer Vertrauensvorschuss für die Köche: Von den insgesamt 441 Teilnehmern der Online-Umfrage setzen 65.8 Prozent (290 Stimmen) der Gourmets mit einem "Ich vertraue dem Koch" auf  die Redlichkeit der Küchenhandwerker.

33.6 Prozent (148 Stimmen) der KULINARIKER-Leser halten es da eher mit Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt als Lenin: "Nicht aufs Wort glauben, aufs strengste prüfen" und unterstreichen diesen Anspruch mit einem "Ja, ich will wissen was ich esse!" Drei Leser (0.6 Prozent) hatten keine Meinung zu diesem Thema. Stefanie Heckel, Pressesprecherin DEHOGA Bundesverband, begrüßt das Umfrageergebnis: "Das klare Ergebnis der Umfrage belegt, dass wir in Deutschland über die bestehenden gesetzlichen Deklarationspflichten hinaus keine weiteren Reglementierungen brauchen."

Deklarierungspflicht ein unverhältnismäßig großer Aufwand

Die Branche lebe von der Vielseitigkeit der Gerichte und den teilweise täglich wechselnden Speisekarten. Bei neuen Vorgaben müssten, erläutert Heckel, ständig neue Auflistungen und Kennzeichnungen angefertigt werden, da sich die Gerichte wie auch die verwendeten Zutaten änderten. "In unserer klein- und mittelständisch geprägten Branche mit den vielen familiengeführten Betrieben wäre dieser Aufwand nicht zu leisten. Wie die Leser des KULINARIKER sieht der DEHOGA in der Auskunftspflicht des Gastronomen oder seiner Mitarbeiter die einzig praktikable und angemessene Lösung. Mit Informationsmaterial und Broschüren unterstützt der DEHOGA seine Mitglieder", so die Pressesprecherin der  DEHOGA weiter.

Hintergrund: Ist die Deklarierung der Inhaltsstoffe, insbesondere der so genannten E-Nummern, für verpackte Lebensmitteln längst rechtsbindend, gelten für die Gastronomie deutlich laxere Regeln: Eine Zutatenliste ist schlicht nicht vorgeschrieben. Das bemängelt auch die Verbraucherschutzorganisation foodwatch und verweist darauf, dass nur ein Teil der Zusatzstoffe mit ihren Gruppenbezeichnungen (z.B. Geschmacksverstärker) in der Speisekarte genannt werden.

Weitere Informationen unter www.foodwatch.de und www.dehoga-bundesverband.de.

Foto: KULINARIKER

 

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