Die zuständigen Landesämter haben bei einer Untersuchung erneut Verunreinigungen in Mais-Saatgut festgestellt, das für den deutschen Handel bestimmt war. Von 417 Mais-Proben waren 29 mit Gen-Mais verunreinigt.
Seit einigen Jahren ist eine schleichende Verunreinigung von Saatgut festzustellen. Waren 2008 nur 2,1 Prozent der Proben verunreinigt, steigerte sich die Verschmutzung mit Gen-Mais 2009 auf 5,7 Prozent, 2010 auf 6,2 Prozent und dieses Jahr auf 7 Prozent.
Durch die frühzeitige Beprobung in diesem Jahr war es möglich, alle belasteten Saatgutpartien sofort aus dem Handel zu entfernen und eine Panne wie im Jahr zuvor zu vermeiden. 2010 hatte man gentechnisch verunreinigtes Saatgut der Firma Pioneer auf fast 3.000 Hektar ausgesät. In der Folge mussten die gesamten Mais-Bestände dieser Aussaat vernichtet werden.
Die Freisetzung genmanipulierter Pflanzen auf Feldern gefährdet vor allem die Umwelt und die langfristige Sicherung der Ernährung. Durch den Eingriff in die Pflanze können unerwünschte Stoffe mit riskanten Nebenwirkungen entstehen. Zudem ist durch den Anbau von Gen-Pflanzen der Einsatz von Pestiziden gestiegen.
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