Wenn das Gourmetfestival Copenhagen Cooking am 24. August offiziell eröffnet wird, werden Prinzessin Marie, René Redzepi vom Restaurant noma und Oberbürgermeister Frank Jensen zugegen sein. Die Veranstaltung findet mitten zwischen abwechslungsreicher Architektur und Weltliteratur in "Der Schwarze Diamant“ - dem Neubau der Königlichen Bibliothek - statt und lädt zu Geschmackserlebnissen aus den Tiefen des Meeres ein.
Die offizielle Eröffnung des Gourmetfestivals Copenhagen Cooking findet am 24. August im Beisein prominenter Gäste statt. Darüber hinaus werden gastronomische Kostproben des Restaurants Kødbyens Fiskebar serviert und besteht die einmalige Möglichkeit, René Redzepi vom noma, dem besten Restaurant der Welt, kennen zu lernen.
Zugleich wird die Veranstaltung zum Anlass genommen, René Redzepi den Preis "Copenhagen Ambassador Honorary Award“ zu überreichen, der an Dänen verliehen wird, die sich auf internationaler Ebene besonders für Kopenhagen eingesetzt haben.
René Redzepi wird ausgezeichnet
Der von der Stadt Kopenhagen und Wonderful Copenhagen ins Leben gerufene Preis wird bei dieser Gelegenheit vom Kopenhagener Oberbürgermeister Frank Jensen überreicht. Er wird an René Redzepi verliehen, weil er sich dafür eingesetzt hat, sowohl der neuen skandinavischen Küche als auch Kopenhagen als gastronomischem Reiseziel international zu mehr Ansehen zu verhelfen. Auch Prinzessin Marie wird in ihrer Eigenschaft als Schutzherrin von Copenhagen Cooking teilnehmen.
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung werden gastronomische Veranstalter mehr darüber erzählen, wie sie Essen in überraschenden Rahmen einsetzen und zu einzigartigen Erlebnissen mit einem kulinarischen Schwerpunkt machen.
Kostproben aus der Schatzkammer des Meeres
Nach der Veranstaltung im "Königinnensaal" (Dronningesalen) von "Den Sorte Diamant“ erwarten die Besucher gastronomische Überraschungen aus der Tiefe des Meeres bei Kødbyens Fiskebar, dänischer Schampus aus Lilleø und das eigene Bier von Copenhagen Cooking ‚Salty Ocean Weed’, das von Mikkeller gebraut wird.
Die Kostproben liegen auf einer Linie mit dem Titelfoto von Copenhagen Cooking 2012, auf dem ein Wassermann zu sehen ist, der gerade mit dem Fang der Saison, bestehend aus u.a. Makrele und Austern, aus dem Meer steigt – ein Hinweis auf das, was Sie an diesem Nachmittag (12:30 – 15:00 Uhr) in "Den Sorte Diamant“ erwartet.
Nähere Infos: www.copenhagencooking.com
Foto: Copenhagen Cooking



Wenn man nur mehr Zeit hätte. Beispielsweise könnte dann der Frage
nachgegangen werden, ob ein Zusammenhang zwischen ökonomischer und
kulinarischer Entwicklung bestünde. Eine Frage in diesem Kontext könnte dann
sein, ob in schlechten Zeiten - was vordergründig logisch erscheint - weniger
auf den Tisch kommt und in guten eben deutlich mehr. Das Gegenteil scheint
jedoch der Fall zu sein. Ein nur oberflächlich durchgeführter Vergleich von
Wirtschaftsentwicklung anhand von Wachstumskennzahlen und Food-Fotografien der
Vergleichszeiträume zeigt, dass gerade in Boom-Zeiten die präsentierten
Gerichte deutlich reduzierter ausfallen (Ausnahme: die 50er Jahre, in denen
nach kriegsbedingtem Darben kräftig zugelangt wurde) und kubistisches
Schnitzwerk die Berge von Nahrung verdrängt. Das mag an der Zielgruppe liegen,
die sich längst qua ererbten oder erarbeiteten Grundvermögen abgekoppelt hat
von ökonomischen Entwicklungen und einfach nur gerne gut isst. Reine
Spekulation, keine Erklärung. Auch geht es in postindustriellen Zeiten um
deutlich mehr denn die simple Nahrungszufuhr - es darf halt auch in der Küche
das moderne Design der Standard-Einrichtungshäuser nicht fehlen. Zudem ist das
Streben nach Profitmaximierung schon längst bei den Köchen angekommen. Die
einfache Gleichung: Weniger auf dem Teller heißt mehr in der Kasse. Hübsch
angerichtet und verpackt, fällt uns das nicht sonderlich auf. Vielleicht ist
es aber auch nur ein Zeichen von Zeitmangel. Reduktion, schneller Konsum, acht
Gänge in einer Stunde, Mund abputzen und dann wieder raus in die Welt und
Mehrwert schaffen. Ist deshalb das japanische Fast Food Sushi so beliebt?
Werden deshalb Pitbull-Weine mit 14,5 Volumenprozent gelupft? Ach, wenn man
nur mehr Zeit hätte,
meint DER KULINARIKER.
Nicolas Géant, Imker: Der Geschmack ist immer abhängig von den jeweiligen Blumen, die von den Bienen
angesteuert werden. Foto: Stephan Gabriel

