Die Gäste sind anspruchsvoller geworden. Wer dem Gast heute hochwertige Weine verkaufen will, muss also deutlich mehr Kompetenz beweisen.
Der Sommelier-Cup des Deutschen Weininstituts (DWI) bietet eine gute Gelegenheit, sein Fachwissen über Weine aus den deutschen Anbaugebieten unter Beweis zu stellen und sich weiter zu qualifizieren. Er findet am 11. und 12. November 2012 im Hyatt Regency Mainz statt. Von den Teilnehmern werden unter anderem Kenntnisse über die typischen Rebsortenmerkmale, Strukturdaten zum Weinbau und Weinmarkt, die Weinbereitung oder das Weinrecht erwartet. Darüber hinaus gilt es, in vergleichenden Degustationen Weine aus deutschen, teilweise auch internationalen Anbauregionen zu beschreiben und deren Herkünfte, Jahrgänge und Rebsorten zu bestimmen. Weitere Schwerpunkte bilden die Weinberatung von Kunden und Gästen, sowie Fragen zur Lagerhaltung und Kalkulation.
Fünf Finalisten werden sich zudem am Nachmittag des 12. Novembers im Rahmen konkreter Kunden-/Gast-Beratungs¬situationen bewähren müssen. Eine Fachjury, der Vertreter der Sommelier-Union Deutschland, der Hotelfachschule Heidelberg, dem Verband der Serviermeister, Restaurant- und Hotelfachkräfte e.V., der Deutschen Wein- und Sommelierschule sowie Weinjournalisten und Erzeuger angehören, wird den Gewinner des DWI-Sommelier-Cups 2012 ermitteln. Alle Finalisten erhalten Geldpreise für die fachliche Weiterbildung im In- und Ausland. Teilnahmeberechtigt am DWI-Sommelier-Cup sind Vollzeit-beschäftigte aus Gastronomie und Handel (Lebensmitteleinzelhandel, Wein- und Getränkefachhandel). Das Mindestalter ist 18 Jahre.
Die Anmeldung ist bis zum 19. Oktober 2012 möglich unter www.deutscheweine.de.
Foto: DWI



Wenn man nur mehr Zeit hätte. Beispielsweise könnte dann der Frage
nachgegangen werden, ob ein Zusammenhang zwischen ökonomischer und
kulinarischer Entwicklung bestünde. Eine Frage in diesem Kontext könnte dann
sein, ob in schlechten Zeiten - was vordergründig logisch erscheint - weniger
auf den Tisch kommt und in guten eben deutlich mehr. Das Gegenteil scheint
jedoch der Fall zu sein. Ein nur oberflächlich durchgeführter Vergleich von
Wirtschaftsentwicklung anhand von Wachstumskennzahlen und Food-Fotografien der
Vergleichszeiträume zeigt, dass gerade in Boom-Zeiten die präsentierten
Gerichte deutlich reduzierter ausfallen (Ausnahme: die 50er Jahre, in denen
nach kriegsbedingtem Darben kräftig zugelangt wurde) und kubistisches
Schnitzwerk die Berge von Nahrung verdrängt. Das mag an der Zielgruppe liegen,
die sich längst qua ererbten oder erarbeiteten Grundvermögen abgekoppelt hat
von ökonomischen Entwicklungen und einfach nur gerne gut isst. Reine
Spekulation, keine Erklärung. Auch geht es in postindustriellen Zeiten um
deutlich mehr denn die simple Nahrungszufuhr - es darf halt auch in der Küche
das moderne Design der Standard-Einrichtungshäuser nicht fehlen. Zudem ist das
Streben nach Profitmaximierung schon längst bei den Köchen angekommen. Die
einfache Gleichung: Weniger auf dem Teller heißt mehr in der Kasse. Hübsch
angerichtet und verpackt, fällt uns das nicht sonderlich auf. Vielleicht ist
es aber auch nur ein Zeichen von Zeitmangel. Reduktion, schneller Konsum, acht
Gänge in einer Stunde, Mund abputzen und dann wieder raus in die Welt und
Mehrwert schaffen. Ist deshalb das japanische Fast Food Sushi so beliebt?
Werden deshalb Pitbull-Weine mit 14,5 Volumenprozent gelupft? Ach, wenn man
nur mehr Zeit hätte,
meint DER KULINARIKER.
Laurent Delarbre, Chefkoch Restaurant La Tour d'Argent, Paris: Wir verwenden speziell diesen Honig, weil er auf dem Dach unseres Restaurants
produziert ist - aber auch im Herzen von Paris, der ihm eine außergewöhnliche
Reinheit verleiht, da es keinerlei Schädlingsbekämpfungsmittel noch verwendete
Insektenvertilgungsmittel gibt. Foto: Stephan Gabriel

