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Back Kulinarik Kategorie: Trend Après-Ski mit Sushi im Libanon

Après-Ski mit Sushi im Libanon

Aus dem Libanon berichtet Michael Schabacker
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Es ist wieder soweit: Der Winter hat uns – zumindest kalendarisch – fest in seiner Hand. Tausendfach strömen die bergwütigen Skifahrer Europas in die Alpen und Co. zum illustren Ski-Spaß. Österreich und Schweiz sind dabei meist die präferierten Ziele, bieten doch eben diese Berge und Spaß in schneeweißer Kulisse. Doch es geht auch anders: Ab in den Flieger und Kurs gesetzt auf den Nahen Osten in den Libanon!

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Der Flieger landet, gutgemeinte 20 Grad lassen die Kälte Deutschlands vergessen. Wärme im Winter, das illustre Treiben Beiruts vis-à-vis. Als Hafenstadt des Mittelmeeres hat Beirut in der Historie nur selten Schnee gesehen, begibt man sich in Richtung Innenstadt und blickt westlich in das Landesinnere hinein, türmen sich Berge auf, die es jedoch allemal mit den Massiven der Alpen aufnehmen können. Die Kulisse mutet sich fast surreal an: mitten in der libanesischen Hauptstadt, unweit des Zentrums, sind in der Ferne schneebedeckte Wipfel erkennbar.

Zunächst an der Küste des Mittelmeeres entlang, dann hinauf in die Berge, die Orte Zouq Mosbeh und Feytroun passierend, schlängelt sich die Bergstraße hinauf zum Mzaar Mountain. Die Temperatur sinkt merklich, von den 20 Grad im "Tal" erreichen wir nach einer 60-minütigen Autofahrt schnell die Gefriergradgrenze, ohne diese jedoch zur Mittagszeit zu unterschreiten. Unser Ziel: das Intercontinental Mzaar Lebanon Mountain Resort & Spa. Schneebedeckte Après-Ski und Sonne im LibanonDächer der Chalets empfangen uns, ehe wir die wohlige Wärme des Hotels genießen dürfen.

"80 Kilometer Skipiste mit 18 Skiliften garantieren unseren Gästen ein tolles Skivergnügen", erzählt uns die aus Österreich stammende General Managerin Andrea Wrba. Direkt an das Resort angegliedert befindet sich der erste Sessel-Lift um die Skifahrer hinauf auf den 2465 Meter hohen Mzaar Mountain zu bringen. Und das Wetter lädt dazu ein: Die Sonne scheint und angenehme Temperaturen lockten zahlreiche Schneeliebhaber hinauf zum Intercontinental. "Das Hotel hat vornehmlich libanesische Gäste, die in der Regel wohlhabend sind", so Mrba weiter. Aber auch Liebhaber der Alpenrepubliken dürften hier sehr wohl befriedigt werden - das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Denn der Libanon ist sicherlich nicht die günstigste Art einen Urlaub zu gestalten, die Preise in der Gastronomie und Hotellerie liegen jedoch keinesfalls höher als in vergleichbaren Häusern in Europa.

Vom Sushi bis zu libanesischen Spezialitäten

Neben der gemütlichen Bar und einem traumhaften Ausblick von der Sonnenterrasse des Hotels hinauf auf die schneebedeckten Hügel, hat das Intercontinental Mzaar auch durchaus kulinarische Spezialitäten zu bieten. Direkt an die Terrasse grenzend, Die Süßspeisen: eine Spezialitätbefindet sich der Speisesaal. Ein munteres Treiben herrscht hier, die ausgelassene Stimmung der ein- und ausströmenden Gäste sorgt für ein angenehmes Ambiente. Zur Mittagszeit stellt die Küchen-Crew ein reichhaltiges Buffet zur Verfügung, bei dem es wirklich an rein gar nichts mangelt. Vom Sushi bis zu libanesischen Spezialitäten ist hier alles vorbereitet. Ein besonderer Augenschmaus: die Süßspeisen! Über ein mehrere Meter langes Buffet ergießen sich verschiedenste Leckereien dem wartenden kulinarischen Gaumen. Wie allgemein üblich im Libanon, verdienen diese kleinen Leckereien das Prädikat "süß" wahrhaftig. Der europäische Geschmackssinn ist nicht immer bereit für diese Art der Nachspeise, ist die Verwendung von Honig, Zucker oder Fruchtsüße doch wahrhaft mehr als ausreichend. Dennoch: Wunderbar – und ein schönes Bild ohnehin!

Dieses "schöne Bild" soll aber nicht über die durch Kriege entstandenen historischen Lasten des Landes hinwegtäuschen. Der Libanon hat nicht zuletzt nach dem Autobomben-Anschlag von 2005 (Ausgangspunkt der sogenannten Zedernrevolution) an den Ex-Premier Rafik Hairi, viel Kredit bei potenziellen Libanon-Touristen verloren. Aber dieser Anschlag ist alles andere als exemplarisch für das Land zwischen Tradition und Moderne. Seit Jahren sind Unruhen und Anschläge nur noch ein vergangener Moment der libanesischen Geschichte. Viel mehr hat der Alltag den Weg in die Normalität schon längst gefunden, und, noch mehr, die Hauptstadt Beirut als Dreh- und Angelpunkt zurück zum Spitznamen "Paris des Nahen Ostens" gebracht. Besucht man den Libanon, ist so ziemlich alles möglich: Morgens das Frühstück und das Bad im Mittelmeer, eine Stunde später Skiwedeln und Sushi essen im Schnee, um dann wieder das Nachtleben einer pulsierenden Metropole zu genießen.

Libanon Faraya Mzaar (2008):

Schneeimpressionen:

Weitere Infos: www.icmzaar.com

Fotos: msc

 

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